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Montag, 16. Mai 2022
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Geschrieben von Gordy am 24. September 2012
Vereine und Verbände

100jähriges Jubiläum des LSKW

Der LSKW 1912 e.V. feierte am vergangenen Samstag sein 100jähriges Jubiläum

Dieser Jubiläumskuchen trägt die Handschrift der Konditorei Mangold
Dieser Jubiläumskuchen trägt die Handschrift der Konditorei Mangold
So zugewuchert fristete der Stein sein Dasein am Wiesenbek
So zugewuchert fristete der Stein sein Dasein am Wiesenbek
So erstrahlt er heute im neuen Glanz am Heibek
So erstrahlt er heute im neuen Glanz am Heibek
Bei der Kranzniederlegung im Heibek
Bei der Kranzniederlegung im Heibek
Wolfgang Hein überreichte dem Verein die goldene Ehrenplakette
Wolfgang Hein überreichte dem Verein die goldene Ehrenplakette
Die silberne Skipitze überbrachte Walter Lampe vom DSV
Die silberne Skipitze überbrachte Walter Lampe vom DSV
Tisch der Verdienten: Karl-Heinz Peix, Ehepaar Schuppert und Ehepaar Tschersich
Tisch der Verdienten: Karl-Heinz Peix, Ehepaar Schuppert und Ehepaar Tschersich
Wie man sieht - alle fühlen sich wohl
Wie man sieht - alle fühlen sich wohl

Die Feierlichkeiten wurden eingeleitet mit einer Kranzniederlegung am wieder neu aufgestellten Gedenkstein am Heibek, der vor gar nicht langer Zeit noch zugewachsen und augenscheinlich kaum wahrnehmbar am Wiesenbeker Teich vor sich hin rottete.

Er trägt die Namen der in zwei Weltkriegen mit dem LSKW verbundenen, gefallenen Männer. Im Vorstand des LSKW hatte man sich, so der Vorsitzende Heiner Kruse, zu dieser Totenehrung anlässlich seines hundertjährigen Bestehens in dem Bewusstsein entschlossen, dass es auch in einem Verein einen kulturellen Überbau mit einem moralischen Schlussstein gibt. Wenn beim Volkstrauertag und dem damit verbundenen Gedenken an die Toten der Weltkriege die Erinnerung immer vor allem Trauer und Tod sei, so dürfe bei dem Gedenken eines Vereins, der sein hundertjähriges Bestehen feiere, diese Erinnerung doch hauptsächlich unter dem Aspekt des Dankes und der Anerkennung von Leistungen stehen, die in der langjährigen Vereinsgeschichte teilweise auch unter oft schwierigen Bedingungen erreicht worden wäre.

Die Feierlichkeiten fanden ihre Fortsetzung in einem Empfang im Kurhauscafé „Amadeus“. Heiner Kruse konnte dort viele Gratulanten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Vereine, des Sports und der Politik begrüßen.

Die Stadt Bad Lauterberg war mit fünf Ratsleuten, sowie mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans, der in seinem Grußwort die Arbeit des Vereins würdigte, vertreten. Nicht nur mit guten Wünschen sondern auch mit besonderen Auszeichnungen für den LSKW, wie z. B. die silberne Skispitze, reihten sich Wolfgang Hein (Vorsitzender Landesschwimmverband Niedersachsen), Walter Lampe (Präsident Niedersächsischer Ski Verband), Dr. Anna-Christine Schmidt (stellv. Vorsitzende Bezirksschwimmverband Braunschweig) und Petra Graunke (Geschäftsführerin Kreissportbund Osterode), in die Liste der Gratulanten ein. Extra aus Hannover angereist war Christa Behnke, die Witwe des ehemaligen Vorsitzenden des LSKW und ebenfalls unter den Gästen zu finden war die heute über 90jährige Ursula Schmidt geb. Füllgrabe, die als Schwimmerin 1940 für die Olympischen Spiele nominiert war.

Seinen ausdrücklichen Dank für die Mitarbeit an der wirklich sehr gelungenen und höchst informativen Festschrift richte Vorsitzender Heiner Kruse an die Vereinskameraden Karl-Heinz Peix und Siegfried Rien.

Einen Vereinsrückblick überließ er an diesem Tag Eike Röger, der in historisch korrekter aber durchaus unterhaltsamer und manchmal amüsanter Weise zu berichten wusste.

Kruse selbst riskierte einen Blick in die Zukunft. Derzeit zähle der LSKW 595 Mitglieder - davon ca. 60% Jugendliche. Gerade den Jugendlichen, deren Mitgliedschaften für den Fortbestand eines Vereines wichtig seien, fehle es aber, teilweise auch bedingt durch schulische Pflichten und Aktivitäten, an Zeit und Lust sich in einem Verein zu betätigen. Was die Finanzen angehe, so Kruse, fühle er sich leider manchmal eher wie ein Insolvenzverwalter. Besonders bedrücke ihn da die Tatsache, dass etwa die Hälfte der Mitgliedsbeiträge für die Miete des Schwimmbades verwendet werden müsste. Ginge man von dem im Jahr 1998 bezahlten Betrag von 2.500DM aus, so müsse der Verein heute den achtfachen Betrag für die gleiche Leistung zahlen. Berücksichtige man weiterhin, dass die Nutzungszeiten von 1998 bis heute in etwa halbiert worden sind, so hätten die Kosten derzeit nahezu die 16fache Höhe erreicht, was bedeutet: eine Steigerung von 1600% muss verkraftet werden. Neben der Hilfe der Förderer, wünsche sich Kruse jedoch gerade hier mehr konstruktive Hilfe von der Stadt Bad Lauterberg, um diesem ernsten Problem zu begegnen.

Geld sei ja bekanntlich nicht Alles. Solange sich immer wieder Mitglieder fänden, die ihr persönliches Interesse für das Vereinswohl nach hinten stellen, so Kruses Meinung, solange würde der LSKW auch weiter bestehen.

Hier finden Sie den Festvortrag von Eike Röger im Wortlaut.

 


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