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Geschrieben von Christian Dolle am 30. November 2014

Kultur und mehr

Feuerprobe für die Harzer Hexen

Kathrin R. Hotowetz und Hans-Joachim Wildner lasen im Hotel Mühl

Kathrin R. Hotowetz.
Kathrin R. Hotowetz.
Hans-Joachim Wildner.
Hans-Joachim Wildner.
Eine Stimmung abseits des Alltags: Die Band Brigandu.
Eine Stimmung abseits des Alltags: Die Band Brigandu.
Hans- Joachim Wildner und seine treusten Fans.
Hans- Joachim Wildner und seine treusten Fans.
Die beiden Autoren im Gespräch.
Die beiden Autoren im Gespräch.

Zu einem besonderen Literaturevent hatten das Wellnesshotel Mühl und die Buchhandlung Moller in Bad Lauterberg am Samstag (22.11.2014) eingeladen. Statt körperlichem Verwöhnprogramm gab es Wellness für Geist und Seele – jedenfalls wenn Gruselgeschichten als wohltuend durchgehen. Die erfolgreiche Harzkrimi-Autorin Kathrin R. Hotowetz las aus dem letzten Band ihrer „Im Schatten der Hexen“-Sage und der aus Barbis stammende Autor Hans-Joachim Wildner aus seinem Fantasyroman „Der Schlüssel von Schielo“.

Abgerundet wurde das Programm durch einen Film und Bilder des Fotografen Patrick König und Musik der Band Brigandu. Bauten die Musiker durch irische, nordische oder russische Stücke eine Stimmung abseits des Alltags auf, so besinnt sich König ganz auf die Naturschönheit der Heimat. „Es sind vielleicht typische Motive, aber keinesfalls typische Harzbilder“, beschrieb Susanne Kinne seine Arbeiten. Tatsächlich ließen die Fotos die beiden mystischen Erzählungen der Autoren ungemein plausibel erscheinen, vermutete man doch hinter manch dicken Wurzel im Nebelwald tatsächlich eine Hexe oder ein anderes Zauberwesen.

 

Eigener Verleger als Fan

Wildners Protagonistin Marie ist sich zu Beginn des Buches noch gar nicht sicher, was ihre neuentdeckten Fähigkeiten zu bedeuten haben. So wurde dann auch ihre Begegnung mit der Hexenwelt und sogar mit Luzifer persönlich für die Zuhörer wie auch für sie zu einem spannenden Abenteuer.

Seine treusten Fans hatte der Autor an diesem Abend auch mitgebracht. Zum einen seine Enkelkinder, durch die er überhaupt mit dem Schreiben angefangen hat, zum anderen seinen Verleger Rolf Wagner, den die Geschichte von Beginn an überzeugte. „Ein Verlag tritt ja auf den Plan, wenn der Autor meint, sein Manuskript sei fertig“, erläuterte er und lobte dann: „ich habe schnell erkannt, dass dieses Manuskript marktfähig ist.“ Die erste Feuerprobe vor Publikum hat es jedenfalls eindeutig bestanden.

 

Großes Finale – mit Schlupfloch

Kathrin R. Hotowetz hat diese Feuerprobe schon etwas länger hinter sich, ihrem Erstling „Hexenring“ folgten zwei erfolgreiche Fortsetzungen. Jüngst erschien mit „Hexenjagd II- Der Eibenspiegel“ der vorerst letzte Band der Saga um Hexen, die alle 333 Jahre in den Harz zurückkehren, und um Kinder, die auf mysteriöse Weise spurlos verschwinden.

Wie schon in den Vorgängern lebt auch dieser Band wieder von real existierenden Orten, vielen Fakten über Heilkräfte und Gifte der Natur sowie einer spannenden, nicht immer rational erklärbaren Geschichte. Ihre Lesung machte neugierig auf das große Finale, warf aber auch die Frage auf, ob mit diesem Buch wirklich alles zu Ende ist. „Ein kleines Schlupfloch habe ich mir gelassen, weil die Geschichte durchaus noch etwas mehr hergeben würde“, antwortete die Autorin.

Auch Hans-Joachim Wildner wurde nach einer Fortsetzung gefragt – von seinem Verleger. „Wenn das Buch ein Erfolg wird ja, ich schreibe schon an einem weiteren Teil“, verriet Wildner. Na dann, Herr Wagner, verhelfen Sie dem Buch zum Erfolg, in Bad Lauterberg hat es an diesem Wochenende jedenfalls schon einige Leser für sich gewonnen.


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