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Geschrieben von Christian Dolle am 19. November 2014
Kultur und mehr

Der Schlüssel zum Literaturmarkt

Hans-Joachim Wildner stellt seinen Harz-Fantasyroman „Der Schlüssel von Schielo“ vor

Stolz auf das hochwertige Ergebnis: Hans-Joachim Wildner und seine Frau Monika, die „Nähoma Moni“.
Stolz auf das hochwertige Ergebnis: Hans-Joachim Wildner und seine Frau Monika, die „Nähoma Moni“.

Während andere sich im Alter auf Ruhe und vielleicht mal einen Sonntagsspaziergang mit den Enkeln freuen, hat Hans-Joachim Wildner eine völlig neue Welt für sich entdeckt – die Hexenwelt. Es ist jene Parallelwelt hinter den sagenumwobenen Orten des Harzes, in der magische Kräfte am Werk sind, in der durch reine Willenskraft Unfälle in der realen Welt herbeigeführt werden können und in der junge Mädchen mit Flüchen belegt sind, denen sie kaum entkommen können.

Nein, der Rentner aus Barbis betreibt keine okkulten Praktiken. Er hat das Schreiben für sich entdeckt. Vor zwei Jahren fing er damit an, recherchierte im Internet und in der näheren Umgebung, so dass sein Fantasyroman „Der Schlüssel von Schielo“ jetzt erhältlich ist.

 

Mit Geschichten für die Enkel fing alles an

Angefangen hatte alles mit Geschichten für seine Enkelkinder, die er irgendwann aufschrieb und im Selbstverlag schließlich auch drucken ließ. Das kam nicht nur bei seinen drei Enkeln, sondern auch im weiteren Bekanntenkreis gut an, so dass er sich an eine komplexere Geschichte wagte. „Unsere Enkelkinder haben uns wieder jung gemacht“, sagt seine Frau Monika, die ihrerseits nichts von allzu viel Ruhe hält. Sie näht und betreibt als „Nähoma Moni“ einen inzwischen preisgekrönten Blog im Internet.

Dass sie darin auch über das Buch ihres Mannes berichtet, versteht sich von selbst. So finden sich dort auch Beiträge über die Auslieferung des fertigen Werkes an örtliche Buchhandlungen oder über einen Besuch im Ort Schielo bei Harzgerode und ein Treffen mit der örtlichen Zeitung. „Schielo ist der Ort, in dem meine Großmutter geboren wurde“, erläutert Hans-Joachim Wildner, „jahrelang konnte sie nicht dorthin und nach der Grenzöffnung wollte sie ihre Heimat unbedingt noch einmal besuchen.“

Neben Schielo tauchen noch weitere reale Orte im Roman auf, beispielsweise spielt auch die Steinkirche in Scharzfeld eine Rolle, wo tatsächlich bei Ausgrabungen ein Skelett gefunden worden war, das ihn zu seiner Geschichte inspirierte. „Ich hätte allerdings nie zu träumen gewagt, dass sich ein Verlag dafür interessiert“, sagt er.

 

Verleger erstaunt über Wildners Professionalität

Doch als er sein Manuskript auf Zuraten seiner Frau und einiger anderer „Testleser“ beim Prolibris-Verlag einsandte, fand die fantastische Reise seiner jungen Protagonistin dort Gefallen. „Die Geschichte ist interessant, sie beinhaltet vieles, was Jugendliche bewegt“, erläutert Verlagsleiter Rolf Wagner sein Interesse. Allerdings ist ein unbekannter Autor – Veröffentlichungen im Selbstverlag werden von keinem Verleger berücksichtigt – immer auch ein Risiko für den Verlag. „Wir nehmen nur das, was marktfähig ist“, stellt Wagner heraus.

Nun sei der Harz jedoch ein guter Markt für seinen Verlag und in Wildners Manuskript tauchten viele Orte im gesamten Harz auf. „Ich war auch erstaunt, wie professionell Herr Wildner recherchiert hatte“, fügt er hinzu. Da er neben Regionalkrimis als Schwerpunkt auch Märchen und Sagen verlegt, entschied er sich letztlich für „Der Schlüssel von Schielo“, das noch dazu in einer sehr hochwertigen Aufmachung daherkommt. „Die haben sich sehr viel Mühe gegeben“, sagen Monika und Hans-Joachim Wildner, während sie ein wenig stolz das schicke Cover betrachten.

 

Erste große Lesung am 22. November

Dass der Verleger bei seiner ersten größeren Lesung auch noch einen Trailer für sein Buch vorstellen wird, freut den Autor besonders. Die Lesung findet gemeinsam mit der bekannteren Harzautorin Kathrin R. Hotowetz im großen Rahmen im Vital Resort Mühl in Bad Lauterberg statt.

„Frau Hotowetz zieht das Publikum, da mache ich mir keine Illusionen“, gibt Wildner zu. Doch wenn außerdem die Band Brigandu und der Fotograf Patrick König mit von der Partie sind, möchte auch er bei diesem Event eine gute Figur abgeben. Wer auch dabei sein möchte, sollte sich Samstag, den 22. November, vormerken. Um 18 Uhr geht es mit einem Sektempfang los.

Karten gibt es in der Buchhandlung Moller, Telefon 05524 / 35 58.

 

Weitere Informationen zum „Schlüssel von Schielo“ gibt es im Blog von Monika Wildner (externer Link).


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