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Sonntag, 20. Oktober 2019
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Geschrieben von PM KISS Osterode am 26. August 2019
Vereine und Verbände

Gründung einer Stotterer-Selbsthilfegruppe

Erstes Treffen am 5. September 2019 um 16.30 Uhr in Osterode

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Stottern tritt in allen Kulturen auf – es wird geschätzt, dass ein Prozent der Erwachsenen stottert. Das sind in Deutschland etwa 800.000 Menschen. Stottern ist eine organisch bedingte Sprechbehinderung und hat nichts mit Dummheit, neurotischem Verhalten oder falscher Erziehung zu tun. Es gibt auch keine Medikamente dagegen. Betroffene wollen etwas sagen, wissen auch ganz genau was, können es aber nicht störungsfrei herausbringen. Deshalb vermeiden viele stotternde Menschen Wörter oder Situationen, bei denen sie fürchten, stottern zu müssen. Alltägliche Situationen können für sie eine große Belastung darstellen.

Die Angst vor dem Stottern und der Wunsch, es zu vermeiden, kann das gesamte Leben beherrschen. Es kann passieren, dass Ausbildung, Beruf, Freunde und Freizeitaktivitäten nicht nach den tatsächlichen Wünschen ausgewählt werden, sondern danach, wenig sprechen zu müssen. Dazu kommen oft negative Reaktionen von Mitmenschen wie Spott und Ablehnung, aber auch Mitleid oder Verlegenheit, die beitragen können, dass sich die stotternde Person zurückzieht.

Prominente Stotterer wie der Graf (Sänger von Unheilig), Ed Sheeran, Rowan Atkinson („Mr. Bean“) oder Bruce Willis lenken die Aufmerksamkeit auf das Thema, indem sie in der Öffentlichkeit über ihre Erfahrungen mit dem Stottern berichten. Das ändert in dem Moment aber nichts an der eigenen Situation von stotternden Menschen. Aus diesem Grund soll in Osterode eine Stotterer-Selbsthilfegruppe gegründet werden.

 

Hier treffen sich Menschen, die für sich etwas verändern möchten

In dieser Selbsthilfegruppe treffen sich stotternde Menschen, die für sich etwas verändern möchten. Sie kommen mit anderen Betroffenen zusammen und können sich über die eigenen Erfahrungen austauschen. Man lernt andere Menschen kennen, die ebenfalls stottern, kann offen über alles reden, voneinander lernen und Hilfestellungen und Tipps für den Alltag bekommen. Die Gemeinschaft stärkt für die tagtäglichen Herausforderungen. Langfristig kann die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe sogar dazu beitragen, dass die Kommunikationsfähigkeit verbessert wird und das Stottern für sich persönlich als eine „andere Art des Sprechens“ akzeptiert werden kann.

Nachdem sich Interessierte beim Landesverband Stottern und Selbsthilfe e.V. Nord gemeldet haben, soll nun mit Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle KISS Osterode eine Selbsthilfegruppe für stotternde Menschen gegründet werden. Das erste Treffen findet am Donnerstag, dem 5. September 2019, um 16.30 Uhr im Gruppenraum der Selbsthilfekontaktstelle KISS Osterode, Paritätisches Sozialzentrum, Abgunst 1 in Osterode statt. An dem Treffen werden auch zwei Mitglieder vom Landesverband Nord Stottern und Selbsthilfe teilnehmen. Alle interessierten betroffenen Frauen und Männer sind dazu eingeladen.

Eine Selbsthilfegruppe ist kostenlos und alles, was dort gesagt wird, ist vertraulich und bleibt in der Gruppe. Für weitere Informationen steht Marion Janeczek von der Selbsthilfekontaktstelle KISS des Paritätischen Osterode zur Verfügung unter Telefon 05522 / 90 77-16 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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