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Sonntag, 22. September 2019
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Geschrieben von PM / Boris Janssen am 04. Dezember 2018
Wirtschaft

Sparkassenfusion ist geplatzt

Absage aus Duderstadt – Zusammenschluss ist damit vom Tisch

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Die Viererfusion der Sparkassen Osterode am Harz, Duderstadt, Münden und Bad Sachsa ist geplatzt. Der Rat der Stadt Duderstadt hat am Dienstag (04.12.2018) die Zusammenlegung der Sparkassen mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Damit ist die Sparkassenfusion in ihrer jetzigen Konstellation vom Tisch. Eine bereits geprüfte Alternative zur Viererfusion gibt es nicht.

Zur Abstimmung stand eine ausgehandelte Fusionsvereinbarung. Sie war das Ergebnis eines intensiven neunmonatigen Verhandlungsprozesses. Nach dessen Abschluss ging es in den Vertretungen der beteiligten Kommunen – Räte und Kreistag – ausschließlich um die Bewertung eben dieses Ergebnisses. Nachverhandlungen gab und gibt es in keiner der beteiligten Kommunen.

Die Entscheidung ist zugleich eine Niederlage für die Kreisverwaltung um Landrat Bernhard Reuter. Sie hatte vehement für die Fusion geworben und zeigt sich in einer Pressemitteilung vom Dienstagabend tief enttäuscht: „Der Rat der Stadt Duderstadt hat bei seiner Entscheidung lokalen Aspekten Vorrang eingeräumt, das ist zu respektieren. Eine Abwägung mit den Vorteilen der Fusion für die Sparkassenstruktur im Landkreis und die übrigen betroffenen Sparkassen war bedauerlicherweise nicht ausschlaggebend.“ Die Ablehnung lasse keine Rückschlüsse auf Qualität und Substanz der Fusionsvereinbarung zu, heißt es in der Pressemitteilung. Vielmehr sei „kritisch anzumerken“, dass von allen Beteiligten viel Energie und Ressourcen in die Verhandlungen eingebracht worden seien. „Dem bleibt nun ebenso eine Würdigung versagt wie der Leistung der Duderstädter Verhandlungsdelegation. Diese hatte hart für die Sparkasse Duderstadt und seine Träger verhandelt und das Ergebnis als akzeptabel und fair bewertet.“

Diese Ansicht der Kreisverwaltung teilt aber offenbar nicht jeder. Vor der Absage aus Duderstadt hatte bereits der Rat der Stadt Bad Lauterberg gegen die Fusion gestimmt.

Aus Lauterberger Sicht wurden unsere Interessen nicht genügend berücksichtigt und daher gab es auch eine fraktionsübergreifende Ablehnung im Rat, sagt Bürgermeister Dr. Thomas Gans: Die Sparkasse Osterode mit ihrer Größe und Wirtschaftskraft ist in dem ausgehandelten Kompromiss einfach zu kurz gekommen, deswegen habe ich auch persönlich die Fusion unter diesen Bedingungen abgelehnt.

Auch die CDU-Stadtverbände Bad Lauterberg und Osterode hatten sich dagegen ausgesprochen. In Hann. Münden hatten die MitarbeiterInnen der Mündener Sparkasse 1.500 Unterschriften gegen die Fusion gesammelt.

Alles, was in den letzten Monaten ausgehandelt wurde, ist nun hinfällig  wie es jetzt weitergehen wird, weiß niemand.

 


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