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Dienstag, 26. März 2019
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Geschrieben von Nils Kather (THW Bad Lauterberg) am 11. März 2015
Vereine und Verbände

Schmutzig, aber voll zufrieden

Technischer Zug des THW Bad Lauterberg erlebte einen erfolgreichen Übungstag

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Der Gruppenführer der 1. Bergungsgruppe war beim Samstagsdienst der Helfer des Technischen Zuges vom THW-Ortsverband Bad Lauterberg am 07.03.2015 gegen 10.30 Uhr gerade dabei, die Helfer für einen Übungsdienst in der Nähe von Herzberg einzuteilen, da platzte der Zugführer mit einem Einsatzauftrag in die Runde: „Rettung zweier oder mehrerer Personen aus einem Gebäude nach Explosion.“ Auf Nachfrage bei der Leitstelle gab es vorerst eine grobe Fahrtrichtung nach Bad Sachsa. Der Zugtrupp und die 1. und 2. Bergungsgruppe rückten dann mit Sonderwegerecht in Richtung Uffestadt aus. Auf der Fahrt dorthin erfuhr der Zugtrupp den genauen Einsatzort, ein Gelände mit mehreren Gebäuden an der L 603 zwischen Neuhof und Kutzhütte. Vor Ort wurde der Technische Zug in die Lage eingewiesen. Hier stellte sich dann heraus, dass es sich um eine Übung handelte, die der Gruppenführer der Fachgruppe Elektroversorgung inszeniert hatte.

 

Unfreiwillige Extra-Übung mit dem Greifzug

In einem Gebäude wurden Hilferufe vernommen. Das Gebäude war teilzerstört und die Zugänge verschüttet. Nach einer Lageerkundung durch den Zugführer wurde beschlossen, zuerst einen Mauerdurchbruch anzulegen, um danach durch die Erdgeschossdecke in den Keller zu gelangen. Damit das schwere Gerät nicht etwa 400 Meter zum Gebäude getragen werden musste, entschied man sich, die Kraftfahrer ein wenig zu fordern und mit den Gkw näher an das Gebäude zu fahren. Durch den langanhaltenden Regen gestaltete sich diese Anfahrt allerdings als doch sehr problematisch. Das erste Fahrzeug schaffte nur die Hälfte der Strecke und blieb an einer Hanglage, die zudem noch eine Linkskurve enthielt, stecken. Nun hieß es, erst einmal das Fahrzeug zu bergen.

Nach einer kurzen Besprechung entschieden die Gruppenführer, den Gkw mit dem Greifzug herauszuziehen, weil sich das Fahrzeug nicht aus eigener Kraft befreien konnte. Stattdessen trieb es sich nur noch immer tiefer hangabwärts in den Boden. Die Bergung verlief, wie man sie sich vorstellte. Somit konnte nach einer kleinen Pause das geplante Übungs-Szenario weitergehen.

  

Übungsziel weit übertroffen

Währenddessen hatte der Zugtrupp seine Arbeit bereits von Anfang an aufgenommen und führte Lagekarte, Sprechfunk und Einsatztagebuch. Die Mauerdurchbrüche wurden hergestellt, das Kellergeschoss durchsucht und die vermeintlich verschütteten Personen mit dem Schleifkorb über eine schiefe Ebene vom Erdgeschoss in das Kellergeschoss gerettet. Man begann den Rückbau und säuberte die Reifen der Fahrzeuge grob. Nachdem auch die Straße vor dem Übungsgelände gesäubert war, trat man die Rückfahrt im geschlossenen Verband an.

Nach der Ankunft um etwa 16.30 Uhr in der Unterkunft in Bad Lauterberg reinigten alle Beteiligten sofort gemeinsam die Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände, damit alles wieder einsatzbereit war. Der Zugführer blickte nun zwar auf ziemlich schmutzige, aber vollzufriedene Helfer und Unterführer – und stellte freudig fest, dass es sich dafür allemal gelohnt habe. Auch wenn dieser Tag, diese Übung durch ein paar unvorhersehbare Umstände gestört worden waren. Das Übungsziel wurde an diesem Samstag weit übertroffen: Zum ursprünglich gedachten Arbeiten mit dem Aufbruchhammer und Retten von Personen aus einem Gebäude kam sogar noch eine Ausbildung „Kraftfahrer und Arbeiten mit dem Greifzug“ hinzu.

Zum Schluss dankten die Verantwortlichen der Firma „Saint-Gobain Formula GmbH“ in Kutzhütte, die das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hatte.


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