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Donnerstag, 07. Juli 2022
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Geschrieben von Walter Ziegler (GEW) am 31. März 2014
Vereine und Verbände

Lehrer üben Kritik an Bildungspolitik

Aus der Delegiertenversammlung des Kreisverbands Osterode der Bildungsgewerkschaft GEW

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In der Delegiertenversammlung des Kreisverbands Osterode der Bildungsgewerkschaft GEW, die am Montag (31.03.2014) im Hotel „Harzer Hof“ in Scharzfeld stattgefunden hat, wurde der stellvertretende Kreisvorsitzende Thomas Koch auf eigenen Wunsch aus seinem Amt verabschiedet. Der Vorsitzende Arne Gruppe dankte ihm mit einem Präsent für seine Vorstandsmitarbeit. Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Klaus Fischer-Wedekind bestätigt und Jan Kristen neu ins Amt gewählt. Als Pressewart wurde Walter Ziegler erneut wiedergewählt, Doris Lesk wurde 2. Kassenprüferin.

 

Erhöhung der Pflichtstunden „ein schlechter Witz“

Im Vorstandsbericht brachten Arne Gruppe und seine Vorstandskollegen zunächst die gute Beteiligung der Osteroder GEW an der Demonstration in Hannover sowie an der Aktion „5 vor 12“ zur Sprache. Die GEW protestiert mit ihren Aktionen entschieden gegen den Wegfall der Altersermäßigungsstunde und gegen die Pflichtstundenerhöhung für Teile der Lehrerschaft. Die Erhöhung sei ein schlechter Witz, zumal im Gegenteil eine Stundensenkung mindestens für Grundschullehrerinnen dringend geboten sei. Gerade in Zeiten, in denen die Kultusministerin Reformvorhaben mit Hilfe motivierter Mitarbeiter angehen will, wird das Vorgehen der Landesregierung für falsch gehalten.

 

„Kritikwürdige Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden“

Für den GEW-Vorstand war die schulpolitische Arbeit im vergangenen Jahr geprägt von mangelhafter Schulentwicklungsplanung und kritikwürdiger Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden. Gezeigt habe sich beides am Beispiel der Inklusion und der schwer nachvollziehbaren Eile bei der Schließung der Lutterbergschule, einer angesehenen Institution auf förderpädagogischem Gebiet. Auch das beim Landkreis niemand von einem Vertrag zur Immobilie Lutterbergschule aus den 1970er Jahren gewusst haben will, sei als schlechter Witz einzuordnen. Vergleichbare Mängel habe man in der IGS-Frage und bei den Elternbefragungen dazu beobachten müssen, hinzu kämen Verunsicherungen im Vorfeld der Kreisfusion, insbesondere im hiesigen Berufsschulbereich werde die Zerstörung bewährter Strukturen befürchtet. Kreistagsmitglied Jürgen Rähmer nahm dazu Stellung und forderte den GEW-Kreisvorstand auf, auch künftig Anregungen aus schulfachlich-gewerkschaftlicher Sicht in die Kreispolitik einzubringen und ihn selbst, seine Kreistagskolleginnen und -kollegen zu informieren und in die Pflicht zu nehmen.

 

Termine

Schließlich wurde auf zwei GEW-Veranstaltungen hingewiesen: die Fahrt zur Picasso-Ausstellung in der Kunsthalle Bremen am 24. Mai sowie die GEW-Rock-Party, die am 11. Oktober – nunmehr zum dreizehnten Mal – in der Wartbergschule in Osterode stattfinden wird.

Über „Sinnvolle Reformen und steigende Arbeitsbelastung unter der neuen Landesregierung“ berichtete anschließend Henner Sauerland, Mitglied des GEW-Landesvorstands, und sorgte für lebhafte Diskussionen (Bericht folgt).


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