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Montag, 28. November 2022
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Geschrieben von Peter Bischof am 06. Oktober 2021
Vereine und Verbände

Governorbesuch beim Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz

Gutes in der Welt tun

Governor Gerald Jüttner (5. v. l.) mit dem Lauterberger Clubpräsidenten Norbert Gössling (4. v. l.) und weiteren Clubmitgliedern. (Foto: Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz)
Governor Gerald Jüttner (5. v. l.) mit dem Lauterberger Clubpräsidenten Norbert Gössling (4. v. l.) und weiteren Clubmitgliedern. (Foto: Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz)

Das Motto des laufenden rotarischen Jahres ist „Serve to change lifes“, so Governor Gerald Jüttner vom RC Einbeck-Northeim bei seinem Besuch des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz. Es gehe darum, etwas vom eigenen Wohlstand abzugeben. So spendeten alle Rotary-Distrikte in Deutschland zuletzt zusammen 2,6 Millionen Euro für die Fluthilfe in Deutschland.

Einer seiner Themenschwerpunkte sei, so Jüttner, die Not in der Welt zu lindern und den Frieden zu fördern. Rotary müsse erkennbar sein als die Organisation, die Gutes tut! Der Bad Lauterberger Club sei hier aus seiner Sicht gut aufgestellt, so sei man zum Beispiel beim Jugendaustausch aktiv. Zusätzlich könne der Club aber über Umweltprojekte nachdenken.

Steigerung der Präsenzzahlen

Für den Governor, seit dem 1. Juli dieses Jahres im Amt, war es der 28. Besuch eines Clubs aus seinem District. 50 Clubs stehen noch auf seiner Liste. Ein großes Programm, weshalb Jüttner daraufhinwies, dass er die Aufgaben des Governors nur mit Beistand eines guten Teams leisten könne. Dazu gehöre auch Stefan Krippendorff vom Lauterberger Club, der Mitglied des ihn stark unterstützenden Distrikt-Beirats sei.

Er selbst wolle, so Jüttner, die Clubs bei der Strategieentwicklung unterstützen. Aus seiner Sicht müssten Fragen von grundlegender Bedeutung – wie zum Beispiel die „Steigerung des Frauenanteils" und die „Steigerung der Präsenzzahlen" – strategisch angegangen werden, um hier auf Dauer erfolgreich zu sein.

Durchschnittsalter unter 60 Jahren

Problematisch sei zudem die Altersstruktur der Clubs im Distrikt 1800. Lediglich 3,7 Prozent der Clubmitglieder seien unter 40 Jahre alt. Der Club Bad Lauterberg-Südharz gehöre allerdings zu den 18 von 78 Clubs im Distrikt, die ein Durchschnittsalter von weniger als 60 Jahren haben.

Auch mit einem Frauenanteil von elf Prozent sei der Club im Vergleich gut aufgestellt. Wichtig sei, betonte Jüttner, dass rechtzeitig und kontinuierlich an die Gewinnung von Nachwuchs gedacht werde.

Neumitglieder besser integrieren

Allerdings sei zu beobachten, dass den Clubs zahlreiche neue Mitglieder bereits nach relativ kurzer Zeit wieder durch Austritt verloren gingen. Meinst anscheinend, weil die Erwartungen der neuen Mitglieder an die Aktivitäten des Clubs oder an das Clubleben nicht erfüllt würden.

Um die Neumitglieder schneller und besser in die Clubgemeinschaft zu integrieren und mit Rotary vertraut zu machen, empfahl der Governor, den Neumitgliedern einen persönlichen „Paten" an die Seite zu stellen beziehungsweise ihnen auf andere Weise entgegen zu kommen, zum Beispiel in dem man die Präsenz flexibler halte oder die Beiträge reduziere. Auch eine feierlich gestaltete Aufnahmezeremonie in den Club wäre wichtig.

In diesem Jahr wieder Glühweinstand

Abschließend erläuterte Jüttner die Bedeutung des Pluszeichens bei der Aktion Polio+. Dieses stehe dafür, dass mit der Aktion Polio+ nicht nur die Kinderlähmung bekämpft werden solle, sondern auch andere von Viren verursachte Erkrankungen.

Zukünftig werde der Schwerpunkt mehr und mehr auf der Bekämpfung von Covid 19 liegen. Ganz wichtig sei daher, in der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen, sondern vor dem Hintergrund, dass das Spendenaufkommen für Polio stark zurückgegangen sei, sogar noch etwas zuzulegen.

Norbert Gössling, der amtierende Präsident des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz, freute sich deshalb, dass er für dieses Jahr den Glühweinstand in der Bad Lauterberger Fußgängerzone – voraussichtlich ab dem 4. Advent –  ankündigen konnte. Hier war der Club in den Jahren vor der Pandemie stets äußerst erfolgreich bei der Spendensammlung für die Bekämpfung der Kinderlähmung.

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Zur Person:

Gerald Jüttner wurde 1955 in Pfronten geboren, er wuchs im Allgäu auf. An der TU München studierte und promovierte er im Fach Informatik. Nach mehreren Stationen als IT-Leiter kam er als CIO zur KWS SAAT Einbeck. Seit 2005 ist er Rotary-Mitglied, seit 2010 Mitglied im RC Einbeck-Northeim. Gerald Jüttner ist verheiratet, hat drei Kinder und zwei Enkelkinder.


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