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Donnerstag, 17. Januar 2019
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Kommentar von Boris Janssen, 28. August 2014
Das ist doch...

…verboten!

Dass ihr Tun nicht wirklich erlaubt ist, dürfte den „Baustellen-Besuchern“ auf der B 243n eigentlich klar sein. Doch immer mehr Ertappte werden jetzt auch noch frech.

Betreten verboten: Die B 243n ist noch immer eine Baustelle. Da will niemand für irgendwen haften müssen.
Betreten verboten: Die B 243n ist noch immer eine Baustelle. Da will niemand für irgendwen haften müssen.

Der Mensch ist per se neugierig auf Neues und es ist ja auch wirklich verführerisch: Wann hat man schon die Gelegenheit, auf einer vierspurigen Straße ganz in Ruhe zu radeln, zu inlinern, zu skaten, zu wakeboarden, sein Quad auszufahren oder auch ganz schlicht per pedes zu lustwandeln? Eben!

So nutzen die Bad Lauterberger derzeit die bald fertige B 243n als Naherholungsgebiet der etwas spezielleren Art. Da werden auf der nagelneuen Fahrbahn allerhand Gefährte ausprobiert und Aussichten genossen, die man bald als dahinrauschender Kraftfahrer so nicht mehr hat.

 

Baustellenverweise aus Sicherheitsgründen

Nun wollen wir mal lieber gar nicht erst fragen, wer bisher wirklich und wahrhaftig noch nie und nimmer auch nur eine Zehenspitze auf den neuen Asphalt gesetzt hat. Aber eines ist sicherlich allen klar: Erlaubt ist das nicht!

Die B 243n ist nämlich nach wie vor eine Baustelle, auf der mit Hochdruck an der Fertigstellung gearbeitet wird. „Hier arbeiten Firmen auch manchmal bis zum Einbruch der Dunkelheit“, betont Andrea Linke von der Bauüberwachung Streckenbau. Da hätten Betriebsfremde allein schon aus Sicherheitsgründen nichts zu suchen. Deshalb sehe man sich auch verpflichtet, „alle Personen zu verweisen, welche nicht hier arbeiten. Denn wir als Bauleitung werden letztlich zur Verantwortung gezogen, wenn etwas passieren sollte.“

 

„Fast von Radfahrern angegriffen“

Nun fragt man sich ja, warum so mancher Zeitgenosse sein illegales Treiben überhaupt ausgerechnet zu den Arbeitszeiten ausführen muss und sich nicht wenigstens aufs Wochenende beschränkt. Da wäre es doch wohl das Mindeste, im Falle des fälligen Verweises kleinlaut von dannen zu schleichen.

Aber denkste. „Immer mehr Leute widersetzen sich den Baustellenverweisen“, berichtet Andrea Linke und erzählt von einem traurigen Höhepunkt, der sich am Mittwoch (27.08.2014) zugetragen hat: „Eine junge Bauleiterin unseres Büros fühlte sich bedroht, weil sie fast von Radfahrern angegriffen wurde, die ihrer Weisung, die Baustelle zu verlassen, nicht Folge leisten wollten.“ Die junge Mitarbeiterin sei danach regelrecht fertig und nicht mehr in der Lage gewesen, weiter zu arbeiten. Solch dreistes Verhalten „kann aus unserer Sicht nicht angehen“, findet Linke. Und da kann man ihr einfach nur Recht geben.

 

Bürgerfest als absolute Ausnahme

Viele Ertappte bezögen sich auf angebliche Aussagen in einem Zeitungsartikel, wonach die neue Straße bereits genutzt werden dürfe. „Dem ist nicht so!“ widerspricht Andrea Linke. Das große Bürgerfest am Sonntag (31.08.2014) sei die einzige absolute Ausnahme, bevor die Straße dann am Freitag (05.09.2014) für den Verkehr freigegeben wird.

Wer also bisher wirklich und wahrhaftig noch nie und nimmer auch nur eine Zehenspitze auf den neuen Asphalt gesetzt hat, das aber gerne einmal tun möchte, ohne in die Illegalität abzurutschen, der sollte am Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr zur Anschlussstelle auf dem Butterberg kommen. Alle anderen könnten das Bürgerfest zur Rückkehr in die Gesetzlichkeit nutzen. Das ganze Resozialisierungsprogramm finden Sie hier.


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