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Donnerstag, 09. Juli 2020
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Geschrieben von Christian Dolle am 15. September 2016
Kultur und mehr

„Krimis müssen nicht Scheißliteratur sein“

Mordsharz 2016: Arne Dahl und Peter Lontzek haben in Wernigerode für einen gelungenen Auftakt gesorgt

Arne Dahl (rechts) und Peter Lontzek sorgten für einen großartigen Festivalauftakt.
Arne Dahl (rechts) und Peter Lontzek sorgten für einen großartigen Festivalauftakt.
Der Innenhof des Wernigeröder Schlosses bot eine tolle Atmosphäre.
Der Innenhof des Wernigeröder Schlosses bot eine tolle Atmosphäre.
Arne Dahl (rechts) beantwortete die Fragen von Christoph Lampert.
Arne Dahl (rechts) beantwortete die Fragen von Christoph Lampert.
Hörbuch- und Synchronsprecher Peter Lontzek.
Hörbuch-  und Synchronsprecher Peter Lontzek.
Mordsharz zu Gast im Wernigeröder Schloss.
Mordsharz zu Gast im Wernigeröder Schloss.

Durch Henning Mankell ist der Bestsellerautor Arne Dahl überhaupt erst zum Krimi gekommen. Genauer gesagt durch dessen literarische Qualität. „Ich habe Mörder ohne Gesicht gelesen und gelernt: Krimis müssen nicht Scheißliteratur sein“, erzählte der Schwede, der heute selbst weltweit ein Star der Literaturszene ist, am Mittwoch (14.09.2016) beim Mordsharz-Auftakt in Wernigerode.

 

Schwedenkrimi – natürlich auch auf Schwedisch

Seine eigenen schriftstellerischen Qualitäten stellte er allerdings nicht allein, sondern gemeinsam mit dem Hörbuchsprecher seines aktuellen Buches Sieben minus eins, Peter Lontzek, unter Beweis. Nachdem Dahl das erste Kapitel auf Schwedisch gelesen hatte, machte Lontzek nahtlos mit dem zweiten auf Deutsch weiter und katapultierte die Zuhörer direkt in einen Polizeieinsatz in einem leerstehenden Haus.

Geradezu bildlich konnte das Publikum vor sich sehen, wie Sam Berger und sein Team die versteckten Kellerräume unter dem Haus entdeckten und dann auf ein ebenso schreckliches wie rätselhaftes Verbrechen stoßen. Als studierter Schauspieler und gefragter Synchronsprecher verstand Lontzek es natürlich, Spannung aufzubauen, doch darüber hinaus war ihm auch die Begeisterung für dieses Buch anzumerken.

 

Bodenständiger Superstar

„Ich wusste gar nicht, dass ich so ein gutes Buch geschrieben habe“, kommentierte Autor Dahl anschließend und meinte das Lob auch noch ernst. Denn obwohl die beiden wie ein eingespieltes Team wirkten, trafen sie sich bei Mordsharz zum ersten Mal und waren gegenseitig gespannt aufeinander. Überhaupt gab sich Arne Dahl nicht als der Superstar, der er zweifelsohne ist, sondern äußerst sympathisch und bodenständig.

Er freute sich über die Fragen, die nach der Lesung zunächst von Mordsharz-Initiator Christoph Lampert und dann von vielen Zuschauern gestellt wurden und verriet zum Beispiel auch, dass er mit Sieben minus eins eine neue Serie beginnen wollte, weil sich für ihn als Schreibender jede Reihe irgendwann abnutzt und er sie dann beenden will, bevor seine Leser ebenso empfinden.

 

Hohes Lob für das Festival

Die neue Serie um Sam Berger und seine Kollegin Molly Blom ist davon noch weit entfernt, vielmehr wollten viele Fans wissen, wann denn der zweite Teil erscheint, auf den der erste definitiv neugierig macht. Sie werden sich allerdings noch etwas gedulden müssen. Dafür können sie sich die Zeit mit der Verfilmung der zweiten Staffel um die A-Gruppe vertreiben, die jetzt im Fernsehen anläuft. Hier synchronisiert übrigens Peter Lontzek die Hauptfigur Paul Hjelm, so dass auch Erinnerungen an diese Mordsharz-Lesung aufkommen könnten.

Die hätte nicht besser sein können, zum einen durch die beiden sympathischen Hauptakteure, zum andern aber auch durch die tolle Atmosphäre im Innenhof des Wernigeröder Schlosses und durch das spätsommerliche Wetter, das eine Open-Air-Veranstaltung überhaupt erst möglich machte. Die Organisatoren freute dabei besonders, dass auch Dahl und Lontzek nur lobende Worte für das Harzer Literaturfestival fanden. Der Auftakt war damit also mehr als gelungen.

 

Wie es beim Mordsharz weitergeht, lesen Sie hier.


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