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Mittwoch, 17. Juli 2019
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Geschrieben von ski am 09. September 2014
Kultur und mehr

Walpurgisnacht für die Sinne

Die 33. Bad Lauterberger Musiktage fanden einen großartigen Abschluss mit Chor, Orchester und Ballett

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Perfekte Harmonie von Musik und Tanz....
Perfekte Harmonie von Musik und Tanz....
...und der ganze Saal wurde zur Bühne
...und der ganze Saal wurde zur Bühne
Das Göttinger Sinfonieorchester spielte unter Leitung von Karsten Krüger....
Das Göttinger Sinfonieorchester spielte unter Leitung von Karsten Krüger....
....der das Stück mit dem Projektchor Harz einstudiert hat
....der das Stück mit dem Projektchor Harz einstudiert hat
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„Sommernachtsträume“ lautete das Motto, und am Samstag erlebte das Publikum im Bad Lauterberger Kursaal einen solchen Sommernachtstraum: den Höhe- und Schlusspunkt der diesjährigen Musiktage. Das Göttinger Sinfonieorchester und der „Projektchor Harz zum 114. Deutschen Wandertag“, beides unter Leitung von Karsten Krüger, und die jungen Tänzerinnen vom Tanzworkshop, unter Leitung der Göttinger Choreographin und Tanzlehrerin Judith Kara, erweckten Felix Mendelssohn-Bartholdys „Erste Walpurgisnacht“ zum Leben. Dabei bezogen die Tänzerinnen den gesamten Kursaal in ihre Ballettchoreographie ein – die Zuschauer konnten eintauchen in die Welt des Heidenvolkes, das nach altem Brauch die Maifeier begehen will und dazu die christlichen Wächter mit einem inszenierten Spuk erschreckt. Ein Gesamterlebnis aus Orchesterklang, Chorgesang und Tanzkunst, das diese Aufführung zu etwas ganz Besonderem machte – wirklich schade, dass doch noch einige Reihen im Kursaal leer geblieben waren. Die Symbiose von Ballett und Bartholdy gibt es schließlich sonst nirgendwo zu sehen und sie war es auch, die das Publikum zweifellos am meisten begeisterte. Eine ganze Woche lang hatten die jungen Tänzerinnen Charlotte Annweiler, Jennifer Marie Hajdu, Justine Jacobsen, Solveig Janssen, Jana Sophie Resner, Anna Sophie Schweizer, Leonie Seidel und Lene Weiß sechs Stunden täglich mit Judith Kara trainiert – das alles im Rahmen einer Ferienpassaktion, wobei sie im Naturfreundehaus untergebracht waren. Und das viele Üben zahlte sich aus: in perfekter Übereinstimmung übersetzten sie die Handlung und die Stimmung der „Walpurgisnacht“ in Bewegung und Ausdruck und verzauberten (oder verhexten) die Zuschauer.

Zunächst waren jedoch das Orchester, der Chor und die Solisten im Mittelpunkt:  es war der „Sommer“ aus Joseph Haydns Jahreszeiten zu hören, und die Gesangssolisten Miriam Sharoni, Conny Hermann, Jörn Lindemann und Bernhard Hansky konnten ihre Klasse unter Beweis stellen. Es folgten Auszüge aus dem Sommernachtstraum von Mendelssohn-Bartholdy, wo nicht nur der berühmte Hochzeitsmarsch mitreißend wirkte und auch Chor und Orchester frisch ans Werk gingen.

Dieser Abend war jedenfalls ein Sommernachtstraum und machte Lust auf mehr – und die Kombination aus Musik und Tanz ebenfalls. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen bei den Musiktagen im nächsten Sommer?


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