Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Freitag, 23. August 2019
Login


 Geschrieben von Gordy am 14. März 2019
Gedichte von Brigitta Weiss

Vier Ecken

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Die Tagwelt meines Kindes hat vier Ecken, in denen kann es sich gekonnt verstecken, in denen müllt es sich behaglich ein.

Hier kann es spielen, schmollen, heimlich naschen, Schätze vergraben aus den Hosentaschen, und manchmal schläft es dort im Sitzen ein.

Und wenn dann kleine Freunde es besuchen, gibt es in einer Ecke Saft und Kuchen, in die drei anderen verreist man dann.

Es sind jetzt Meer, Gebirge oder Wüsten, wohin sie brummend mit dem Flugzeug düsten, und wo man sie nicht mehr erreichen kann.

Vier Ecken braucht das Kind sich wohlzufühlen, vier Ecken, um sich mollig einzuwühlen, benutzt sie bald als Höhle, bald als Nest.

Ich wünsche ihm für zukünftige Zeiten, dass man ihm stets die vier Geborgenheiten in seinen eigenen vier Ecken lässt.

 

Brigitta Weiss aus „Aufwind“


.................................................................................................................................................

Bild der Woche