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Donnerstag, 19. Mai 2022
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Geschrieben von Swenja Tölle am 08. September 2012
Vereine und Verbände

Kneipp-Verein: neuer Schwung statt Krise

Der neue Vorstand des Kneippvereines im Aufwärtstrend: von links nach rechts Fritz Jentzsch, Heinz-G. Trüter, Owe Hönck, Petra Michaelis, Brigitte Vollmann, Eike Röger, Petra Schultheis und Jürgen Heidelberg
Der neue Vorstand des Kneippvereines im Aufwärtstrend: von links nach rechts Fritz Jentzsch, Heinz-G. Trüter, Owe Hönck, Petra Michaelis, Brigitte Vollmann, Eike Röger, Petra Schultheis und Jürgen Heidelberg
Für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Hans Nebel
Für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Hans Nebel

Engagierte Mitglieder müssen ersetzt werden

Nachdem der Schatzmeister des Kneippvereines Hans-Günther Dobroschke im vergangenen Jahr mit seiner Familie weggezogen ist, machte sich beim Kneippverein eine große Lücke breit. Den Kräutergarten, den die Dobroschkes bis dato immer pflegten, übernahm spontan Fritz Jentzsch und das Amt des Schatzmeisters wurde vom 1. Vorsitzenden Owe Hönck kommisarisch übernommen. Bei der Jahreshauptversammlung in den Jägerstuben stand am Mittwoch jedoch der Tagesordnungspunkt Neuwahlen im Mittelpunkt. „Sollte kein neuer Vorstand gewählt werden können, so ist über die Auflösung des Vereines zu sprechen“ so Owe Hönck in seiner Einladung an die Mitglieder. Das wäre für Bad Lauterberg nach über achtzig Jahren undenkbar. Eine Kneippstadt ohne Kneippverein? 22 der derzeit 138 Mitglieder wählten einstimmig ihren altbewährten Vorstand. Auch die nächsten drei Jahre wird Owe Hönck das Ruder des Vereins führen. An seiner Seite seine beiden Stellvertreter Fritz Jentzsch und Eike Röger. Schriftführerin Petra Michaelis und Wegewart Jürgen Heidelberg gehören ebenso weiterhin zu festen Besatzung. Heinz-Gerd Trüter und Brigitte Vollmann werden die Kasse prüfen.

Erfolgreiche Neubesetzung des Schatzmeisteramts

Das einzige Problem blieb bestehen. Es fand sich kein Schatzmeister. Drohte daran alles zu scheitern? Zum Erstaunen des 1. Vorsitzenden und der Mitglieder, stellte sich Petra Schultheis für das Amt der Schatzmeisterin zur Verfügung. Ihr Vater Owe Hönck erinnerte die junge Frau noch an ihr ohnehin schon durch Arbeit und Kinder ausgefülltes Leben, aber Petra Schultheis sagte dem Kneippverein ihre Unterstützung zu und wurde sofort einstimmig in den Vorstand gewählt. Mit vielen, frischen Ideen möchte sie Schwung in den Verein bringen. „Wir müssen die Liebe zu Kneipp erwecken! Wir müssen an die Mitglieder herantreten und neue Mitglieder gewinnen.“so Schultheis.

Abbruchhotel am Wiesenbeker Teich

Weiteres Hauptthema des Abends war, der von vielen Mitgliedern angesprochene Zustand des Hotels Wiesenbeker Teich (älterer Bericht über das Hotel am Wiesenbeker Teich: hier klicken). Bauschutt ragt aus dem ehemaligen Cafè des Hotels, von wo aus einst die Kurgäste und Einheimischen ihren Blick über den See gleiten ließen und bei einer Tasse Kaffee entspannten und die Ruhe und Schönheit genossen. Von Ruhe und Schönheit ist nichts mehr geblieben. Das Hotel ist im abbruchreifen Zustand. Weder für Gäste, noch für die Einheimischen stellt es ein schönes Bild dar und passt keinesfalls ins Weltkulturerbe. „Wo bleibt die Aufsicht des Kreises?“nfragten sich die Mitglieder und hoffen auf baldige Beseitigung des Schandfleckes.

Weitere Aktivitäten des Kneippvereins

Vom Kneippverein werden die Übungswege durch Jürgen Heidelberg weiterhin betreut. Rund 9000€ sind für die „Einhausung“ der Schächte Kupferrose geplant. Die Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung und dem Verkehrsverein erweist sich als unverzichtbar. Der Kneippverein sorgt mit Wander- und Stollenführungen für Abwechslung im Veranstaltungskalender der Stadt. Hönck erinnerte auch an die Montanwanderkarte, die gemeinsam mit dem Kulturkreis, dem Förderkreis Königshütte, der Archivgemeinschaft und dem Kur- und Touristikbetrieb und der genauen Planung von Fritz Dittmer ins Leben gerufen wurde.

Aber auch Yoga- und Zumbakurse, „Kneipp für Erwachsene“ und „Kneipp für Kinder“ werden gerne von den Gästen besucht. Für den Verein steht das Gesundheitsprogramm immer an erster Stelle. Der Kneipp-Landesverband bietet zudem eine zweitägige Infoveranstaltung „Kneipp zum Kennenlernen“ am 16.und 17. November 2012 im Kneippbund Hotel Heikenberg an, welche für Mitglieder kostenlos ist. Gemeinsam mit dem Verkehrsverein wurden Projekte wie beispielsweise die fachgerechte Sanierung des Ritscher-Denkmals oder die Errichtung der Brockenblickhütte ermöglicht.

Auch die Geselligkeit kommt keineswegs zu kurz. Der Kneipp-Klön-Treff findet weiterhin im Café Trüter statt und Treffen mit anderen Kneippfreunden werden ebenso durchgeführt. Wegewart Jürgen Heidelberg bedauerte den Wegfall der 1€-Jobber in 2013. Diese halfen bei der Instandsetzung im Wald und bei der Aufstellung zahlreicher Bänke, wie jüngst die von Dieter Müller gespendete Sitzgruppe im Herzbek mit Ausblick auf die Staumauer. Die Ausschilderung der Übungswege stellt sich als schwierig da, da Forstamtsleiter Dr. Köhler sich gegen das Anbringen der Schilder an den Bäumen aussprach. Vielleicht können die Schilder einfach mit Holzkeilen statt Nägeln und Leim umweltschonend befestigt werden. Auch der Leiter des Kur- und Touristikbetriebes Frank Hartmann dankte für die gute Zusammenarbeit und sicherte dem Kneippverein seine Unterstützung zu.

Für 25jährige Mitgliedschaft im Kneippverein Bad Lauterberg wurde Hans Nebel am Mittwoch vom 1. Vorsitzenden Owe Hönck mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet.


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