Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Samstag, 19. Oktober 2019
Login



Geschrieben von ski am 10. März 2019
Vereine und Verbände

Wolfsmeldungen und Tierfunde per App

Aus der Hegeringversammlung III Bad Lauterberg

Arbeitseinsatz auf dem Schießstand Aschenhütte
Arbeitseinsatz auf dem Schießstand Aschenhütte
Jedes Jahr im Februar....
Jedes Jahr im Februar....
...erfolgt der Frühjahrsputz am Schießstand
...erfolgt der Frühjahrsputz am Schießstand
b_300_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p18_f9930_Arbeitseinsatz_auf_dem_Schiestand_Aschenhtte_4.jpg b_300_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p18_f9930_Arbeitseinsatz_auf_dem_Schiestand_Aschenhtte5.jpg b_300_0_16777215_00_images_stories_com_form2content_p18_f9930_Arbeitseinsatz_auf_dem_Schiestand_Aschenhtte6.jpg
Klaus Hilpert, Hundeobfrau Iris Wohlfahrt, Peter Maas, Hegeringleiter Olaf Koch, Dieter Bothe (v.li.)
Klaus Hilpert, Hundeobfrau Iris Wohlfahrt, Peter Maas, Hegeringleiter Olaf Koch, Dieter Bothe (v.li.)

Hegeringleiter Olaf Koch konnte sich über eine zügige und harmonische Hegeringversammlung am 22.03.19 freuen. Zu den Themen, die die Jäger derzeit beschäftigen, gehört vor allem die Überwachung der Wildschweine, um ein mögliches Auftreten der Afrikanische Schweinepest schnell zu entdecken. Bei auffälligem Wild und Fallwild (totes Wild, das nicht jagdlich erlegt wurde) werden daher Proben entnommen und untersucht. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Für den Menschen ist sie ungefährlich. In Europa ist sie jedoch auf dem Vormarsch und kann bei einem Auftreten großen Schaden für Schweinezüchter verursachen. Neben der korrekten Probenentnahme sprach der Hegeringleiter auch die Wildtiererfassungsbögen an, deren Rückgabe er einmal mehr anmahnte.

Dr. Karl Schumann, der Vorsitzende der Jägerschaft Osterode, bat um aktive Teilnahme beim Wolfsmonitoring. „Wölfe wurden im Ostharz schon sicher gesichtet“, so Schumann, „ich gehe davon aus,d ass es bald auch hier zu Sichtungen kommt“. Vermutlich gebe es derzeit 22 Rudel, ein Wolfspaar und einen Einzelwolf. Sichtungen können nun per Smartphone mit der App „Wolfsmeldungen“ gemeldet werden.

Eine weitere nützliche App ist das „Tierfundkataster“, bei dem Fallwild sofort gemeldet werden kann – gerade auch im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest. Der Vorteil bei der Meldung per App: man kann sofort ein Foto und die genauen Koordinaten mitmelden.

Blühstreifen für Rebhühner

Die Initiative „ Lebensraumverbund Feldflur Niedersachsen“ ist ein landesweites Projekt mit dem Ziel der Verbesserung des Lebensraums für Niederwild und des Prädatorenmanagements. Die Bestände an Niederwild (Hase, Rebhuhn, Fasan…) sind stark bestandsgefährdet. Ein großes Problem für das Niederwild ist beispielsweise, dass es an Insekten als Nahrungsangebot für die Küken mangelt. Ein Projekt aus der Initiative wurde in Schwiegershausen umgesetzt: dort wurden Blühstreifen  mit einer speziellen Saatgutmischung versehen, die besonders den Rebhühnern zugute kommen. So soll der Rebhuhnbestand gesichert und hoffentlich auch erhöht werden. An diesem Projekt aus Schwiegershausen könne man sich auch hier ein Beispiel nehmen, so Schumann.

Die Wildtiererfassung und die Jagderfassung sollen künftig online möglich sein. Bei der Wildtiererfassung seien die niedersächsischen Jäger/innen führend – durch die lange Zeitreihe, die hohe Beteiligungsrate und die umfangreiche Artenkartierung sei hier ein großer, europaweit einmaliger Datenschatz entstanden. Schumann rief dazu auf, die Wildtiererfassung gewissenhaft weiterzuführen.

Projekt Fellwechsel

Für die Verwertung von Bälgen von Füchsen, Mardern, Nutria  und Co. gibt es das Projekt „Fellwechsel“. Dieses Pilotprojekt des Deutschen Jagdverbands will die Nutzung von Bälgern aus der Jagd invasiver Arten aktiv fördern. Die Felle werden von Kürschnern verarbeitet und erhalten ein Gütesiegel, dass sie kennzeichnet als Pelz aus nachhaltiger, heimischer Jagd. In Schwiegershausen befindet sich eine Sammelstelle; bei anhaltendem Erfolg kann über eine weitere Sammelstelle nachgedacht werden.

Der stellvertretende Kreisjägermeister Claus-Wilhelm Deig berichtete von der Tagung der Kreisjägermeister, dass der Schießnachweis, der derzeit in den Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt wird, künftig einheitlich geregelt werden soll. Eine Änderung des Waffenrechts sei dahingehend geplant, dass künftig jede Waffe eine eigene Waffenbesitzkarte erhalten werde. Ziel sei die lückenlose Nachverfolgbarkeit.

Politisch angestrebt werde auch eine einheitliche Jägerprüfung für alle Bundesländer, um einen Prüfungstourismus zu vermeiden.

Von der Hegeringleiterversammlung in Goslar berichtete Karl-Heinz Seyferth, dass dort weiterhin die Novellierung des niedersächsischen Jagdgesetzes Thema war, wo keine Überraschungen erwartet werden. In künftigen Prüfungen wird Wildbrethygiene zum Sperrfach.

Mit einem Präsentkorb bedankte sich Hundeobfrau Iris Wohlfahrt bei Peter Maas, Dieter Bothe, Klaus Hilpert und J. Zietz dafür, dass sie ihre Reviere zur Jagdhundeausbildung zur Verfügung gestellt haben.

 Bild eins: Klaus Becker, Bilder 2-6: Hegering Bad Lauterberg


mt_ignore

.................................................................................................................................................

Bild der Woche