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Donnerstag, 25. April 2019
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Geschrieben von Mareike Koch am 11. August 2014
Kultur und mehr

Lautenspiel mit viel Seele

Andreas Düker zu Gast in der St. Andreas-Kirche

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Kaum war der achte Stundenschlag verklungen, richteten sich alle Blicke auf ihn: Andreas Düker, der für einen gelungenen Auftritt nicht mehr benötigt, als einen Stuhl und sein Instrument: eine 14-saitige Renaissancelaute. Doch er kann noch viel mehr, der bekannte und renommierte Barocklautenist aus Göttingen, der am Freitag im Rahmen der monatlichen Kammerkonzertreihe in der malerischen St. Andreas-Kirche zu Gast war. Einen Namen machte er sich durch verschiedene Opernaufführungen im In- und Ausland, zahlreiche Ensemble- und Solokonzerte sowie als Mitwirkender bei CD- und Rundfunkproduktionen. Zudem galt ihm eine ehrenvolle Erwähnung als bester Lautenist beim internationalen Wettbewerb „Musica Antiqua“ 1996 in Brügge. Denn Düker beherrscht auch andere Instrumente der Renaissance und des Barock wie Chitarrone, Vihuela, Barocklaute und -gitarre. Außerdem interpretiert er Gitarrenmusik der Klassik und Frühromantik auf einem Instrument der Zeit.

Doch zurück zum Programm: Zunächst gab Andreas Düker eine Erklärung zu den verschiedenen Lautenarten. Im Anschluss verzauberte er mit Lautensuiten von Johann Sebastian Bach. „Man muss einen langen Atem haben“, sagte er scherzend nach dem ersten Programmteil. Denn: „Die barocken Suiten können mal schnell eine halbe Stunde dauern.“ Dass Andreas Düker mit Leidenschaft musiziert, stellte er dabei deutlich unter Beweis. Er legte viel Seele in sein Lautenspiel. Andächtig und konzentriert vertiefte er sich in seine Musik – dabei wirkte sein Auftreten unscheinbar, doch sein Spiel voller Intensität. Das anspruchsvolle Programm bot mal langsame, dann wieder schnelle, bewegtere Stücke, um den vielen Emotionen Ausdruck zu verleihen. „Wer Bach spielt, kommt an einer Fuge nicht vorbei“, ließ der Musiker verlauten. Und zum Abschluss spielte er als Zugabe noch „etwas für den Nachhauseweg“, damit ein hochkarätiger Konzertabend ein stimmungsvolles Ende fand.

Das nächste Konzert in der St. Andreas-Kirche findet am Samstag, 23. August, um 11 Uhr mit „30 Minuten Musik für 2 Orgeln“ statt. Dorothy Jenkins, Posaunenchorleiterin der St. Andreas-Kirchengemeinde, und die langjährig in St. Andreas hauptamtlich wirkende Kirchenmusikerin Dorothea Peppler, werden mit der kleinen Truhenorgel von R. Janke und der „großen“ Engelhardt-Janke-Orgel Werke für zwei Tasteninstrumente von alten italienischen Barockmeistern (Piazza, Pfeyll, Terreni und andere) spielen. Bei den Konzerten in der St. Andreas-Kirche wird kein festes Eintrittsgeld verlangt, sondern darauf vertraut, dass die Zuhörer am Ausgang gern eine Spende zur Förderung der monatlichen Reihe geben.


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