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Sonntag, 17. Oktober 2021
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Geschrieben von PM SüdniedersachsenStiftung am 06. Juni 2021

Wirtschaft

Südniedersachsen will Wasserstoff-Region werden

Verbund will eine grüne Wasserstoffwirtschaft in der Region initiieren - Antrag beim Bundesforschungsministerium gestellt

Visualisierung einer Wasserstoffwirtschaft im ländlichen Südniedersachsen. Grafik: SüdniedersachsenStiftung
Visualisierung einer Wasserstoffwirtschaft im ländlichen Südniedersachsen. Grafik: SüdniedersachsenStiftung

Südniedersachsen soll eine Wasserstoff-Region werden:  das WIR!-Bündnis aus SüdniedersachsenStiftung, der ELO Mobility GmbH und der Smart Mobility Research Group an der Universität Göttingen plant, eine regionale, dezentrale und grüne Wasserstoffwirtschaft, von der Herstellung bis zum Verbrauch, in Südniedersachsen zu etablieren.
Nach einer erfolgreichen neunmonatigen Konzeptphase haben die Verbundpartner Ende Mai einen Antrag auf Umsetzung des Projekts „ViridisH2 Südniedersachsen“ beim Bundesforschungsministerium gestellt. Über die Bewilligung wird voraussichtlich im Herbst 2021 entschieden. Mehr als 40 Kooperationspartner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Vereinen aus den Landkreisen Göttingen, Goslar, Holzminden und Northeim unterstützen das Vorhaben.

Regionale Potenziale sollen genutzt werden

Ziel des Projekts ist es, mithilfe einer grünen Wasserstoff-Wertschöpfungskette einen nachhaltigen Strukturwandel in der Region zu ermöglichen. Sie soll die nachhaltige Mobilität in Südniedersachsen stärken, einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten und die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum verbessern. „Die Ressourcen des ländlichen Raums sollen für die effiziente Wasserstoff-Produktion genutzt und Anreize für die regionale Wasserstoff-Abnahme geschaffen werden“, umreißt Dr. Benjamin W. Schulze, Projektleiter „ViridisH2“, die Idee des Vorhabens. Zu diesem Zweck sollen beispielsweise Agri-Photovoltaik-Verfahren intelligent eingesetzt und alternative Konzepte zur Wasserstoff-Abnahme etabliert werden, um den Mangel an regionalen Wasserstoff-Großabnehmern auszugleichen. Die innovativen Ansätze einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Versorgung mit und Nutzung von Wasserstoff in Südniedersachsen sollen zum einen Versorgungsengpässen und zum anderen dem regionalen Fachkräftemangel entgegenwirken.

„Durch Innovationen im Bereich der grünen Wasserstoffwirtschaft können wir die Attraktivität Südniedersachsens als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt steigern, um sowohl Arbeitskräfte am Standort zu binden als auch neue anzuwerben“, betont Florian Renneberg. Der Leiter der Geschäftsstelle des SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) hebt vor allem die regionalen Stärken als Wissenschafts- und Forschungsstandort mit verkehrsgünstiger Lage hervor. „Die wollen wir nutzen, um die strukturellen Schwächen unserer Region durch innovative Impulse nachhaltig abzubauen,“ unterstreicht Renneberg das Potenzial der Wasserstoff-Initiative. Daher arbeitet die SNIC-Geschäftsstelle gemeinsam mit der SüdniedersachsenStiftung derzeit an der Gründung einer Wasserstoff-Allianz Südniedersachsen. Diese soll das Zukunftsthema Wasserstoff in Südniedersachsen nachhaltig und projektunabhängig vorantreiben.

„Wir bedanken uns herzlich für die große Unterstützung von regionalen Unternehmen, Wissenschaft und Politik, ohne die wir ein solches Konzept nicht hätten in der Qualität zusam-menstellen können. Hervorzuheben sind ganz besonders unsere Verbundpartner“, betont Schulze.
Wenn sich das „ViridisH2“-Konzept im bundesweiten Wettbewerb durchsetzt, kann die Initiative im Herbst 2021 in eine sechsjährige Umsetzungsphase starten.


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