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Freitag, 16. November 2018


Geschrieben von Peter Bischof am 05. November 2018
Kultur und mehr

Großer Spaß – und das auch noch für einen guten Zweck

Mad Maroons und Sixpack Corner haben in Scharzfeld ihre Fans begeistert

Volle Tanzfläche bei den New Mad Maroons. Im Hintergrund (von links) Klaus Feldhahn, Reiner „Latschen“ Bartels, Jürgen „Fatsy“ Menge und Daniela Bartels. (Fotos: Detlef Seidel)
Volle Tanzfläche bei den New Mad Maroons. Im Hintergrund (von links) Klaus Feldhahn, Reiner „Latschen“ Bartels, Jürgen „Fatsy“ Menge und Daniela Bartels. (Fotos: Detlef Seidel)
Walk of life: Sixpack Corner mit (von links) Alfons Rosenthal, Annette und Wolfgang David.
Walk of life: Sixpack Corner mit (von links) Alfons Rosenthal, Annette und Wolfgang David.
Gimme all your lovin: Die ZZ-Top-Einlage war Reiner „Latschen“ Bartels (rechts) Idee. Er musste dann auch mit Klaus Feldhahn kräftig schwitzen.
Gimme all your lovin: Die ZZ-Top-Einlage war Reiner „Latschen“ Bartels (rechts) Idee. Er musste dann auch mit Klaus Feldhahn kräftig schwitzen.
Holger Grotheer bei der Begrüßung der Gäste. Der Erlös des Abends soll an drei Herzberger Vereine und Organisationen gespendet werden.
Holger Grotheer bei der Begrüßung der Gäste. Der Erlös des Abends soll an drei Herzberger Vereine und Organisationen gespendet werden.
Am Ende, weit nach Mitternacht, standen sie alle gemeinsam auf der Bühne: die alten und die neuen Mad Maroons und Sixpack Corner.
Am Ende, weit nach Mitternacht, standen sie alle gemeinsam auf der Bühne: die alten und die neuen Mad Maroons und Sixpack Corner.
Grandios: Annette David präsentierte den A-Capella-Song „Mercedes Benz“ von Janis Joplin.
Grandios: Annette David präsentierte den A-Capella-Song „Mercedes Benz“ von Janis Joplin.
Unchain my Heart: Annette und Wolfgang David mit einer tollen Version des Joe-Cocker-Hits.
Unchain my Heart: Annette und Wolfgang David mit einer tollen Version des Joe-Cocker-Hits.
Sixpack Corner wie seinerzeit die Eagles bei „Hotel California“ ganz entspannt.
Sixpack Corner wie seinerzeit die Eagles bei „Hotel California“ ganz entspannt.

„...und schon war die Party im Gange“, sang Wolfgang von Sixpack Corner beim Song „Aloha Heja He“ zwar erst nach Mitternacht, aber der Satz wäre auch um 20 Uhr gleich bei den ersten Takten von Latschens Mad Maroons und ihrem traditionellen Einstiegssong „Come on and sing“ richtig gewesen.

Es war wieder so etwas wie ein großes Familientreffen, das seit langem ausverkaufte Dorfgemeinschaftshaus Scharzfeld war am Samstag (03.11.2018) lange vor Konzertbeginn bis auf den letzten Platz besetzt. Und doch konnte man häufig den Satz „Hier kennt man ja fast jeden“ hören.

Klar, die Mad Maroons haben seit vielen Jahren ihre feste Fangemeinde. Auch Sixpack Corner hatten ihre Fans mitgebracht, erkennbar an den bestickten Hemden und Cowboy-Hüten.

 

Erst die „alten“ Mad Maroons

Los ging es mit den Mad Maroons in der alten Besetzung. Wobei man das Wort alt in diesem Fall – ohne despektierlich zu sein – sogar wörtlich nehmen kann. Die Jungs der Urbesetzung sind inzwischen über 70, verstärkt durch Gitarrist Klaus Feldhahn und Daniela Bartels an den Keyboards. Doch der „Poor boy“ und „Glad all over“ kommen mit einer Kraft von der Bühne, die das Publikum wohlig erschauern lässt und schon bei den ersten Takten auf die Tanzfläche treibt.

Apropos Publikum. Da sind nicht wenige, die auch ihren 70. schon hinter sich haben und mit „ihrer“ Band alt geworden sind. Alt ja, aber nicht müde! Oldie-Party ist halt, wenn man dann auf der Tanzfläche fast jeden mit Vornamen begrüßen kann. Und wenn man beim Bierchen vorweg Leute trifft, mit denen man zusammen in der Reha war.

 

„Ich möchte vorausschicken, dass jetzt hier auf der Bühne keiner über 70 ist.“

Wolfgang David zu Beginn des Auftritts von Sixpack Corner.

 

 

Dann die New Mad Maroons

Als nächstes standen die New Mad Maroons auf der Bühne. Hier werden Drummer „Mausi“ Manns und Sänger und Gitarrist Bernd Bauer durch Jörg Teyke und Jürgen „Fatsy“ Menge ersetzt. Und schon ging es weiter mit „Pretty Woman“, „Summer of 69“ und natürlich „Sultans of Swing“, zu dem Klaus Feldhahn wieder sein faszinierendes Gitarrensolo beisteuerte.

Dass sie auch Dire Straits können, bewiesen Sixpack Corner mit „Walk of life“ ebenfalls eindrucksvoll. „Ich möchte vorausschicken, dass jetzt hier auf der Bühne keiner über 70 ist“, hatte Wolfgang David vorsichtshalber zu Beginn des Auftritts betont. Mit „Unchain my heart" zog Sixpack Corner das Publikum in ihren Bann. Allen voran Annette und Wolfgang, die mit ihrem Duett mehr als nur an Joe Cocker erinnerten. Über Purple rain ging es bis zum Hotel California, bei dem sich Hubert Syniawa (Bass, Gesang), Manfred Pohl (Gitarren, Gesang) und Alfons Rosenthal (Gitarren, Gesang) austoben konnten, kräftig unterstützt von Drummer Uwe Pohl.

 

Einlage als ZZ Top

Schwerstarbeit war auch für Klaus Feldhahn angesagt, der nicht nur in den beiden Mad Maroons-Besetzungen dabei war, sondern auch mit Bart, Brille und Hut zusammen mit „Latschen“ Bartels und Jörg Teyke eine ZZ Top-Einlage gab. Doch bei „Gimme all your lovin‘“ war der Bart ab, natürlich nicht musikalisch. Es war am Samstagabend einfach zu heiß für Verkleidung im DGH Scharzfeld. Für den gelungenen Umbau der Einrichtung bekam Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters zu Recht ein Sonderlob vom Mad Maroons-Bandchef „Latschen“ Bartels.

Ein Sonderlob gebührt auch dem Catering, das von Holger Grotheer mit seinem Team organisiert wurde. Er hatte Familie, Freunde und Bekannte zur Unterstützung engagiert, die alle ehrenamtlich im Einsatz waren. Denn der Erlös des Abends soll an drei Herzberger Vereine und Organisationen gespendet werden.

Mit dem eingangs erwähnten „Aloha Heja He“ kam nach Mitternacht etwas Ballermann-Stimmung auf, nicht zuletzt durch die „Junggebliebenen“, die bei dem Achim-Reichel-Kultsong vor der Bühne sitzend die dazugehörige Rudereinlage gaben.

 

Annette mit Janis-Joplin-Solo

Und zum Abschluss noch Annette David, schon bei „It‘s a heartache“ als Annette „Tyler“ präsentiert, die den A-Capella-Song „Mercedes Benz“ von Janis Joplin derart grandios präsentierte, dass man alle bedauerte, die sich bereits auf den Heimweg gemacht hatten.

Vor ziemlich genau einem Jahr, am 4. November 2017, hatte „Latschen“ das Versprechen gegeben, im nächsten Jahr erneut aufzutreten. Er hat es gehalten. Und wenn auch das Knie hält, werden er und seine Mitstreiter spätestens in einem Jahr wieder irgendwo in der Region auf der Bühne stehen. Und alle, die am Samstag da waren, werden auch wieder dabei sein.


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Blaulicht

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