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Freitag, 03. Dezember 2021
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Geschrieben von Peter Bischof am 02. September 2021
Region

Bedeutung weit über Herzberg hinaus

SPD-Bundestagskandidat Andreas Philippi informierte sich im Schloss

Andreas Philippi (links) ließ sich von Peter Bischof, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Herzberg, über den Stand der Bauarbeiten im Schloss informieren. Foto: Hanka Callsen
Andreas Philippi (links) ließ sich von Peter Bischof, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Herzberg, über den Stand der Bauarbeiten im Schloss informieren. Foto: Hanka Callsen
Im Marstallflügel wurden an der Seite des inneren Tores ein Aufzug, ein Treppenhaus und eine moderne Toilettenanlage eingebaut. Foto: Hanka Callsen
Im Marstallflügel wurden an der Seite des inneren Tores ein Aufzug, ein Treppenhaus und eine moderne Toilettenanlage eingebaut. Foto: Hanka Callsen
Ende dieses Jahres kann voraussichtlich die Schutzverkleidung des Schlossturms abgenommen werden. Foto: Hanka Callsen
Ende dieses Jahres kann voraussichtlich die Schutzverkleidung des Schlossturms abgenommen werden. Foto: Hanka Callsen
Die Holzfiguren, Schnitzereien und Verzierungen am Schlossturms wurden aufwändig restauriert. Foto: Peter Bischof
Die Holzfiguren,  Schnitzereien und Verzierungen am Schlossturms wurden aufwändig restauriert. Foto: Peter Bischof
Zur Rettung von Personen und zur Wartung der Außenfassade ist ein Weg rund um das Schlossgebäude entstanden. Foto: Peter Bischof
Zur Rettung von Personen und zur Wartung der Außenfassade ist ein Weg rund um das Schlossgebäude entstanden. Foto: Peter Bischof

Er sagt, dass es sein Lieblingsplatz in Herzberg ist. Hier hat er die Hochzeit seiner Tochter gefeiert, seine Frau einen runden Geburtstag. Das Welfenschloss in Herzberg liegt Andreas Philippi, SPD-Kandidat für den Bundestag im Wahlkreis 53, besonders am Herzen.

Deshalb freut er sich, dass der Bund vor kurzem weitere sieben Millionen Euro für die Sanierung des Schlosses bereitgestellt hat. Auch auf Initiative von Andreas Philippi hatten sich der inzwischen verstorbene SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann und der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler gemeinsam in Berlin dafür eingesetzt, dass der Bund im Jahr 2018 bereits sieben Millionen Euro für das Schloss Herzberg freigegeben hatte.

Uhrenturm und Marstallflügel

„Das Schloss Herzberg ist ein wunderbares Beispiel für die Zusammenarbeit von Kommunalpolitik  mit der Landes- und Bundespolitik“, so Andreas Philippi jetzt bei einer Besichtigung im Schloss. Von Peter Bischof, dem Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Herzberg, ließ er sich über den Stand der Bauarbeiten und die Erweiterungspläne für das Museum informieren.
Der Bundestagskandidat erinnerte dabei daran, dass die Rot-Grüne-Landesregierung Niedersachsen nach dem Besuch von Ministerpräsident Stefan Weil im Schloss im Jahr 2016 in einem Doppelhaushalt 2017/2018 insgesamt 7,5 Millionen Euro für die Sanierung bereitstellte.

Der Uhrenturm und der Marstallflügel hätten auf der Dringllichkeitsliste für die Erhaltung ganz oben gestanden, so Peter Bischof. Das Marstallgebäude sei komplett entkernt worden, alle Außen- und Innenwände und das Dachtragwerk inzwischen auch in Absprache mit dem Denkmalschutz saniert.

Bald steht ein Umzug an

Die Schwierigkeit im Marstallflügel war, dass die alten Trägerbalken keinen festen Anschluss an die Seitenwände hatten, sie lagen nur noch auf. Inzwischen sind Stahlträger eingezogen worden, um den nötigen Halt zu geben. Auch die neu gegossene Bodenplatte wurde mit 12-Meter-langen Bohrpfählen stabilisiert.

Im ehemaligen Theaterraum des Marstallflügels werden großzügige Büroräume entstehen, die mit Glaswänden aufgewertet werden. Die Rohbauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen, wenn der Innenausbau fertig ist, werden die Mitarbeiter des Amtsgerichtes, die jetzt noch im Grauen Flügel des Schlosses arbeiten, in den Marstallflügel umziehen. An der Seite des inneren Tores wurden ein Aufzug, ein Treppenhaus und eine moderne Toilettenanlage eingebaut.

Nach dem Umzug der Mitarbeiter wird der Graue Flügel saniert, als Letztes ist dann die Sanierung des Sieberflügels geplant. Hier verhandeln die Richter und Richterinnen des Amtsgerichtes ihre Fälle bereits seit fast zwei Jahrzehnten unter massiven Stützbalken.

Stadt erweitert das Museum

Am Uhrenturm wurde das Fachwerk saniert und die an den Holzfiguren,  Schnitzereien und Verzierungen massiv vorhandenen Schäden restauriert. Ende des Jahres kann voraussichtlich die Schutzverkleidung des Turms abgenommen werden.

Im Stammhausflügel hat die Stadt Herzberg vier weitere Räume auf der Museumsetage mit der Forst- und Jagdausstellung angemietet. Denkbar wären in diesen Räumen ein „Welfenzimmer“ und eine Ausstellung zur „Baugeschichte“ mit einem Schlossmodell, Bauzeichnungen und Figur-Exponaten vom Schlossturm.

„Durch die Sanierung kann das Schloss Herzberg langfristig als größter Fachwerkbau in Niedersachsen erhalten werden“, freut sich Andreas Philippi. „Denn das Schloss hat seine Bedeutung weit über Herzberg hinaus.“

Lob für alle Beteiligten

Wichtig sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten, Andreas Philippi nennt in diesem Zusammenhang die Verantwortlichen des Amtsgerichtes, Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters und vor allem die Mitarbeiter des Staatlichen Baumanagements, die federführend die Sanierung des Welfenschlosses begleiten. Wichtig sei auch, dass viele Aufträge für die Arbeiten in der Region Harz vergeben würden.

Schön sei zudem, dass durch die neu installierten Notausgänge wieder größere Kulturveranstaltungen zum Beispiel im Schlosshof möglich seien. Auch die Brandschutzmaßnahmen wurden neu ausgelegt, so bekam die Feuerwehr Herzberg ein modernes Drehleiterfahrzeug, mit dem der Schlossinnenhof befahrbar ist. „Da waren sich alle Fraktionen im Stadtrat einig. Hier zeigt sich wieder, dass die Kommunalpolitik das Fundament der Demokratie ist“, so Andreas Philippi abschließend.


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