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Donnerstag, 25. Februar 2021
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Geschrieben von Redaktion am 03. Januar 2021

Vereine und Verbände

Bismarckturm und der Naturschutztag sind Leuchtturmprojekte des Harzklubs Bad Lauterberg

Ein Interview mit dem 1. Vorsitzenden Klaus Wiedemann

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Die Sanierung des Bismarckturms bleibt ein Schwerpunkt - und eine Mammutaufgabe für den Harzklub
Die Sanierung des Bismarckturms bleibt ein Schwerpunkt - und eine Mammutaufgabe für den Harzklub
Bei der Neueinweihung des Soldatengrabs
Bei der Neueinweihung des Soldatengrabs
Die Jahreshauptversammlung des Harzklubs hatte im März, kurz vor dem ersten Lockdown, stattgefunden. Foto: Gordy
Die Jahreshauptversammlung des Harzklubs hatte im März, kurz vor dem ersten Lockdown, stattgefunden. Foto: Gordy

Sie haben im März 2020 den Vorsitz im Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg übernommen. Hat die Pandemie Ihre Handlungsfelder eingeschränkt? Konnten Sie trotzdem Akzente setzen?

Durch die Pandemie ist ein Teil meiner Aufbruchstimmung sicherlich in die Defensive geraten. Aber wir müssen trotzdem unsere begonnenen Projekte fortführen. Im Detail hat Corona eigentlich bei vielen Vorhaben wie eine Bremse gewirkt. Wir lassen uns davon aber nicht aufhalten, es kommen auch bessere Zeiten. Wichtig ist, dass wir uns im Moment richtig verhalten und sehr verantwortungsvoll miteinander umgehen.

Wie wirken sich die Einschränkungen auf das Vereinsleben aus?

Nach dem ersten Lockdown waren wir froh, dass wir, obwohl wir nicht musizieren und singen durften, im Kreis der Heimatgruppe und des erweiterten Vorstandes wieder einen direkten Kontakt pflegen durften. Es ist festzuhalten, dass die Einschränkung der fehlenden sozialen Kontakte die Vereinsmitglieder als sehr nachteilig bewerten.   

Wie läuft die Kommunikation innerhalb eines Vereines ab, wenn Zusammenkünfte nur eingeschränkt möglich sind?

Der Vorstand kommuniziert über Telefonate, E-Mail oder Whatsapp. Zum Glück gibt uns der digitale Fortschritt einige Hilfsmittel an die Hand. Die Akteure der Heimatgruppe tauschen sich sehr intensiv innerhalb der bestehenden Whatsapp-Gruppe aus. Gespräche werden, wenn sie unausweichlich sind, im Rahmen der Coronaschutzbedingungen, im kleinen Kreis geführt. Die Jahreshauptversammlung vom Hauptverein wurde digital durchgeführt. Alle Wahlen und Abstimmungen sind reibungslos verlaufen. Sie sehen, wir haben trotzdem unsere Handlungsweise aufrecht erhalten.

Wie sieht der Ausblick in die Zukunft aus?

Ich möchte an dieser Stelle keine temporären Versprechungen machen. Wir werden alles daran setzen die Sanierung des Bismarckturmes voranzutreiben. Es ist eine langwierige Aufgabe, die viel Kraft abverlangt. Die Behörden haben durch Corona Probleme, Zeitfenster einzuhalten und können dadurch leider keine fristgerechten Bewertungen liefern. Die Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalschutz ist aber ausgesprochen wichtig für die weitere Beantragung von zusätzlichen Sanierungsmitteln. Ich bin guter Dinge, dass das Projekt Sanierung Bismarckturm im kommenden Jahr einen Schub erhält.

Als Leuchtturmprojekt planen wir gemeinsam, mit dem Zweigverein Barbis, die Durchführung des Naturschutztages 2022 in Bad Lauterberg. Diese Veranstaltung wird vom Harzklub Hauptverein jährlich ausgeschrieben. Wir haben dazu eine erfolgreiche Bewerbung, unter dem Motto,  „Wasser weisen Wegen- Lebensräume der Pflanzen und Lebewesen“, abgegeben und werden als Ausrichter fungieren. Wir werden die Kindergärten, Schulen, Jugendkirche und andere Institutionen zur kreativen Zusammenarbeit einladen.

Der Harzklub Bad Lauterberg war aber dennoch ganz schön aktiv im letzten Jahr. Was waren die Schwerpunkte?

In der Tat waren wir trotz der Pandemie ganz schön agil und haben uns nicht total stoppen lassen. Was im Rahmen der Corona- Schutzbedingungen möglich war haben wir durchgezogen. Begonnen haben wir mit der Spendenaktion, „Schutzmasken für den Bismarckturm“. Die Aktion war sehr erfolgreich und wurde 4 x durchgeführt. Ausserdem wurden Wanderwege gepflegt, die Schutzhütte an der Wasserscheide gestrichen, dass Soldatengrab wieder hergerichtet und Bänke für den Ruheplatz am Sieberpass gebaut. Was die LauterNEUES-Leser noch nicht erfahren haben ist die Tatsache, dass die Heimatgruppe, unter der Federführung von Frau Dr. Nicole Fröhlich, ein Kochbuch entworfen hat. Eine Förderin des Vereines hat Mützen und Schlüsselanhänger gestrickt. Die schöne Sammlung der Aquarelle von Frau Preiß, wurde digitalisiert und verkaufsfertig verpackt. Eigentlich sollten diese schönen Geschenkartikel noch vor Weihnachten angeboten werden, aber wir müssen leider, coronabedingt, die Aktion in das kommende Jahr verschieben.  

Welches waren die Schlüsselerlebnisse für Sie im abgelaufenen Jahr?

Vordergründig möchte ich vier Dinge zu nennen. Der Einsatz der Gleichstellungsbeauftragten Inge Holzigel und der Näherinnen für die Schutzmasken, für die Spendenaktion Bismarckturm, war sehr beeindruckend. Die Zusammenarbeit mit der Jugendkirche, unter der Leitung von Pastor Simon Burger, hat sehr viel Freude bereitet. Der Zuspruch bei der Neueinweihung des Soldatengrabes war riesig. Als letztes habe ich mich ausserordentlich über die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Zweigvereines Barbis gefreut. Wir haben innerhalb kürzester Zeit die Grundlagen für die Durchführung des Naturschutztage erstellt. Als letztes möchte ich erwähnen, dass durch die Pandemie, die Haupteinnahmen unseres Vereins,  Zimmervermietung und öffentliche Auftritte, dieses Jahr ausgefallen sind. Wir werden diese Tatsache hinnehmen, glücklicherweise hat mein Vorgänger Heinz Gerd Trüter sehr solide finanzielle Grundlagen geschaffen.    

Wenn Sie sich etwas wünschen könnten, dann?

Wäre ich froh, dass wir alle gesund bleiben. Genauso würde ich mich darüber freuen, wieder bei Übungsabenden dabei zu sein, um danach unser Publikum wieder zu sehen. Vieles ist ersetzbar, aber der persönliche Kontakt ist ein ganz wichtiges Element unserer urbanen Gemeinschaft. Ausserdem ist es für mich ein ganz besonderes Anliegen, meinen Dank an die vielen aktiven Helfer und Helferinnen, für ihre tatkräftige Unterstützung zu richten und den Freunden unseres Vereins für ihre finanzielle und ideelle Hilfe die Anerkennung auszusprechen. Bleiben Sie gesund!



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