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Mittwoch, 30. September 2020
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Geschrieben von PM Landkreis Göttingen am 10. September 2020
Region

Warntag: Probleme bei der geplanten Warnung

Verzögerung bei der zentralen Auslösung durch den Bund

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Die Probewarnung am heutigen Donnerstag hat technische Schwächen bei den Meldewegen auf Bundesebene aufgezeigt. Beim sogenannten Warntag sollten bundesweit um 11:00 Uhr die vorhandenen Warnmittel zeitgleich ausgelöst werden beziehungsweise über die Probewarnung informieren. Das erfolgte nur teilweise. Das wurde im Landkreis Göttingen bei der gemeinsam mit der Stadt Göttingen betriebenen Warn-App KATWARN für Smartphone und Tablet-PC deutlich. Die KATWARN-Meldung wurde verzögert und nicht flächendeckend ausgelöst. Der Hintergrund waren Probleme beim Modularen Warnsystem des Bundes (MoWas); die vom Bund genutzte Warn-App NINA hatte entsprechend mit den gleichen Problemen zu kämpfen.

Die bundesweite MoWaS-Meldung konnte nur verspätet zugestellt werden, teilt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. Grund dafür sei eine nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen über MoWaS gewesen. Das im Vorfeld mit den beteiligten Partnern besprochene Auslösekonzept habe eine reine Auslösung durch den Bund mit MoWaS vorgesehen, wird in einer Pressemitteilung des BBK erläutert. Nachdem die Auslösemechanismen nicht initiiert wurden, hat sich die Kommunale Regionalleitstelle (KRL) in Göttingen zu einer lokalen Auslösung von KATWARN entschlossen, das erklärt die Zeitverzögerung.

Neben KATWARN nutzt der Landkreis grundsätzlich weitere Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung – über die Landkreis-Webseite, die sozialen Netzwerke (Facebook), per Pressemitteilung an die lokalen Medien (sowie Radio und Fernsehen) oder Lautsprecherdurchsagen. Bei der Vorbereitung auf den Warntag wurde darauf verzichtet, diese eingeübten und leicht aktivierbaren Wege zu nutzen, sie waren nicht Teil der Probewarnung. Der Fokus der Kreisverwaltung lag auf dem Test von KATWARN mit der originären Auslösung auf Bundesebene. In einem Ernstfall hätten die genannten alternativen Warnmittel die Warnung der Bevölkerung gesichert. Auch die Information über Radio und Fernsehen erfolgte heute unbeeinträchtigt.

Sirenen, die in einigen Gemeinden des Landkreises noch existieren, sind für eine zentral gesteuerte Warnung nicht geeignet. Diese können nur für eine gezielte Alarmierung, beispielsweise im Brandfall, genutzt und – zum Teil – auch durch die KRL ausgelöst werden; ansonsten liegen die Sirenen in der Zuständigkeit der Gemeinden. Deshalb war eine Warnung über Sirenen seitens des Landkreises technisch nicht möglich und auch nicht geplant.

Der bundesweite Warntag fand auf Beschluss der Innenminimister von Bund und Ländern statt. Die Ziele waren, die technische Infrastruktur für Warnmeldungen zu testen. Die nun erkannten technischen Probleme lieferten wichtige Erkenntnisse für den Ausbau von MoWaS und die notwendige weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern, ist das vorläufige Fazit des BBK. Die Ergebnisse des Warntags würden jetzt aus Kommunen und Ländern zusammengetragen. Sobald mehr Informationen vorliegen, will das BBK informieren.


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