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Dienstag, 01. Dezember 2020
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Geschrieben von PM Stadt Göttingen/ski am 20. November 2020
Region

Zu viele Corona-Fälle: Gesundheitsamt ändert Strategie für Kontaktverfolgung in Schulen und Kitas

Kitas und Schulen müssen Kontaktpersonen selbst ermitteln

Foto: Alicja / pixabay
Foto: Alicja  / pixabay

Das Göttinger Gesundheitsamt kann angesichts der hohen Fallzahlen seine bisherige Kontaktverfolgung nicht mehr aufrechterhalten. Aufgrund des hohen Fallaufkommens von positiven Corona-Fällen ändert das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen seine Strategie der Kontaktnachverfolgung in betroffenen Kitas und Schulen. Nach wie vor sei es oberstes Ziel, Infektionsketten zu unterbrechen. Dabei ist beabsichtigt, die Schulen und Kitas stärker in die Verantwortung für die Kontaktermittlung einzubeziehen, so das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung.
Dieser Strategiewechsel sei notwendig, da das Gesundheitsamt angesichts der hohen Fallzahlen, die breit im Gebiet der Stadt bzw. des Landkreises verstreut sind, nicht mehr rechtzeitig alle Kontaktpersonen der positiven Fälle ermitteln und kontaktieren kann. Ab Montag, 23. November 2020, nimmt das Gesundheitsamt weiterhin zu jeder infizierten Person Kontakt auf, benötigt aber die Unterstützung der Kita- bzw. Schulleitungen bei der Ermittlung und Information von Kontaktpersonen.

 Zukünftig gestaltet sich der Ablauf nach Meldung eines positiven Falls an einer Schule bzw. Kita wie folgt: Das Gesundheitsamt versucht, unverzüglich Kontakt zu der infizierten Person bzw. deren Erziehungsberechtigten aufzunehmen. Falls eine Schule oder Kita betroffen ist, informiert das Gesundheitsamt schnellstmöglich die jeweilige Leitung. Die Schule bzw. Kita erhält per E-Mail Informationsmaterial zur weiteren Vorgehensweise.
     
Das Gesundheitsamt und die Schule bzw. Kita besprechen den konkreten Fall im Einzelnen: Der Zeitraum, in dem die infizierte Person weitere Menschen anstecken kann, wird ermittelt. Es wird geklärt, ob die infizierte Person im infektiösen Zeitraum in der Schule bzw. Kita anwesend war. Aus den ermittelten Informationen wird der Quarantänezeitraum für die Kontaktpersonen der Kategorie 1 (KP 1) festgelegt. Die Schulleitung wird beraten und darum gebeten, die Kontaktpersonen nach den Kategorien 1 und 2 (z.B. Sitznachbarn*innen, Klasse, Kohorte, Arbeitsgruppe, Sportgruppe, Mitarbeitende der Schule und ggf. weitere Personen) zu benennen und zu kategorisieren. Dies geschieht anhand einer zur Verfügung gestellten Anleitung. Kita-Leitungen werden ebenfalls beraten und darum gebeten, die KP 1 und 2 zu benennen. Außerdem informiert die jeweilige Leitung darüber, dass das Gesundheitsamt den KP 1 eine Quarantäneanordnung erteilen wird. Die Schulleitung soll alle KP 1 ins Distanzlernen bzw. Mitarbeitende nach Hause schicken. In Kitas werden ebenfalls alle KP 1 nach Hause geschickt.
Die jeweilige Leitung wird außerdem gebeten, dem Gesundheitsamt die KP1 in eine Liste einzutragen und diese Liste dem Gesundheitsamt zu übersenden. Anhand der Liste können dann zeitnah die Quarantäne-Anordnungen erstellt werden.

Alle Betroffenen können so schnellstmöglich über den Sachstand informiert werden, so das Gesundheitsamt. Bei Fragen steht das Bürgertelefon zur Verfügung. Wer getestet werden will, könne dies über das Testzentrum oder über die/den Hausärztin/Hausarzt durchführen lassen. Bislang, so das Gesundheitsamt, haben Reihentestungen auf SARS-CoV-2 in Schulen allerdings ergeben, dass die Tests nahezu ausschließlich negative Testergebnisse geliefert haben. Das zeige, dass die Hygienekonzepte an Schulen greifen. Reihentests sollen zukünftig daher nur noch in besonderen Fällen durchgeführt werden. In Kitas hängt ein Reihentest unter anderem davon ab, ob die Kita offene oder geschlossene Gruppen hat.

 


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