Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Mittwoch, 25. November 2020
Login



Geschrieben von PM Landkreis Göttingen am 29. Juni 2020
Region

Digitale Zukunft der Schulen: Schulmedienentwicklungsplan vorgestellt

Schulausschuss berät Konzept zur digitalen Ausstattung von Schulen

b_590_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p15_f12737_lk_gottingen.jpg

Der Landkreis gestaltet die digitale Zukunft seiner Schulen. Der Schulausschuss hat kürzlich den Schulmedienentwicklungsplan beraten. Hinter dem sperrigen Titel steckt ein kompakter Plan, wie der Landkreis die digitale Entwicklung seiner allgemeinbildenden Schulen bis zum Jahr 2024 technisch, organisatorisch und finanziell gestaltet. Der Ausschuss hat dem Entwurf zugestimmt, der Kreistag entscheidet abschließend am 08.07.2020.

„Das ist ein großer Schritt hin zur Digitalisierung des Lernens“, unterstreicht Kreisrat Marcel Riethig die Bedeutung des Schulmedienentwicklungsplans. „Die Schulen wissen nun, welche Mittel ihnen in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen, um digitales Lernen im Unterricht umzusetzen. Mit dem Digitalpakt stehen zusätzlich acht Millionen Euro bereit. Die Schulen können sich bei der Umsetzung auf die pädagogischen Aspekte konzentrieren. Der Landkreis kümmert sich um Technik, Anbindung, Ausstattung, Support und Finanzen“, führt Kreisrat Riethig aus. Er fügt hinzu: „Wir schaffen die Voraussetzungen für ein gutes, zukunftsorientiertes Lernumfeld. Gerade in Zeiten des Shutdowns von Schulen und des Lernens zu Hause ist das unerlässlich.“

Der Entwurf des Schulmedienentwicklungsplans wurde innerhalb von zwei Jahren gemeinsam von Kreisverwaltung und Schulen entwickelt. Er umfasst die IT-Ausstattung, technische Standards, Medienkompetenz, Wartung, Support und Finanzierung. Bei der Kreisverwaltung waren der Fachbereich Bildung, das Kreismedienzentrum, der Fachdienst IT und das Gebäudemanagement beteiligt. Die Schulen waren über eine begleitende Arbeitsgruppe eingebunden und konnten sich bei einem Fachtag einbringen sowie einzelne Bausteine praktisch erproben.

Landkreis und Schulen können nun zügig die Mittel aus dem Digitalpakt abrufen. Der Schulmedienentwicklungsplan bildet dafür den Rahmen und setzt wichtige Standards. Bereits im Vorfeld hatte der Landkreis Endgeräte aus seinem Bestand für homeschooling bereitgestellt und die Ausstattung an den Schulen während der Covid-19-Pandemie verbessert, so dass alle Schulen handlungsfähig beim mobilen Lernen sind.

Bei der Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit mobilen Endgeräten besteht jedoch noch Klärungsbedarf. Trotzdem wird der Landkreis mit diesem Plan handlungsfähig. „Für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern aus finanziellen Gründen keine mobilen Endgeräte wie Tablets oder Laptops anschaffen können, ermöglichen wir Leihgeräte. Bildungschancen dürfen nicht am Geldbeutel der Eltern hängen“, macht Kreisrat Riethig deutlich. Der Landkreis warte nun auf das Land und weitere Klärungen. Beispielsweise sei noch offen, wie die Bundesmittel aus dem Sofortprogramm abgerufen werden können und ob das mobile Endgerät zum Lernmittel seitens des Landes erklärt werde. „Das würde Klarheit schaffen und zu einheitlichen Standards führen“, unterstützt Riethig diesen Ansatz. „Das mobile Endgerät ist das Schulbuch der Zukunft. Hier müssen dieselben Standards der Lernmittelfreiheit gelten“, fordert der Kreisrat.

Einem weiteren Meilenstein hat der Schulausschuss bereits zugestimmt. Die Breitbandanbindung für nahezu alle Schulen soll deutlich und spürbar ausgebaut werden mittels Glasfaseranbindung. Für drei Schulen werden zudem einmalige Mittel für bauliche Maßnahmen zu deren Anbindung bereitgestellt. Baulich angebunden werden müssen an das schnelle Internet noch die OBS Badenhausen, die IGS Bovenden und die Wartbergschule Osterode. Künftig wird der Landkreis jährlich fast 350.000 Euro für den Anschluss seiner Schulen an schnelles Internet ausgeben. Derzeit wendet der Landkreis dafür keine 10.000 Euro auf.

Der Schulmedienentwicklungsplan soll am 17.09.2020 abschließend im Schulausschuss beraten werden. Er gilt für die weiterführenden, allgemeinbildenden Schulen in Trägerschaft des Landkreises Göttingen. Die berufsbildenden Schulen organisieren aufgrund ihrer spezifischen Anforderungen eigenständig ihre digitale Ausstattung.


.................................................................................................................................................

Stellenmarkt

Bild der Woche