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Donnerstag, 25. April 2019
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Geschrieben von Gordy am 04. September 2014
Kultur und mehr

Von Wasserstichorgeln und rostigen Sägeblättern

Kulturkreis präsentierte Konzert aus einer anderen Welt

Die Klangmaschinerie von Liquid Soul
Die Klangmaschinerie von Liquid Soul
Leckere Bowle und viel zu erzählen gab es im Anschluss
Leckere Bowle und viel zu erzählen gab es im Anschluss


Faszinierende, selbstgeschaffene Klangwelten, produziert auf instrumentalen Eigenentwicklungen, wie einer sogenannten Wasserstichorgel, allerlei ausgefallenen Percussionselementen bis hin zu einem rostigen Kreissägeblatt aus Indien, eröffneten sich am Mittwoch (3.9.14) den zahlreich erschienenen Zuhörern in der St. Andreas-Kirche. Das Trio „Liquid Soul“, Beate Gatscha, Gert Anklam und Ulrich Moritz, waren mit ihrer „Musik aus Luft und Wasser“ ein weiterer Höhepunkt der diesjährigen Bad Lauterberger Musiktage.
Der exzellente Saxophonist Gert Anklam ließ bei seinen musikalischen Experimentalismen keine Zweifel daran aufkommen, dass seine Wurzeln irgendwo im Free-Jazz zu suchen sind. Die Kombination der unterschiedlichen Instrumente, beispielsweise die chinesische Mundorgel „Sheng“, Percussions, wie Hang, Cajon und natürlich immer wieder die Wasserstichorgel, nur von Beate Gatscha und Gert Anklam gespielt erzeugten Klangsphären, wie man sie vorher noch nie gehört hatte.
Perkussionist Ulrich Moritz war vielseitig ausgerüstet mit unterschiedlichen Gongs, diversen Handtrommeln und Rasseln oder Schellen. Besonders beeindruckend war, wie er einem rostigen Kreissägeblatt beachtenswerte Töne entlockte, indem er es zur Tonmodulation in ein Gefäß mit Wasser eintauchte. Für dieses Konzert hatte der Begriff „handgemachte Musik“ jedenfalls seine ganz besondere Bedeutung und Aussage. Hinter all den musikalischen Ideen und Experimenten der Künstler verbergen sich ihre jahrelangen Erfahrungen, die Erlebnisse und die Inspirationen auf Reisen, vor allem in asiatische Länder.
Dieses Konzert war für fast alle Besucher zwar ein absolutes musikalisches Neuland, dem man allerdings sehr positiv gegenüber stand, wofür der begeisterte Applaus am Ende der Veranstaltung der Beweis war.
Der Kulturkreis hatte die Besucher noch zu einem kleinen Plausch mit Umtrunk in den Pfarrgarten eingeladen, bei dem natürlich noch eine ganze Weile über das eben gehörte gesprochen wurde.
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