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Sonntag, 26. Mai 2019
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Geschrieben von Rainer Behrens am 28. Januar 2019
Sport

Unter den Top Ten in Deutschland

Große Anerkennung für Internationales Sparkassenmeeting 2018 – Nächste Ausgabe am 29. Mai 2019 im Osteroder Jahnstadion

Hoffnungsvolles und vielseitiges Lauftalent: Lisa Oed bei einem Crosslauf…
Hoffnungsvolles und vielseitiges Lauftalent: Lisa Oed bei einem Crosslauf…
…und (rechts) beim Osteroder Sparkassenmeeting 2018 über die Hindernisse. (Fotos: Sascha Arndt)
…und (rechts) beim Osteroder Sparkassenmeeting 2018 über die Hindernisse. (Fotos: Sascha Arndt)

Toller Erfolg für die Organisatoren des Internationalen Leichtathletikmeetings in Osterode:  Das Sparkassenmeeting 2018 erreichte mit Platz 9 eine Top-Ten-Platzierung in Deutschland und wurde auf einen starken 178. Platz im Ranking aller Veranstaltungen des Welt-Leichtathletikverbandes IAAF (International Association of Athletics Federations) 2018 gelistet. Eine Anerkennung, die sicherlich auch alle Sponsoren freuen dürfte, ist es doch eine qualitative Auszeichnung zugleich für ihre Unterstützung, seit Jahren Spitzensport im Harzvorland zu etablieren.

Beste deutsche Veranstaltung war übrigens auf dem 19. Platz das ISTAF in Berlin (50.000 Zuschauer!), einbezogen in die Wertung wurden über 900 Internationale Leichtathletikmeetings weltweit! Zum Vergleich: 2017 belegte das Meeting im Jahnstadion den 316. Platz und war damit auf Platz 13 im nationalen Ranking.

 

Meeting 2019 wieder mit Hindernisrennen

Längst haben für Organisator Rainer Behrens die Vorbereitungen für das Internationale Sparkassenmeeting am 29. Mai 2019 begonnen. Zahlreiche Gespräche wurden bereits mit den Bundestrainern, Top-Aktiven und Vereinen seit den Europameisterschaften im August in Berlin geführt. Es ist wie immer eine große Herausforderung, die Spitzenklasse für einen Start in Osterode zu gewinnen. Nicht nur, dass die nationale Konkurrenz an Veranstaltern groß ist, sondern auch, dass die Weltmeisterschaften als Saisonhöhepunkt erst Ende September in Doha (Katar) stattfinden. Viele Athletinnen und Athleten werden daher erst relativ spät in die Freiluft-Saison einsteigen.

Noch stehen nicht alle Disziplinen fest, auf die sich die Zuschauer Ende Mai freuen dürfen. Klar ist aber schon, dass es wieder Hindernisrennen geben wird, hat sich doch Bundestrainer Enrico Asmus (Erfurt) für das erste DLV-Nominierungsrennen der Saison in Osterode ausgesprochen. Mit gutem Grund: Auf der schnellen Bahn im Jahnstadion erfüllten 2018 zahlreiche Läuferinnen und Läufer die Normzeiten in ihren Altersklassen für die internationalen Großereignisse des vergangenen Jahres. Der Wassergraben wird sicherlich wieder von zahlreichen Zuschauern gesäumt, kann doch gerade hier eindrucksvoll die Hindernis-Technik verfolgt werden.

 

Löst Lisa Oed in Osterode die Eintrittskarte zur U23-EM?

Mit Lisa Oed vom SSC Hanau-Rodenbach wird eines der hoffnungsvollsten Lauftalente Deutschlands am Start sein. Sie mischte in der Altersklasse U20 die Laufszene seit 2017 tüchtig auf und eilte von Erfolg zu Erfolg. Acht deutsche Meistertitel hat sie schon vorzuweisen, beeindruckend war dabei ihre Bandbreite der Laufstrecken. Auf die Frage, welcher Erfolg am Wertvollsten und welcher emotional der Schönste war, antwortete sie: Jede Einzel-Medaille war Klasse, besonders die erste internationale Gold-Medaille bei den U20-Europameisterschaften im Berglauf 2017, die total unerwartet war. Auch die erste Medaille in einem großen Stadion war Klasse – Hindernis-Gold bei der U20-EM, dekoriert mit der Deutschlandflagge, ist einfach ein unvergesslicher Eindruck. 2018 bei den Weltmeisterschaften der U20 als beste Europäerin über 3.000-Meter-Hindernis unter zehn Minuten zu bleiben, war ebenfalls cool. Als zweite Nicht-Afrikanerin wurde Lisa Oed hier starke Achte in einem Weltklassefeld. Und da ist natürlich noch die erste WM-Einzel-Medaille: Silber bei den Weltmeisterschaften 2018 im Berglauf in Andorra – sehr emotional, da zum ersten Mal ihre Eltern dabei sein konnten.

Die 1999 geborene Nachwuchsläuferin gehört dem DLV-Perspektivkader an. Ziel ist, durch eine kontinuierliche Förderung möglichst einen Start bei den Olympischen Spielen zu erzielen. Olympia 2020 kommt laut Lisa Oed noch zu früh, aber 2024 wäre ein Start schon toll. Nach drei Semestern Biochemie (unter anderem in den USA) studiert sie nun Medizin in Frankfurt/Main – nach eigener Aussage schon anspruchsvoll, aber mir Disziplin und Zeitmanagement machbar. „Man darf nicht trödeln, aber man kann ohnehin nicht pausenlos lernen.“ Pausen nutze sie zum Laufen, ein sehr guter Ausgleich! Volle Unterstützung habe sie dabei nicht nur von ihrer Familie, insbesondere ihr langjähriger Trainer Sascha Arndt habe sie behutsam aufgebaut und steuere erfolgreich ihr Training. Die Hallensaison lässt sie aus, in den Semesterferien im April geht es für drei Wochen ins Höhentrainingslager nach Flagstaff (USA).

Sportliches Vorbild ist übrigens Konstanze Klosterhalfen, die Senkrechtstarterin ist inzwischen schnellste 5.000-Meter-Läuferin Deutschlands und startete 2016 im Jahnstadion. Gefragt nach ihrem Saisonziel sagt Lisa Oed: Sie möchte Deutschlands Farben 2019 bei den U23-Europameisterschaften in Gävle (Schweden) über 3.000-Meter-Hindernis vertreten. Die Eintrittskarte könnte sie dabei im Jahnstadion erlaufen, wenn sie die Normzeit von 10:10 Minuten unterbietet. Vielleicht geht es ja auch noch schneller, steht der Stadionrekord doch bei 10:03,28 Minuten, gehalten von Thurid Gers (SSC Berlin).


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