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Freitag, 03. Juli 2020
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Geschrieben von Karl-Heinz Bleß am 31. August 2017.
Politik

Rudolphi spendiert neues Pflaster in der Hauptstraße

Rat muss am Donnerstag über Vertrag beschließen

So schön gepflastert und möbliert wie hier könnte die Hauptstraße bald bis zur Ritterstraße aussehen.
So schön gepflastert und möbliert wie hier könnte die Hauptstraße bald bis zur Ritterstraße aussehen.

Wenn der Rat der Stadt am Donnerstag (31.8.) dem Vertrag zustimmt, könnten schon am kommenden Montag die Bauarbeiten in der Hauptstraße beginnen. Wie schon vor dem Modehaus Rudolphi, könnte das Pflaster bis zum Postplatz auf der einen Seite und bis zur Ritterstraße (früher Wiedemann) auf der anderen Seite neu werden. Die Stadt hätte dafür nur einen Eigenanteil von 40 000 Euro zu tragen. Den Löwenanteil bezahlt das Modehaus Rudolphi.

WgIR lehnt ab

Als im Bauausschuss am Dienstag der Beschluss beraten wurde, gab es keine einhellige Begeisterung. Fritz Vokuhl von der Wählergruppe im Rat (WgiR) sprach sich gegen einen solchen Vertrag aus. Warum sollte die Stadt 40 000 Euro für eine noch intakte Straße ausgeben, während beispielsweise in der Lutterstraße „nichts gemacht“ wird? „Der Kröger soll machen was er will, aber wir geben ihm kein Geld dafür“, wetterte er. Aber auch Achim Sommerfeld von der WgiR will für die Hauptstraße kein Geld ausgeben. „Die Straße ist doch in Ordnung.“

Neues, einheitliches Pflaster für kleinen Beitrag: "Fatal, wenn wir das nicht machen würden"

Barbara Rien von der SPD gab zu bedenken, dass mit einem relativ geringen Beitrag der Stadt ein einheitliches durchgängiges Straßenbild vom Postplatz bis zur Ritterstraße möglich sei. Ähnlich äußerte sich Anette Harms (SPD): „Es wäre fatal, wenn wir das nicht machen würden. Der Investor tut viel für unsere Stadt. Dabei sollten wir ihn unterstützen.“

Und für die Stadtverwaltung erklärte Michael Schmidt, dass man allgemein damit rechne, dass eine Stadtstraße nach 20 bis 30 Jahren „abgängig“, also verbraucht sei. Nun gebe es die Chance, „mit einem kleinen Beitrag“ für die nächsten 20 bis 25 Jahre keine Kosten für das große Teilstück zu haben. Hätte die Stadt selbst die Pflasterung ausgeschrieben, wäre es sicher 50 000 bis 70 000 Euro teurer geworden als die vom Investor veranschlagte Summe, weil die Stadt ein öffentlicher Auftraggeber sei.

Für die BI vertrat Rainer Eckstein die Ansicht, dass die Hauptstraße „unsere Einnahmequelle“ sei, mit der die Stadt indirekt Geld verdiene. Er werde zustimmen, fordere aber, auch bei anderen Vorhaben ähnlich „großzügig“ zu sein. Ähnlich äußerte sich Dr. Reiner Schenk (Grüne). Wenn die Straße vielleicht auch noch zehn Jahre halten würde, komme die Stadt dann aber mit 150 000 Euro Investitionskosten nicht mehr aus. Das werde viel teurer als jetzt einen Beitrag zu zahlen. Er regte an, bei der Neugestaltung gleich ein paar Fahrradständer und eine E-Ladestation mit vorzusehen, um vorausblickend zu bauen.

Am Ende der Diskussion stellte Michael Schmidt klar, dass das Modehaus im Falle eines geplanten Erweiterungsbaus sehr wohl die Ablösesumme für wegfallende Parkplätze zahlen müsse. „Die Stadt kann gar nicht auf die Ablösesumme verzichten“, sagte er, nachdem Vokuhl dies mehrfach behauptet hatte. Am Ende empfahl der Ausschuss dem Rat mehrheitlich mit 4 : 1 Stimmen bei einer Enthaltung, den Vertrag mit dem Modehaus einzugehen.

Kröger will zudem neue Bänke und Blumenkübel spendieren

Wie Geschäftsführer Gido Kröger in einem Gespräch erläuterte, plant er nicht nur das Straßenpflaster zu erneuern und behindertengerechter verlegen zu lassen, sondern auch die „Möblierung“ der Straße zu modernisieren. So sollen die Bänke durch neue  und die kränkelnden Bäume durch Blumenkübel ersetzt werden. Davon hätten auch die anderen Geschäftsleute in der Hauptstraße einen Vorteil.


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