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Dienstag, 17. September 2019
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Geschrieben von Christian Dolle (Kirchenkreis Harzer Land) am 25. Juni 2019
Region

„Wir als Kirchenkreis sind stolz auf unsere Fachstelle“

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention hat ihre neuen Räume vorgestellt

„Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser“: Johanna Dreyerbei ihrem Vortrag.
„Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser“: Johanna Dreyerbei ihrem Vortrag.
Christoph Isermann und Rieke Heitmüller erläuterten die verschiedenen Aufgabenbereiche.
Christoph Isermann und Rieke Heitmüller erläuterten die verschiedenen Aufgabenbereiche.
Superintendent Volkmar Keil begrüßte die Gäste.
Superintendent Volkmar Keil begrüßte die Gäste.
Die neuen Räume kommen gut an.
Die neuen Räume kommen gut an.

„Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“, stellte schon Johann Wolfgang von Goethe fest. Oft sind es allerdings noch viel mehr, behauptete Johanna Dreyer beim Tag der offenen Tür der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention am Freitag (21.06.2019). Es sind nämlich nicht nur zwei, sondern ein ganzes Team, das sich zu bestimmten Fragestellungen in unserem Leben in uns formiert und uns Entscheidungen durch die verschiedenen Stimmen nicht eben leichter macht.

Johanna Dreyer arbeitet beim „Schulz von Thun-Institut“ in Hamburg, das sich mit Kommunikation auseinandersetzt. Ihr Vortrag in Osterode bereicherte die Besichtigung der neuen Räume der Fachstelle um eine inhaltliche Komponente und war nicht nur für die anwesenden Fachleute recht spannend. Zuvor aber begrüßte Superintendent Volkmar Keil die Gäste und dankte allen, die die Fachstelle im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Harzer Land unterstützen und fördern. „Wir als Kirchenkreis sind stolz auf unsere Fachstelle“, betonte er.

 

Ein Loch, dem es auszuweichen gilt

Carsten Schmidt gab einen kurzen Abriss von der Entstehung und Entwicklung der Fachstelle von den 1980er Jahren bis zum Umzug in die neuen Räume heute und Christina Schöngart-Decker beschrieb bildlich, wie Sucht hier als ein Loch gesehen wird, in das es nicht hineinzufallen, sondern dem es auszuweichen gilt. Außerdem erläuterten Rieke Heitmüller und Christoph Isermann in einem Interview die verschiedenen Aufgabenbereiche und machten noch einmal deutlich, dass niemand Angst zu haben braucht, sich mit einem Problem an die Mitarbeiter zu wenden. (Einen Mitschnitt des Interviews mit Rieke Heitmüller und Christoph Isermann gibt es unter diesem externen Link).

Anschließend erläuterte die Referentin dann das von Friedemann Schulz von Thun entwickelte Modell des inneren Teams. Es besagt im Groben, dass sich zu jeder Fragestellung mehrere Stimmen in uns zu Wort melden, beispielsweise zum einen diejenige, die uns sagt, dass wir mal mehr für die körperliche Fitness tun müssten, und zeitgleich jene andere, die uns erinnert, wie gemütlich unser Sofa doch ist. Wer sich dieses inneren Teams bewusst ist, die Stimmen zuordnen und ihnen im besten Fall noch die passenden Antworten geben kann, dem fällt es leichter, sich Ziele zu stecken und diese auch zu erreichen. Wichtig dabei ist, dass alle Teammitglieder gehört und nicht einfach übergangen werden. „Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser“, so eine der Kernaussagen des Vortrags.

 

Neue Adresse – bald auch im Internet

Anschließend wurden die neuen, hellen Räume in der zweiten Etage des ehemaligen Kirchenkreisamtes am Schlossplatz genau unter die Lupe genommen. Moderner, praktischer und auch schicker, lautete das Urteil der meisten Besucher und auch der Mitarbeiter der Fachstelle. Vor allem sitzen jetzt alle auf einer Etage, was der Effektivität zugutekommt, auch wenn die alltägliche Fitness durch das nicht mehr nötige Treppauf-Treppab-Laufen natürlich leide, wie Christoph Isermann augenzwinkernd bemerkte.

Die Fachstelle ist nach wie vor persönlich, telefonisch und im Internet kontaktierbar: Am Schloßplatz 3A, 37520 Osterode, Telefon 05522 / 90 19 69, Mail mail@ suchtberatung-herzberg.de, www.suchtberatung-herzberg.de. Die Adressen der Website beziehungsweise der Mail werden allerdings noch angepasst.


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