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Samstag, 15. August 2020
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Geschrieben von Detlef Hänsel (BBK-Harz) am 21. März 2015
Kultur und mehr

„Übergänge – Leben und Tod“

BBK-Harz eröffnet Ausstellung in der Marktkirche Goslar – Bis zum 3. Mai vielfältige Kunst zu sehen

Kinetisches Objekt „Amor“ von Detlef Hänsel aus Bad Lauterberg. (Screenshot vom YouTube-Video)
Kinetisches Objekt „Amor“ von Detlef Hänsel aus Bad Lauterberg. (Screenshot vom YouTube-Video)
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Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag (15.03.2015) hat sich die Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar noch einmal bis auf wenige Plätze gefüllt. Anlass war die Eröffnung der Kunstausstellung „Übergänge – Leben und Tod“, veranstaltet von der Bezirksgruppe Harz des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK). Sechzehn Künstlerinnen und Künstler haben das Thema künstlerisch reflektiert und in unterschiedlichen Genres abgebildet.

Pfarrer Ralph Beims betonte in seiner Begrüßung, dass sich das Thema „Übergänge – Leben und Tod“ hervorragend für die Passions- und Osterzeit eigne. Er fragte: „Welchen Raum hat der Tod?“ und beschrieb ihn als „Nullstelle“, die mit Sterben und Auferstehung Christi in der Osterzeit intensiv thematisiert werde.

 

„Reizvolle Herausforderung für Künstler“

In seiner Laudatio beschrieb der Vorsitzende des BBK, der Bad Lauterberger Künstler Detlef Hänsel, die Komplexität des Themas und widmete sich besonders des Überganges zwischen Geburt und Tod: „Das Thema unserer Ausstellung ist, wie Theodor von Fontane sagen würde, ,ein weites Feld‘“. Eigentlich ein so weites Feld, dass es niemals erschöpfend erkannt, durchdacht und abgebildet werden könne. Übergänge gebe es mindestens so viele, wie es verschiedene Erscheinungen in unserer Welt gebe. Aber gerade diese Vielfalt sei eine reizvolle Herausforderung für den Künstler. Die Kreativität brauche diese unüberschaubaren Weiten. Sie würde unter jeder Grenze leiden, und letztlich wie eine kranke Pflanze verkümmern.

„Den wohl bedeutendsten Übergang, den zwischen Geburt und Tod, den ein jeder von uns gehen muss, und den wir lapidar als unser Leben bezeichnen, ist so verschiedenartig, wie jeder einzelne von uns andersartig und einmalig ist, und dennoch ist er das, was uns alle miteinander verbindet“, so Hänsel. Jeder versuche den Widerspruch zwischen Leben und Tod auf seine Weise zu verstehen und zu meistern. Ob wir dabei unser Lebensexperiment auf den Glauben an einen Gott oder auf unsere eigene Kraft gründen, sei jedem selbst überlassen. „Aber unsere existenzielle Einsamkeit werden wir, wenn auch begrenzt, nur durch die vielen möglichen Übergänge zu unserem Nächsten überwinden können.“

 

Große künstlerische Vielfalt

Die Bildhauerin Eike Geertz aus St. Andreasberg hat eine „Auferstehung“ in traditioneller Bildhauer-Technik geschaffen. Der Kunstschmied Lutz-Martin Figulla aus Wolkramshausen zeigt konstruktive Arbeiten. Die Malerin Imke Weichert überzeugt mit ihren eindringlichen „Metamorphosen“. Grafikdesigner Thomas Velte zeigt das „Erwachen der Natur“ in Acryl-Bildern. Der Maler Helmut Lingstädt aus Salzgitter präsentiert seine „Antagonismen“ in höchst präzisen Gemälden.

Das kinetische Objekt „Amor“ von Detlef Hänsel aus Bad Lauterberg hat neben seiner Funktion als Kunstwerk auch noch die Aufgabe eines Spendensammlers. Denn Amor kann vom Besucher durch Einwurf eines Euros in Bewegung gesetzt werden. Der Erlös dient der „Förderung von Kunstprojekten“ in der Marktkirche Goslar.

 

Ausstellung bis 3. Mai, Möglichkeit zu Künstlergesprächen

Die repräsentative und eindrucksvolle Kunstausstellung erstreckt sich über den ganzen Kirchenraum und ist bis zum 3. Mai 2015, auch über die Osterzeit, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Am 26.03. und am 29.04.2015 gibt es jeweils die Möglichkeit zu einem Künstlergespräch, wobei mehrere der ausstellenden Künstler anwesend sein werden.

Einen ersten Eindruck von Detlef Hänsels kinetischem Objekt „Amor“ vermittelt auch ein Video auf YouTube (externer Link).


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