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Freitag, 03. Juli 2020
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Geschrieben von Boris Janssen am 21. Juni 2013.
Politik

Der Neue und die Unermüdliche

Erst verpflichtet der Bürgermeister Christian Schäfer als neuen Ratsherren, dann ehrt er Gudrun Teyke für 40-jährige Ratsarbeit

Die Geehrte mit Bürgermeister Nummer 7 und ihrem 113. Ratskollegen (von links): Thomas Gans, Gudrun Teyke und Christian Schäfer.
Die Geehrte mit Bürgermeister Nummer 7 und ihrem 113. Ratskollegen (von links): Thomas Gans, Gudrun Teyke und Christian Schäfer.

Für den einen ist es am Donnerstag (20.06.2013) die erste Ratssitzung gewesen, für die andere – tja, irgendetwas Dreistelliges. Nachdem Florian Fohs (CDU) sein Ratsmandat niedergelegt und der Rat diesen „Sitzverlust“ offiziell beschlossen hatte, verpflichtete Bürgermeister Dr. Thomas Gans die Ersatzperson: Christian Schäfer. Er folgt seinem Vorgänger laut Ratsbeschluss auch im Sozial- sowie im Kur- und Touristikausschuss.

Danach hatte der Bürgermeister eine eher seltene Aufgabe: Er konnte Gudrun Teyke (SPD) für 40 Jahre Ratsarbeit ehren. Seit dem 1. November 1972 ist Teyke mit nur einer kurzen Unterbrechung Mitglied des Stadtrates. In den Jahren 2001 bis 2011 war sie Vorsitzende des Rates, seit 2011 ist sie stellvertretende Bürgermeisterin. Außerdem gehört sie seit jeher verschiedenen Ausschüssen an.

Niemand hatte etwas dagegen, dass Gudrun Teyke zu diesem Anlass ein klein wenig die Tagesordnung sprengte: Sie durfte ganz einfach eine Rede einschieben. Teyke erinnerte daran, wie schwer für sie gerade die ersten Jahre im Rat waren. Nicht nur, dass gerade „Krieg“ herrschte, die damals ungeliebte Eingemeindung der Ortsteile. Und nicht nur, dass sie das Nesthäkchen des Gremiums war. Vor allem war sie seit langem die erste Frau im Stadtrat. „Da musste ich die Verwaltung erst einmal dazu erziehen, dass nicht mehr nur zur Ratsherrenversammlung eingeladen wurde“, erzählte Teyke. Als sie sich das erste Mal für den Bauausschuss bewarb, habe man das Lachen wohl noch auf der Straße gehört. Es sei ein harter Kampf für die Gleichstellung gewesen.

Besonders schmerzlich seien für sie als Ratsfrau zwei Dinge. Dass sie vor einigen Jahren das städtische Altersheim habe schließen müssen. Und dass es leider immer noch Bad Lauterberger gebe, die die NPD wählen.

Dagegen freut sich Gudrun Teyke, dass die Zusammenarbeit im jetzigen Rat viel harmonischer geworden sei. Sie wird es beurteilen können. Hat sie doch in 40 Jahren Ratsarbeit sieben Bürgermeister erlebt. Und Christian Schäfer ist ihr Ratskollege Nummer 113.


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