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Dienstag, 07. Juli 2020
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Geschrieben von Boris Janssen am 30. April 2016.
Politik

„Naherholungsgebiet zum Erleben und Spaß haben“

Ratssitzung: Der Bürgermeister hat das Konzept zur Neugestaltung des Kurparks vorgestellt

Das Konzept teilt den Kurpark in neun thematische Bereiche.
Das Konzept teilt den Kurpark in neun thematische Bereiche.

Ein Treffpunkt für Groß und Klein, soll der Kurpark werden, für wirklich alle Bad Lauterberger und Gäste. Ein Naherholungsgebiet nicht nur zum Anschauen, sondern zum Erleben und Spaß haben. So jedenfalls stellt sich die Stadtverwaltung die Zukunft des 20.000 Quadratmeter großen Areals im Herzen der Stadt vor. „Wir hoffen, dass für Jeden etwas dabei ist“, sagte Bürgermeister Dr. Thomas Gans auf der Ratssitzung am Donnerstag (28.04.2016), nachdem er das langerwartete Konzept zur Neugestaltung vorgestellt hatte.

Dieses Konzept ist freilich kein fix und fertiger Plan, eher eine Sammlung von Ideen und Anregungen. Die wiederum habe die Stadt über zwei Jahre hinweg von Einheimischen und Gästen erhalten, so Gans. Die häufigsten Wünsche seien gewesen: ein Abenteuerspielplatz mit Wasserspielen, Bodentrampoline, eine Minigolf-/Adventurgolfanlage, ein Multifunktionsfeld für diverse Ballspiele, Outdoor-Fitness-Geräte für junge, alte und gehandicapte Menschen, Platz für Boule oder Freiluft-Schach, Ruhezonen mit Sonnenliegen, eine Grillhütte mit Bänken, ansprechendere Wasserspiele in den Teichen, eine Freiluft-Eisbahn (am besten ganzjährig) und generell mehr Bänke.

Klar sei jedenfalls, dass sich im Kurpark endlich etwas tun müsse, stellte Thomas Gans fest: „Es ist jahrzehntelang nichts passiert – wir wollen jetzt etwas gegen die Tristesse machen.“ Und deshalb hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Architektur- und Ingenieurbüro Ortsbild den nun vorgestellten Masterplan entworfen.

 

Ein Kurpark mit neun Bereichen

Der Masterplan untergliedert den Kurpark in neun Themenbereiche (siehe Foto).

 

1. Kultur

Rund um die Konzertmuschel sollen weiterhin Feste, kulturelle Veranstaltungen und die Gastronomie im Vordergrund stehen. Hier soll sich gar nicht so viel ändern, es müsse halt mal renoviert werden.

 

2. Schwanenteiche

Die Schwanenteiche sollen mit Wasserspielen und vielleicht neuen Ufermauern attraktiver werden. Die Menschen sollen eingeladen werden, sich auf den Wiesen niederzulassen.

 

3. Gesellschaftsspiele

Zwischen den Teichen und dem Zaun könnte ein Bereich für Gesellschaftsspiele entstehen. Plätze für Boule oder Freiluft-Schach, Tische für Karten- oder Brettspiele sollen das soziale Miteinander fördern.

 

4. Spielplatz

Auf den Wiesen hinter dem ehemaligen Altenheim, direkt am großen Parkeingang von der Sebastian-Kneipp-Promenade, soll ein neuer Spielplatz entstehen, „der diesen Namen auch verdient“, so der Bürgermeister. Der soll für Kinder aller Altersstufen und auch für die ganze Familie attraktiv werden. Wirklich traumhaft wäre es, Bad Lauterberg würde dafür den Traumspielpark gewinnen.

 

5. Fitnessbereich

In Höhe des ehemaligen Bahnhofs sollen Outdoor-Fitnessgeräte für Menschen aller Altersgruppen aufgebaut werden.

 

6. Tennis / Eisbahn

An der bewährten Tennisanlage soll sich nichts ändern. Allerdings wäre hier der richtige Platz, um vielleicht „irgendwann einmal“ eine Ganzjahres-Eisbahn zu ergänzen, erklärte Gans.

 

7. Café / Kiosk

Der oft zitierte Biergarten ist vom Tisch, stattdessen soll das Clubheim des Tennisclubs um einen Kiosk mit Café und Sitzplätzen im Freien erweitert werden. Hier könnte die Ausgabe fürs Minigolf einziehen, auf den Sitzplätzen könnte dem Treiben auf dem Minigolfplatz zugeschaut werden. Außerdem sollen neue öffentliche Toiletten entstehen.

 

8. Minigolf

Auf dem alten Minigolfgelände soll auch die neue LEADER-geförderte Anlage entstehen. Manche fänden die Idee zwar altbacken, aber gerade Minigolf habe ganz oben auf der Wunschliste gestanden, so Gans. Natürlich soll die neue Anlage entsprechend modern werden. Sie könne auch durchaus größer sein, als die alte.

 

9. Liegefläche

Keine Spiele, keine Action – einfach nur chillen. Das letzte Stück rund um den Badepavillon soll weitab vom Trubel bleiben und zum Lesen, Picknicken oder Sonne genießen einladen. Auch wegen des geringeren Baumbestandes sei dieser Teil perfekt dazu geeignet, so Gans.

 

Umsetzung wird viele Jahre dauern

Bis der Kurpark vielleicht tatsächlich eines Tages so aussieht, werden aber noch einige Jahre ins Land ziehen. Es ist ja allein schon dreieinhalb Jahre her, dass der Rat im September 2012 die Verwaltung mit dem Aufstellen des Konzeptes beauftragt hat. Es sei bisher deshalb nicht weiter thematisiert worden, weil ohnehin kein Geld für den Kurpark da gewesen wäre, so der Bürgermeister – immer kam etwas dazwischen, von der Hangsicherung an der Koldung bis zum neuen Feuerwehrfahrzeug.

Nach der Entschuldungshilfe aus dem Zukunftsvertrag geht jetzt endlich wieder etwas – aber auch das nur häppchenweise. Entsprechend erhielt der Masterplan gleich den Zusatz „zur schrittweisen Aufwertung des Kurparks“. Immerhin, die ersten Schritte sollen noch in diesem Jahr gemacht werden, kündigte Thomas Gans an: Wege sanieren, Fitnessgeräte aufstellen (Bereich 5) und neue Bänke anschaffen. Während bei den Fitnessgeräten der Kneippverein Bad Lauterberg mit im Boot sitzt, hofft der Bürgermeister bei den Bänken noch auf weitere Sponsoren.

Schon in der Warteschleife hängt außerdem die Minigolfanlage, die theoretisch jederzeit ausgeschrieben werden könnte, wenn denn nur das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig mit dem Bewilligungsbescheid zur LEADER-Förderung in die Hufe käme.

 

Beim Spielplatz bleibt die Hoffnung, dass Bad Lauterberg die Aktion Traumspielpark von der Stiftung Sparda-Bank Hannover und radio ffn gewinnt, denn die Stadt könnte sich so einen Platz aus eigener Kraft noch ewig nicht leisten. Wenn aber alle fleißig weiter voten, könnte schon im Juli ein großer Abenteuerspielplatz für Spaß im Kurpark sorgen.


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