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Montag, 10. August 2020
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Geschrieben von PM CDU-Kreistagsfraktion Göttingen am 30. Juli 2020.
Politik

Wald und Waldbesitzer in Not

CDU-Kreistagsfraktion-vor-Ort in Barbis und Bad Lauterberg mit Staatssekretär Prof. Dr. Theuvsen und MdL Ehbrecht

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Am 28.07.2020 haben sich einige Mitglieder des Umweltausschusses des Landkreises Göttingen, der Fraktionsvorsitzende Andreas Körner, der Ausschussvorsitzende Werner Wille und Karin Wode (Mitglied des Fraktionsvorstandes) im Raum Barbis und Bad Lauterberg über die aktuelle Situation des Waldes informiert. Weitere Teilnehmer waren Vertreterinnen und Vertreter der Forstgenossenschaft Barbis, der Forstbetriebsgemeinschaft Northeim sowie der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Prof. Dr. Theuvsen und der Landtagsabgeordnete Ehbrecht.

Besonders die Fichtenwälder sind durch Sturmschäden und Käferbefall so stark geschädigt wie noch nie. Die Waldbesitzer stehen mit dem Rücken an der Wand. Bedingt durch die schlechten Holzpreise sind die Kassen leer und eine Wiederaufforstung kaum finanzierbar. Dazu Werner Wille: „Wir sind dankbar, dass das Land Niedersachsen mit entsprechenden Programmen die Waldbesitzer bei der Wiederaufforstung fördert. Aber oftmals sind kaum genügend Eigenmittel vorhanden und es fehlt Liquidität, um die Neuanpflanzung zu finanzieren. Abschlagszahlungen aus dem Fördertopf würden hier unterstützend wirken.“

Staatssekretär Prof. Dr. Theuvsen führt aus: „Dem Wald in Südniedersachsen geht es wirklich schlecht. Auf den entwaldeten Flächen einen klimastabilen Mischwald zu entwickeln, ist eine Herkulesaufgabe, die die Waldbesitzenden unter denkbar schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angehen müssen. Dabei werden wir als Niedersächsisches Forstministerium den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern auch in Zukunft mit geeigneten Förderprogrammen zur Seite stehen.“

Und Fraktionsvorsitzender Andreas Körner ergänzt: „Mittlerweile ist nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Verwaltung und Politik die existenzbedrohende Situation der Waldbesitzer bewusst. Und der Wald ist mehr als nur ein Holzproduzent. Er ist CO2-Speicher, reinigt und sammelt Grundwasser, ist Heimat von vielen Tier- und Pflanzenarten und hat für die Naherholung und den Tourismus eine große Bedeutung. Waldbesitzer und Beschäftigte benötigen jedoch mehr als warme Worte. Gezielte und vereinfachte Förderprogramme sind für uns alle Investitionen in die Zukunft – nachhaltig und gut.“

Beeindruckt waren die Teilnehmer dieses Treffens vom Fachwissen des Staatssekretärs. Ihm ist nicht nur die aktuelle Situation der Wälder bewusst, sondern auch die schwierige Lage der Waldbesitzer, ob Privat-, Genossenschafts- oder Kommunalwald. Dennoch zeigte er sich sehr interessiert an Vorschlägen und Ideen, um die Vor-Handelnden noch besser zu unterstützen.

Auch der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht ergänzte, dass der CDU-Landtagsfraktion die Stärkung der Waldbesitzer wichtig sei. Deshalb sei u.a. auch geplant, die Anlage von Windenergieanlagen im Wald künftig zuzulassen. Damit würde auch ein Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung im Wald erreicht.

Insgesamt war sich die Experten- und Politikerrunde einig, dass nachhaltiger Waldbau eine Generationenaufgabe ist. In Südniedersachsen hat sich das Landschaftsbild erheblich geändert; an vielen Stellen fehlt der Hochwald. Wenn aber alle handelnden Akteure zielgerichtet zusammenarbeiten, wird vielleicht schon in den nächsten Jahren eine neue Waldgeneration heranwachsen.
Vereinbart wurde, vor Ort im Kontakt zu bleiben und den fachlichen Austausch zu pflegen.


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