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Mittwoch, 12. August 2020
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Geschrieben von ski am 02. Mai 2014
Wirtschaft

"Drei Schuhkartons mit Brillenfassungen"

...und auch sonst hat sich viel verändert: Optik Beckmann feiert 50-jähriges Bestehen.

So sah die Front des Ladengeschäfts im Jahr 1964 aus
So sah die Front des Ladengeschäfts im Jahr 1964 aus
Der Verkaufsraum 1964
Der Verkaufsraum 1964
Die Ladenfront 1973
Die Ladenfront 1973
Der Verkaufsraum 1974
Der Verkaufsraum 1974
Die Front 1992
Die Front 1992
Nach dem Umbau 1993: aus zwei Läden wurde einer gemacht
Nach dem Umbau 1993: aus zwei Läden wurde einer gemacht
Bürgermeister Dr. Thomas Gans kam, um Vater und Sohn zum Firmenjubiläum zu gratulieren
Bürgermeister Dr. Thomas Gans kam, um Vater und Sohn zum Firmenjubiläum zu gratulieren

1964 machte sich Optiker Hans Beckmann selbständig: er übernahm das Geschäft von Optik Weiß in der Bad Lauterberger Hauptstraße 109 (heute Creation Ria), wo er zuvor schon als Meister angestellt gewesen war. Damals schliff er die Gläser noch von Hand, oder besser gesagt, per pedes: der Schleifstein aus Keramik wurde mit einem Fußpedal angetrieben, ähnlich wie bei antiken Nähmaschinen. "Das hat immer fürchterlich gequietscht", erinnert sich sein Sohn Jörg Beckmann. Damals war ein einziger Raum gleichzeitig Augenprüfraum, Werkstatt und Büro. Und es gab "vielleicht drei Schuhkartons mit Brillenfassungen, aus denen man sich dann eine aussuchen konnte".  

1973 kaufte Hans Beckmann dann das Haus nebenan: die Hauptstraße 107. Der Platzbedarf wuchs, denn er machte eine Prüfung zum Akustiker und verkaufte fortan auch Hörgeräte. Im gleichen Haus war unter anderem die Boutique "Sabrina", Ein Tabakwarenladen und Uhren Fischer untergebracht. 1993 wurde dann aus zwei Läden einer gemacht - schließlich wurde die Auswahl an Brillenfassungen immer größer, ebenso wie die Auswahl an Hörhilfen. "Früher gab es vielleicht 20 verschiedene Modelle, heute fast 2000 verschiedene Hörgeräte", erklärt Jörg Beckmann, der das Geschäft 1998 übernommen hatte. Auch der Arbeitsalltag eines Optikers hat sich geändert. Geschliffen und gebohrt wird in der Beckmann'schen Werkstatt immer noch, darauf legt er Wert: "Wir wollen nicht nur ein reines Verkaufsgeschäft sein, sondern wir verstehen uns auch als Handwerksbetrieb - darum machen wir in unserer Werkstatt so viel wie möglich selbst".  

Heutzutage wird jedoch nicht mehr mit Keramik, sondern Diamant geschliffen - und Pedale treten muss auch niemand mehr. Stattdessen wird die CNC-Fräse programmiert, die dann das Glas fräst, schleift und die Bohrungen übernimmt. Das ganze Gerät passt bequem auf einen Schreibtisch.  "Die Technik, aber auch die Materialien haben sich in den letzten 50 Jahren vollkommen verändert - da liegen Welten dazwischen".   Und im Laden stehen heutzutage etwa 2000 Brillenfassungen zur Wahl. Gibt es denn irgendetwas, was sich nicht verändert hat? Eigentlich nicht. Sogar die Sonnenbrillen haben sich  - nicht nur modisch -verändert: "Die Menschen sind heute blendempfindlicher. Durch die verminderte Ozonschicht entsteht mehr Blendung - darum sind die Sonnenbrillen heute stärker getönt als früher", erklärt Jörg Beckmann. Auch in den nächsten Jahren, da ist er sich sicher, wird die Entwicklung nicht stehenbleiben. "Das ist in unserer Branche genau so wie eigentlich überall".
Vor drei Jahren fand schließlich der jüngste Umbau statt, bei dem die Geschäftsräume durch einen Anbau vergrößert wurden, um eine Hörakustikkabine und ein größeres Lager unterbringen zu können. Und auch das wird sicher nicht die letzte Umbaumaßnahme gewesen sein, die das traditionsreiche Geschäft erleben wird....
Viele langjährige Geschäftspartner und Kunden kamen am Freitag in den Laden, um Hans und Jörg Beckmann zum Jubiläum zu gratulieren -  und ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen.


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