Montag, 23. Oktober 2017


Geschrieben von Gordy am 24. August 2015
Kultur und mehr

Ballads of Good Life

Konzertant-theatralische Veranstaltung über eine auch heute noch aktuelle Thematik

Eine Atmosphäre, die man erlebt haben muss
Eine Atmosphäre, die man erlebt haben muss
Großartige Musiker und ein bestens aufgelegter Frank Dukowski
Großartige Musiker und ein bestens aufgelegter Frank Dukowski
Geschichten der 20er Jahre mit erschreckender Aktualität waren zu hören
Geschichten der 20er Jahre mit erschreckender Aktualität waren zu hören
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Selbst die Konzertpause war auf dem tollen Hof der Königshütte ein Erlebnis
Selbst die Konzertpause war auf dem tollen Hof der Königshütte ein Erlebnis
Vital Resort Mühl sorgte für ein außergewöhnliches Catering-Erlebnis
Vital Resort Mühl sorgte für ein außergewöhnliches Catering-Erlebnis
Ein besonderer Blick...
Ein besonderer Blick...
Good bye, Jonny - die Zugabe
Good bye, Jonny - die Zugabe


Auch am vergangenen Freitag (21.8.15) zeigten sich die Bad Lauterberger Musiktage ihrem Motto gerecht: „Ganz anders…“.

Die Gäste erlebten nicht nur eine Veranstaltung der ganz besonderen Mixtur aus Konzert und Lesung sondern auch die faszinierende Atmosphäre der musealen Maschinenhalle auf dem Gelände der Königshütte. Bis auf den letzten Stuhl war die Halle ausverkauft und allein das besondere Umfeld entlockte den Besuchern bereits im Vorwege allerlei anerkennende Superlative zu dieser, sich in beeindruckender Illumination zeigenden „Location“.

Zu Gast war an diesem Sommerabend das „Pindakaas-Saxophon-Quartett“ mit seinem literarisch-musikalischen Programm „Ballads of Good Life“ über Exil und Freiheit. Eine, wie uns die täglichen Nachrichten bestätigen, auch heute noch sehr aktuelle und vor allem brisante Thematik.
Die drei Musiker und eine Musikerin, vor allem aber auch der Schauspieler Frank Dukowski begeisterten die Zuhörer einerseits mit ihrer anspruchsvoll arrangierten Musik und andererseits mit doch recht nachdenklich stimmenden Textlesungen. In den von Dukowski brillant und in immer interessanter Kostümierung vorgetragenen Geschichten und Liedtexten z. B. von Berthold Brecht, Kurt Tucholsky, Hermann, Hesse oder Franz Kafka war nicht nur vom guten Leben in Freiheit die Rede, sondern auch von extremen Widerwärtigkeiten, wie beispielsweise von einem Deutschland, das damals die absolute Hölle war.

So bewegte man sich musikalisch auf den Spuren von Kurt Weill, Astor Piazzolla oder Igor Strawinski und bekanntem Liedgut aus der „Dreigroschenoper“. In ihrem homogenen Miteinander gelang es den hervorragenden Künstlern musikalisch, wie auch theatralisch absolut zu überzeugen. Perfekte instrumentale Virtuosität und das schauspielerische Können von Frank Dukowski ergänzten sich zu einem beeindruckenden Gesamtergebnis.

Selbst die Konzertpause wurde zu einem Erlebnis der besonderen Art, machte es das Wetter doch möglich die - immerhin schon leicht kühle – Sommernacht auf dem schönen Gelände der Königshütte rund um den Springbrunnen zu genießen. Mitarbeiter der Stiftung Königshütte standen in dieser Konzertpause den Besuchern für Fragen rund um den musealen Bereich zur Verfügung.
Sehr gut angenommen wurde das ebenso einfallsreiche, wie abwechslungsreiche Catering des Hauses „Vital-Resort Mühl“. Geschmack- und stilvoll präsentierte Köstlichkeiten schmeckten genauso gut, wie sie aussahen.

Am Ende dieses „ganz anderen“ Konzertabends sahen sich Künstler, wie auch Veranstalter durch einen tosenden Applaus bestätigt. Den Zugabe-Song könnte man umtexten in: „Good bye, Jonny - eines Tages treffen wir uns wieder mal hier“ – gemeint ist natürlich diese tolle Maschinenhalle der Königshütte.
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