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Dienstag, 18. Februar 2020
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Geschrieben von Karl-Heinz Wolter am 20. Januar 2020
Vereine und Verbände

Medikamente richtig anwenden

Verein der Südharzer Landfrauen hat das Veranstaltungsjahr mit einem Vortrag begonnen

Die erste Veranstaltung des Jahres 2020 hat viele Mitglieder angelockt.
Die erste Veranstaltung des Jahres 2020 hat viele Mitglieder angelockt.
Monika Winter bedankt sich bei Dr. Jonas Wedler.
Monika Winter bedankt sich bei Dr. Jonas Wedler.

Der aktive Verein der Südharzer Landfrauen mit der Vorsitzenden Monika Winter hat am Dienstag (14.01.2020) zur ersten Veranstaltung des Jahres nach Bartolfelde eingeladen. Und bei der Themenauswahl konnte der Verein offensichtlich ein weiteres Mal das Interesse der Mitglieder wecken – zum Thema „Medikamente richtig anwenden“ kamen viele von ihnen, der Gastraum war voll besetzt.

 

Tipps und Hinweise zu verschiedenen Darreichungsformen

Als Referent konnte der Bad Lauterberger Apotheker Dr. Jonas Wedler gewonnen werden. Dieser hielt einen Fachvortrag in verständlicher Form über die verschiedensten Darreichungsformen der Medikamente und gab Hinweise zu deren richtiger Einnahme. Ein wichtiger Hinweis war, dass Tabletten ohne Sollbruchstelle möglichst nicht geteilt werden sollten. Auch solle die Einnahme immer nur mit Wasser erfolgen, um eine therapierelevante Wechselwirkung zu vermeiden. Bei Tropfen solle man wegen des mitunter hohen Wirkungsgrades besonderen Wert auf die Dosierung legen. Bei Säften habe eine Dosierspritze die höchste Messgenauigkeit nach Messbecher und Messlöffel. Trockensäfte sollten erst unmittelbar vor der Gabe bereitgestellt werden. Hinweise gab es auch zu rektalen Arzneiformen und Zäpfchen. Bei Arzneimitteln für das Auge sei Hygiene besonders wichtig – hier müsse jeder Patient sein eigenes Präparat benutzen und solle dieses nicht zum Beispiel mit Familienangehörigen teilen. Dermatika würden individuell und äußerst sorgsam in aufwendigen Verfahren in der Apotheke hergestellt, dazu müssten drei Protokolle gefertigt werden.

Der Apotheker betonte, dass bei den Tipps und Hinweisen während des Vortrages natürlich nicht alle Einzelheiten wiedergegeben werden könnten, bei Fragen oder Zweifeln solle immer der Rat eines Apothekers oder einer Apothekerin des Vertrauens eingeholt werden. Dem Vortrag schloss sich eine Fragerunde an.

 

Apotheken vor Ort nutzen, um dauerhafte Versorgung zu sichern

Zum Ende bemerkte der aus einer Apothekerfamilie stammende Wedler, dass eine dauerhafte Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, wie es in einem Versorgungsauftrag geregelt ist, nur möglich sei, wenn die Menschen die Apotheken in der Region auch aufsuchten und nutzten. Durch die Tatsache, dass Apotheken keinen Bestandsschutz genießen und Internet-Apotheken – gerade auch aus dem europäischen Ausland – mehr genutzt werden, werde es für die Apotheken vor Ort mit den vielen Vorteilen, die sie gegenüber dem Versandhandel böten, mitunter immer schwieriger. Dabei sprach Wedler nicht nur für sich, sondern bezog seine Kollegen und Kolleginnen der Region mit ein.


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