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Sonntag, 17. Oktober 2021
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Geschrieben von PM am 30. Juli 2021.
Politik

SPD Bad Lauterberg stellt Kandidaten auf und verabschiedet Wahlprogramm

"In 10 Jahren viel erreicht"

Dr. Thomas Gans (Fotos: Nils Gehrke)
Dr. Thomas Gans (Fotos: Nils Gehrke)
Dr. Andreas Philippi bei seinem Grußwort
Dr. Andreas Philippi bei seinem Grußwort
Die Präsentation des Wahlprogramms
Die Präsentation des Wahlprogramms

Die Mitglieder der SPD Bad Lauterberg beschlossen einstimmig das Wahlprogramm und die Listen der Kandidierenden für die Wahlen des Stadtrats, sowie der Ortsräte in Barbis, Bartolfelde und Osterhagen. Unter der Überschrift „Noch mehr erreichen“ wollen die Sozialdemokraten die Erfolge der vergangenen Jahre fortschreiben.

Auf gleich zwei großen Klausurtagungen erarbeitete der Vorstand zusammen mit der Ratsfraktion und denen, die sich um eine Kandidatur bewarben, das Wahlprogramm. Carsten Fiedler, der auch die Klausurtagungen moderierte, führte die Mitglieder noch einmal durch das Wahlprogramm und erläuterte den grundlegenden Aufbau: „Ziel ist gewesen, das bislang schon erreichte darzustellen, aber auch deutlich zu machen, was wir noch erreichen wollen“, erklärte Fiedler den Anwesenden das Programm und stellte sich anschließend den Rückfragen. Doch die Diskussion war kurz und in der anschließenden Abstimmung nahmen die Mitglieder das Programm einstimmig an.

„Wir können wirklich selbstbewusst sein, denn wir haben viel erreicht. Wer hätte das vor 10 Jahren gedacht, als die Stadt quasi vor der Pleite stand?“, erinnerte sich der erste Vorsitzende Uwe Speit und ergänzte: „Ein einstimmig verabschiedetes Wahlprogramm nach so kurzer Diskussion, das gibt es auch nicht oft. Das fasse ich mal als Lob auf an die, die es ausgearbeitet haben.“

Dr. Andreas Philippi: Verbindung schafft Vertrauen

Bundestagskandidat Dr. Andreas Philippi zeigte sich beeindruckt von der Signalwirkung dieser einstimmigen Entscheidung und stellte in seinem Grußwort heraus, dass sich die Sozialdemokraten nicht von schlechten Umfrageergebnissen auf Bundesebene einschüchtern lassen sollten.

„In der vergangenen Legislaturperiode sind rund 70 % der umgesetzten Gesetzesvorhaben auf die SPD zurückzuführen. Wir packen an für die Menschen in diesem Land“, betonte Philippi. Auch für die Region will er da sein, für das Zentrum wie die Peripherie. Er lobte daher ausdrücklich das eingeführte 5 Euro Ticket, das die Mobilität innerhalb des großen Landkreises Göttingen erhöhen soll, „mein Wahlkampf-Motto ist: ‚Verbindung schafft Vertrauen‘ und das gilt ganz besonders auch hier in unserer Region“ erklärt der Kandidat des Bundestagswahlkreises 53, der zu großen Teilen deckungsgleich mit dem Landkreis ist.

„Ich versuche natürlich auch alles immer auf das Thema Gesundheit herunterzubrechen, denn damit verbindet ihr mich, damit kennt man mich“, erklärte Philippi, der nach wie vor als Chirurg tätig ist. „Doch gesund sein heißt für mich nicht nur nicht krank zu sein. Das hat auch die Corona-Krise nochmal deutlich gezeigt. Zum gesunden Leben gehört für mich auch ein sicherer Arbeitsplatz, eine Kinderbetreuungsmöglichkeit, auf die ich mich verlassen kann und eine gesunde Umwelt, die wir ebenso gesund unseren Nachkommen hinterlassen können. Mit dem Zukunftsprogramm der SPD haben wir die richtigen Vorhaben all das anzugehen und mit Olaf Scholz den richtigen Mann, um das umzusetzen. Davon bin ich überzeugt“, gab sich der Humanmediziner kämpferisch.

Genossen beschließen Wahlliste für den Stadtrat einstimmig

Ein Wahlprogramm allein macht jedoch noch keine Politik, es braucht Menschen dahinter, die es vorantreiben und umsetzen. Aber wer bei anstehenden Wahlen welchen Listenplatz bekommt, ist nicht selten eine Quelle des Streits innerhalb einer Partei. „In der Vergangenheit war das nicht immer einfach. Ich kann mich an Aufstellungsversammlungen erinnern, die bis spät in die Nacht gingen oder sogar den Einsatz eines Schlichters erforderten“, erinnerte sich Uwe Speit, „Dieses Mal konnten wir unsere Vorschläge jedoch in kürzester Zeit auf der Klausurtagung zusammenstellen. Alle zogen direkt an einem Strang“, berichtete Speit von der notwendigen Vorarbeit.

So viel Einigkeit im Vorfeld wurde nun auch von den Mitgliedern honoriert, die die den Listenvorschlag für den Stadtrat einstimmig annahmen und die Listen für die Ortsräte ebenfalls einstimmig oder mit großer Mehrheit bestätigten.

Für den Stadtrat kandidieren: Uwe Speit, Petra Schultheis, Ingo Fiedler, Monika Haase, Nils Gehrke, Rainer Jakobi, Dirk Aue, Simon Burger, Manuell Spittmann, Gerhard Oberländer, Erika Engelke, Lutz Baumann, Hans Joachim Frank, Jörg Beckmann und Holger Thiesmeyer.

Für den Ortsrat Barbis treten Uwe Strutzberg, Irene Lamm, Holger Thiesmeyer, Rainer Jakobi und Carsten Fiedler an. Für Bartolfelde möchten Dieter Nießen und Gerhard Oberländer in den Ortsrat und in Osterhagen stellen sich Tamara Morich, Lutz Baumann und Hans Joachim Frank zur Wahl.

Wir sind Sozialdemokraten, im Großen wie im Kleinen

„Jetzt können wir geschlossen und munter in den Wahlkampf starten“, stellte Dr. Thomas Gans, angesichts der getroffenen Beschlüsse zufrieden fest. „Wir sollten uns nicht verstecken, denn wir sind Mitglieder der ältesten Partei Deutschlands. Ohne die SPD gäbe es die Bundesrepublik gar nicht. Zumindest nicht in dieser Form. Das dürfen wir nicht vergessen!“, rief Bürgermeisterkandidat Gans den Genossen in Erinnerung, „Uns gibt es trotz zwei Weltkriegen und trotz der mörderischen Verfolgung durch die Nazis. Wer, wenn nicht wir, steht für sozialdemokratische Werte ein? Für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Solidarität? Dafür machen wir gemeinsam Wahlkampf. Im Großen, wie bei Andreas Philippi, aber eben auch im Kleinen hier bei uns für unseren Stadtrat, unsere Ortsräte und auch für unser Bürgermeisteramt“, zeigte sich Gans entschlossen.

„Als ich vor 10 Jahren gewählt wurde, war die Stadt handlungsunfähig. Natürlich mussten deswegen auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden“, blickte der amtierende Bürgermeister zurück. Dabei könne man stolz darauf sein, was in den vergangenen 10 Jahren gemeinsam erreicht wurde: „Damit wir das fortführen können, müssen wir jetzt zusammenstehen und unser Programm den Menschen vermitteln. Das ist unser Auftrag für die Zukunft unserer Heimatstadt!“, schloss Dr. Thomas Gans seinen emotionalen Apell. Die SPD Bad Lauterberg und ihre Kandidierenden sehen nun einem aufregenden Wahlkampf entgegen.



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