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Dienstag, 11. August 2020
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Geschrieben von ski am 13. März 2014
Wirtschaft

Zuschlag erteilt: das Nettomarktgelände kam unter den Hammer

Für 155.000 Euro ersteigerte eine Gesellschaft mit Sitz in Panama das Gelände an der Scharzfelder Straße. Sie will das Objekt nun vermarkten - einen konkreten Plan gibt es aber noch nicht

Seit August 2011 leerstehend: der frühere Plus- und dann Nettomarkt wurde 2001 gebaut
Seit August 2011 leerstehend: der frühere Plus- und dann Nettomarkt wurde 2001 gebaut
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Seit August 2011 liegt das ehemalige Nettomarkt-Gelände im Stadtteil Aue im Dornröschenschlaf. Damals hatte die Firma Netto den Standort aufgegeben, nachdem der Mietvertrag ausgelaufen war; an einer Fortführung zeigte die Discounterkette kein Interesse. Die Eigentümerin des Gebäudes, die Bodenfelder Immobilien Service GmbH, war in Insolvenz gegangen, und so gelangte das Gelände in die Zwangsversteigerung. Beim ersten Termin 2011 war jedoch aufgrund zu niedrigen Gebots kein Zuschlag erteilt worden (wir berichteten hier) und auch ein weiterer Termin blieb erfolglos.

Damals hatte der Verkehrswert laut einem Gutachten noch bei 535.000 Euro gelegen. Doch das ist lange her: der lange Leerstand (und einige kleinere Vandalismusschäden) haben den Gebäudewert gedrückt. Vor allem aber ist inzwischen, auch durch die Änderungen bei der Straßenführung, die Lage für ein Geschäft ungünstiger zu bewerten. Daher wurde im Oktober 2013 ein neues Gutachten erstellt. 280.000 Euro soll der Verkehrswert von Supermarktgebäude und Parkplatz laut Gutachten jetzt noch betragen. Am Dienstag kam es zu einem erneuten Zwangsversteigerungstermin vor dem Amtsgericht Herzberg.

Und den Zuschlag erhielt eine Gesellschaft namens Bendix Capital mit Sitz in Panama City. Deren Repräsentant hatte bereits 2011 Interesse gezeigt, damals noch für zwei Hildesheimer Gesellschaften, und konnte es nun für 155.000 Euro ersteigern. Vermarktet werden soll das Gelände durch eine Maklerfirma mit Sitz in Andorra. "Wir wollen das nicht als Abschreibungsobjekt, sondern gehen offensiv in die Vermarktung", versicherte ein Mitarbeiter der Gesellschaft. "Wir haben gute Kontakte und konnten schon viele Objekte erfolgreich vermitteln". Vorstellen könne man sich wieder eine Lebensmittelkette, "am liebsten wäre uns ein Discounter, aber es gibt ja schon mehrere in Bad Lauterberg." Es seien aber auch andere Nutzungen denkbar. "Mit dem Gelände kann man einiges machen. Vielleicht schicken wir auch einen Projektentwickler hinein." Bereits jetzt wird das Gelände hier (externer Link) zum Verkauf angeboten.

Der einzige andere Interessent war ein einheimischer Geschäftsmann: Michael Füllgrabe war jedoch nicht gewillt, mehr zu bieten. Er beurteilt die Chancen für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarkts auch eher skeptisch.
Für die Auebewohner bleibt vorerst trotzdem ein bisschen Hoffnung, dass die Vermarktung erfolgreich verläuft und irgendwann in das Gebäude neben der Polizei wieder Leben einkehrt.


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