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Mittwoch, 26. Juni 2019
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Geschrieben von PM / Boris Janssen am 18. Mai 2019
Region

Wie häufig Betroffene an gesellschaftliche Grenzen stoßen

„Autismus – Einfach anders 2.0“: Großes Interesse an Fachtag von Autismus Südost-Niedersachsen und Wartbergschule Osterode

Gelingensfaktoren zusammengetragen (v.l.): Andrea Hagemann (Autismus Südost-Niedersachsen), Landesbeauftragte Petra Wontorra, Dirk Pruschke (Schulleiter der Wartbergschule) und Grit Bormann (1. Vorsitzende Autismus Südost-Niedersachsen).
Gelingensfaktoren zusammengetragen (v.l.): Andrea Hagemann (Autismus Südost-Niedersachsen), Landesbeauftragte Petra Wontorra, Dirk Pruschke (Schulleiter der Wartbergschule) und Grit Bormann (1. Vorsitzende Autismus Südost-Niedersachsen).
Viel mitgenommen: Schirmherr Dr. Roy Kühne (MdB) sprach das Schlusswort.
Viel mitgenommen: Schirmherr Dr. Roy Kühne (MdB) sprach das Schlusswort.
Auch der zweite Fachtag Autismus in der Wartbergschule Osterode stieß auf ein großes Publikum...
Auch der zweite Fachtag Autismus in der Wartbergschule Osterode stieß auf ein großes Publikum...
...das interessiert die Podiumsdiskussion verfolgte.
...das interessiert die Podiumsdiskussion verfolgte.

Auch der zweite Fachtag des Vereins Autismus Südost-Niedersachsen hat ein großes Publikum gefunden. Zahlreiche interessierte Menschen waren am Samstag (11.05.2019) in die Osteroder Wartbergschule gekommen, um sich unter dem Titel „Autismus – Einfach anders 2.0“ über und rund um die tiefgreifende Entwicklungsstörung zu informieren und auszutauschen.

Der Verein hatte mit großer Unterstützung der Wartbergschule wieder ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Das Grußwort zur Eröffnung sprach die Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Petra Wontorra. Danach führte Dipl.-Psychologe Reinhard Rudolph mit seinem Vortrag zu „Akzeptanz und Teilhabe“ ins Thema ein, woran sich eine Podiumsdiskussion anschloss, in der Wontorra und Rudolph das Thema mit Marlies Fritscher von der Autismusambulanz Herzberg, Aleksander Knauerhase und Tanja Wedekind weiter beleuchteten. Knauerhase ist Autist, Referent, Blogger und Autor, Wedekind ist Sonderpädagogin und Mutter eines jungen erwachsenen Autisten.

  

Workshops und Infostände

Nach der Mittagspause hatten die Teilnehmenden in zwei Blöcken die Gelegenheit, sich jeweils einen 45-minütigen Workshop auszusuchen und dabei verschiedene Aspekte eingehender zu vertiefen. Dazu gehörten Themenbereiche wie Tiergestützte Pädagogik, Autisten im Berufsleben / als Kollegen oder Hilfen nach der Diagnose (Was kann beantragt werden, und so weiter). Auch das TEACCH-Programm wurde behandelt, was für „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“ steht (auf deutsch: „Behandlung und pädagogische Förderung autistischer und in ähnlicher Weise kommunikationsbehinderter Kinder“).

Abgerundet wurde das Angebot mit ganztägigen Infoständen, an denen sich verschiedene Aussteller wie Lebensbaum, Harz-Weser-Werke, die Autismusambulanz oder Erlebnistage Harz vorstellten oder an denen Bücher sowie Heil- und Hilfsmittel präsentiert wurden.

 

Schirmherr hat viel mitgenommen

„In Podiumsdiskussion und Workshops wurde viel diskutiert und wurden Gelingensfaktoren zusammengetragen“, beschreibt Landesbeauftragte Petra Wontorra den Tag. Und der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne (CDU) hatte sich zwar als Schirmherr der Veranstaltung verspätet, aber dennoch erfahren, „wie häufig Betroffene oder deren Angehörige an gesellschaftliche Grenzen stoßen, bestehend aus Unwissen, Missverständnissen, Ablehnung oder Bürokratismus.“ Er habe selber vieles mitgenommen, sagt Kühne. „Danke an diesen engagierten Verein.“


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