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Dienstag, 25. Juni 2019
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Geschrieben von PM / Boris Janssen am 03. November 2014.
Polizeimeldungen

Marihuana und ein Kunststoffschniedel

Ob sich damit Frauen beeindrucken lassen? Polizistinnen jedenfalls schon einmal nicht. (Foto: Polizei)
Ob sich damit Frauen beeindrucken lassen? Polizistinnen jedenfalls schon einmal nicht. (Foto: Polizei)

In Göttingen hat die Polizei einen Aufmerksamkeit – ähm – erregenden Fund gemacht: Marihuana, diverse Dinge zum Genuss desselben und als besonderes Schmankerl einen Kunststoffpenis zum Vertuschen des Konsums.

Wie die Polizei erst am Montag mitteilte, hatten die Beamten bereits am Freitagabend (31.10.2014) auf dem Parkplatz am Platz der Göttinger Sieben einen mit drei jungen Männern besetzten Renault aus dem Landkreis Northeim routinemäßig kontrolliert. Dabei hatten sie offenbar das richtige Näschen: ihnen schlug ein deutlicher Marihuanageruch entgegen.

Das jugendliche Trio räumte denn auch schnell ein, kurz zuvor von der Droge genascht zu haben. Da schauten die Polizisten doch gleich mal genauer nach: Sie entdeckten unter anderem einen Rucksack, in dem sich diverse Konsumutensilien und auch kleine Marihuana-Reste befanden.

Den tollsten Fund machte aber ausgerechnet eine Beamtin unter einem der vorderen Sitze: einen Kunststoffpenis mit Reservoir, in dem sich vermutlich sogenanntes Fremdurin befand. Doch keine Sorge: „Ein ,neuer Anblick‘ war diese Nachbildung des männlichen Geschlechtsteiles für die drogenkontrollerfahrenen Beamten nicht“, so die Polizei.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der künstliche Schniedel bei einer möglichen Verkehrskontrolle zum Einsatz hätte kommen sollen, um das Ergebnis der berüchtigten Drogen-Schnelltests zu manipulieren – eben durch „Auspinkeln“ des vorher abgefüllten, „Betäubungsmittel unbelasteten“ Urins.

Alle aufgefundenen Gegenstände wurden von der Polizei beschlagnahmt. Den Jüngsten des Trios, gerade einmal 15 Jahre alt, nahmen die Beamten mit zur Wache und übergaben ihn später an seine Erziehungsberechtigten. Die beiden 18 Jahre alten Begleiter wurden nach Feststellung der Personalien vor Ort entlassen.

Die Polizei leitete gegen die Drei Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Die Ermittlungen dauern an.


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