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Sonntag, 17. Oktober 2021
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Geschrieben von Christian Dolle am 10. Juni 2021
Wirtschaft

Einige prägende Aufträge

Firma PräWeba in Bad Lauterberg feiert 25-jähriges Bestehen

John Barnes, Rolf Stilzebach und Sascha Wedemeyer. Foto: Christian Dolle
John Barnes, Rolf Stilzebach und Sascha Wedemeyer. Foto: Christian Dolle
Foto: Rolf Stilzebach
Foto: Rolf Stilzebach

Nur die wenigsten wissen, dass die FFP2-Masken, die sie im Moment täglich tragen, eventuell auch mit Bauteilen hier aus der Region gefertigt werden. Die Firma PräWeba in Bad Lauterberg stellt nämlich Präge- und Schneidwalzen her, die in der Herstellung zertifizierter Masken zum Einsatz kommen. Dabei ist PräWeba – das steht für „präzise Werkstoffbearbeitung“ – zwar gut vernetzt und arbeitet mit den meisten Werkzeugbauern hier, deutschlandweit und auch in Europa oder sogar Kanada zusammen, ist vielen „Ottonormalverbrauchern“ wahrscheinlich aber kein Begriff.

 

Die Coronazeit hat uns zusätzliche Aufträge verschafft“, sagt Geschäftsführer Rolf Stilzebach, erst kürzlich konnte er zu den fünf bereits vorhanden noch eine sechste Maschine anschaffen und seine Angebotspalette damit noch einmal erweitern. Komplexe 3D-Werkzeugformen stellen er und seine drei Angestellten her, Schneid- und Druckstempel, Kupfer- und Graphitelektroden, Werkzeugbeschriftungen, Prägewalzen und etliches mehr, was mit CNC-gesteuerte Maschinen, also Computerized Numerical Control für „rechnergestützte numerische Steuerung“, machbar ist. Das alles seit inzwischen 25 Jahren.

 

Angefangen im Jahr 1996 mit der typischen Unsicherheit aller Selbstständigen ist er im Rückblick vor allem seiner Familie, Schwägerinnen und Schwagern dankbar für die Unterstützung in all den Jahren. „Ich erinnere mich immer noch, wie meine Mutter Kunden bekochte und mein Vater die weithin bekannten bis zu drei Meter langen Maßstäbe, welche wir bis heute fertigen, bearbeitet und verpackt hat“, sagt er, „außerdem war und ist meine Frau Simone mental und auch ganz tatkräftig immer da, wenn es mal nicht so gut läuft. Den Rückhalt braucht man.“

 

Von der Osterhagener Straße zog er zunächst in die Heinrichstraße, bis es ihn in die jetzigen Räumlichkeiten im Odertal verschlug. „Die Entscheidung, 2013 in deutlich größere Räume zu ziehen, war das Beste was passieren konnte“, sagt Rolf Stilzebach, der seit 2006 alleiniger Geschäftsführer ist und inzwischen auf einige spannende Aufträge zurückblicken kann.

 

Wir haben sogar mal für den Tatort gearbeitet“, erzählt er, „der NDR brauchte für einen Film bestimmte Casino-Marken, die dort eine Rolle spielten und die wir hergestellt haben.“ Ansonsten gab es wie gesagt jenen eiligen Auftrag für die Corona-Masken, wobei die Walzen innerhalb weniger Tage fertig sein mussten, aber die Auftragspalette reicht von Prägewalzen für Toilettenpapier und die Automobilindustrie bis hin zu besonderen Spezial- und Einzelanfertigungen für besondere Zwecke.

 

Mit einer Sonderedition von Flaschen aus dem Hause Manfred Picht hat auch er sich zum Jubiläum ein besonderes Geschenk für Geschäftsfreunde und Bekannte einfallen lassen. Außerdem wird Rolf Stilzebach statt einer Jubiläumsfeier, die nun mal im Moment nicht ganz leicht planbar ist, eine größere Summe an örtliche Vereine und für wohltätige Zwecke spenden, schließlich sind 25 Jahre mit positiven Zukunftsaussichten in diesen Zeiten alles andere als eine Selbstverständlichkeit und er ist dankbar für das, was er aus eigener Kraft (bzw. der seiner jetzigen Mitarbeiter und früheren Weggefährten) aber eben auch mit der nötigen Portion Glück dazu erreicht hat.

 

 

 


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