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Mittwoch, 26. Juni 2019
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Geschrieben von Christian Dolle am 16. Dezember 2018
Region

„Die Vergangenheit nutzen, um Zukunft zu gestalten“

Stiftung Welterbe im Harz ist neuer Träger des Zisterziensermuseums Kloster Walkenried

Gerhard Lenz, Marcel Riethig, Tobias Henkel (vorne), Klaus Liebing, Christel Wemheuer (hinten)
Gerhard Lenz, Marcel Riethig, Tobias Henkel (vorne), Klaus Liebing, Christel Wemheuer (hinten)


Vermutlich wird es kaum jemand bemerken. Soll im Grunde auch niemand. Doch die Trägerschaft des Zisterziensermuseums Kloster Walkenried geht zum kommenden Jahr vom Landkreis Göttingen auf die Stiftung Welterbe im Harz über. Die Verträge dazu wurden gestern von Kreisrat Marcel Riethig, Gerhard Lenz, Direktor der Welterbe-Stiftung, und Tobias Henkel, Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz unterzeichnet.
„Ein kleiner Schritt in der langen Geschichte des Klosters, doch für die Beteiligten ein sehr großer“, urteilte Riethig. Immerhin gehe es hier darum, dass alle Institutionen auch über kommunale Grenzen hinaus zusammenarbeiten, was leider immer noch nicht überall selbstverständlich ist. Ziel der neuen Trägerschaft ist es, dass das Welterbe im Harz und damit die gesamte Region einheitlich und damit besser vermarktet werden kann.
Der Bildungsauftrag der UNESCO könne nur gemeinsam erfüllt werden, stellte Gerhard Lenz heraus, unter anderem durch gemeinsame Ausstellungen und das vernetzte Info-Zentrum in Walkenried, Goslar und Clausthal-Zellerfeld, das für eine gemeinsame Vermarktung enorm wichtig ist.
Man müsse ab und zu mal beten, damit alles auf den richtigen Weg kommt, deutete Tobias Henkel die Schwierigkeiten für einen solchen Prozess an, doch jetzt seien Grenzen überschritten worden, die Touristen sowieso nicht wahrnehmen. Das Zisterziensermuseum spiele für ihn in der „Champions-League der Museen“ und nun könne man „die Vergangenheit nutzen, um Zukunft zu gestalten“.
Besonders freute sich auch Klaus Liebing über diesen Schritt, den er noch im früheren Landkreis Osterode mit vorbereitet hatte und der nun in die richtige Richtung führt. Das unterstrich auch Christel Wemheuer für den Landkreis Göttingen und freute sich, dass der Harz sich touristisch erfreulich entwickle und Walkenried einer der Hotspots ist.
Mit der Vertragsunterzeichnung wird also hinter den Kulissen ein langer Arbeitsprozess abgeschlossen, während nach außen hin vor allem die Wahrnehmbarkeit des Welterbes Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft, zu der auch das Kloster Walkenried gehört, gesteigert wird. Denn immerhin geht es hier vor allem um die Besucher und denen ist nicht die Trägerschaft wichtig, sondern dass sie bei ihrem Urlaub im Harz auf das Angebot aufmerksam gemacht werden und im günstigsten Fall sogar noch den Weg dorthin finden.

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