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Sonntag, 17. Oktober 2021
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Geschrieben von Stiftung Welterbe im Harz am 16. September 2021
Region

Erkenntnisse zur Wasserkraft barrierearm gewinnen

Vierter Welterbe-Erkenntnisweg eröffnet

Der neue Erkenntnisweg ist barriefrei zu erkunden (Foto: Stiftung Welterbe im Harz)
Der neue Erkenntnisweg ist barriefrei zu erkunden (Foto: Stiftung Welterbe im Harz)

Am vergangenen Sonntag (Tag des offenen Denkmals / 12. September 2021) hat die Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz einen neuen Welterbe-Erkenntnisweg in und bei Sankt Andreasberg offiziell eröffnet. Mit Stationen entlang von Rehberger Graben, Hilfe-Gottes-Teich, Oderteich und Grube Samson vermittelt der neue Weg „Wasserkraft – Früher und Heute“ exemplarisch die Bedeutung der Oberharzer Wasserswirtschaft für die ehemalige Bergbauregion. Hierfür stehen Audioguides in deutscher, englischer und leichter Sprache zur Verfügung.

Zur Eröffnung an der St.-Andreas-Kirche hob Gerhard Lenz, Direktor der Stiftung UNESCO-Welterbe im Harz, insbesondere den barrierearme Rundweg um den Hilfe-Gottes-Teich hervor, der entlang interaktvier Erlebnisstationen führt: „Um möglichst vielen Menschen das Welterbe erlebbar zu machen, haben wir unter Beteiligung zahlreicher Institutionen einen Weg geschaffen, der rollstuhlgerecht und in leichter Sprache erlebbar ist. Auf diese Weise realisieren wir das von der UNESCO formulierten Ziel ‚Bildung für alle‘“.

Neben dem Rundweg ist ein weiterer Abschnitt auf dem Welterbe-Erkenntnisweg barrierearm gestaltet. Er startet wenige Kilometer entfernt von Sankt Andreasberg im Gebiet des Nationalparks am Einfluss des Sonnenberger Grabens und führt entlang des Rehberger Grabens Richtung Rehberger Grabenhaus, wo der Audioguide die wasserwirtschaftlichen Anlagen wie etwa den Sonnenberger Graben erläutert. Wer Lust auf eine längere Wanderung hat und ca. 10 Kilometer zu Fuß bewältigen kann, lässt sich per Audioguide vom Hilfe-Gottes-Teich zum Rehberger Graben bis hin zum Oderteich führen und gewinnt dabei laufend weitere Erkenntnisse über das Wasserwirtschaftssystem um Sankt Andreasberg.

Neben der Barrierearmut wurde auch das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit bei der Einrichtung des Welterbe-Erkenntniswegs berücksichtigt. So wurden keine neuen Wege angelegt, sondern auf bestehende Strukturen zurückgegriffen und Asphaltdecken erneuert bzw. eine wassergebundene Wegedecke auf ausgewaschene Wegebereiche eingebracht. Ganz in diesem Sinne ist auf dem Erkenntnisweg, der in Teilen durch den Nationalpark Harz und den UNESCO Global Geopark führt, auf die jeweils geltenden Verhaltensregeln zu achten.

Der Welterbe-Erkenntnisweg ist eine EU-geförderte Maßnahme und Teil des Projektpakets „KREATIV“ (Kultur/KMU Regionale Entwicklung durch Attraktivierung, Touristische Infrastruktur und Vernetzung im UNESCO-Weltkulturerbe »Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft«).

Der neue Weg ergänzt die bislang vorhandenen drei Welterbe-Erkenntniswege in Zellerfeld („Ideen und Innovationen“), rund um das Polsterberger Hubhaus („Pumpen und Speichern“) und am Ottiliae-Schacht („Spurensuche im Großen Clausthal“). Weitere Informationen zu diesen Wegen gibt es hier: https://www.welterbeimharz.de/unterwegs-im-welterbe/welterbe-erkenntniswege


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