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Montag, 08. August 2022
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Geschrieben von Gordy am 09. Mai 2013

Gordy's

Sonne satt in Hamburg

Ganz locker auf dem Kirchentag.

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So ganz ohne Promis gehts halt nicht - Elisabeth Motschmann, stellvertr. Landesvorsitzende der CDU Bremen mit Inge Holzigel
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Die Arche Noah war ein vielbesuchter Anziehungspunkt
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Fahrradgottesdienst am Fischmarkt
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Von hier wird "Inas Nacht" gesendet
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"Rabauke" von der Seemanns-Mission - ein Super-Typ
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Schlussgottesdienst im Stadtpark
Schlussgottesdienst im Stadtpark

In der 60jährigen Geschichte des Deutschen Evangelischen Kirchentages hatte die Freie- und Hansestadt Hamburg zum vierten Mal die Rolle des Gastgebers übernommen. Der 34. Kirchentag wurde am Mittwoch, dem 1. Mai, in der neuen Hafen-City eröffnet und endete am Sonntag, dem 5. Mai, in einem großen Open-Air-Gottesdienst im Hamburger Stadtpark.

Über 117.000 Dauerteilnehmer besuchten das fünftägige Treffen von Christen und allen Interessierten verschiedener Konfessionen, das in diesem Jahr unter dem Leitwort "Soviel du brauchst" stand.

Hamburg zeigte sich in jeder Hinsicht von seiner besten Seite. Blaue Schals, Fahnen und Plakate prägten, ergänzt von einem strahlend blauen Himmel, an allen fünf Tagen das Stadtbild Hamburgs - das war dann wirklich so viel, wir brauchten.

Die zahlreichen Großveranstaltungen in denen sich die politische Prominenz - von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück bis hin zu Claudia Roth und Katrin Göring-Eckardt von den Grünen die Ehre gaben, waren für uns weniger die  Anziehungspunkte dieses Kirchentages.

Für "uns", das sind LN-Redakteur "Gordy" und Inge Holzigel, war vielmehr die Neugier und das Interesse an neuen, zwischenmenschlichen Kontakten die Triebfeder zur "Streunerei" über die unterschiedlichen Veranstaltungsorte dieses Kirchentages. Das rundum schöne Wetter zog uns dabei vornehmlich zu den Außenveranstaltungen an Alster, Rathausmarkt und Hafen.

Die Menschen, jung und alt, fromm oder weniger fromm, evangelisch oder einer anderen Konfession zugehörig zu beobachten, wie sie in friedlicher Eintracht diese Tage feierten und miteinander kommunizierten, animierte auch uns immer wieder zum Mitmachen und Mitreden.

Nie hätte ich einmal gedacht - als jemand, der 30 Jahre in dieser Stadt verbracht hat - einmal die Arche Noah, neben Kreuzfahrt- und Containerschiffen, im Hafen besuchen zu können. Der HolländerJohan Huibers hat sich nach 16monatiger Bauzeit im Jahr 2007 hiermit seinen ganz persönlichen Traum verwirktlicht. Seit Oktober 2010 ist Aad Peters der neue Eigentümer und realisierte auf der Arche den ersten Bibel-Erlebnispark in Europa (www.diearchenoah.com). Wir sagen: Sehr empfehlenswert - und zwar für Jung und Alt.

Am Fischmarkt, vor der Fischauktionshalle, wurde erstmals ein Fahrradgottesdienst angeboten, der allgemein großen Zuspruch fand. Vielleicht ist das für Hamburg ein ganz besonderer Anreiz sich zukünftig aus der Position des Schlusslichtes der fahrradfreundlichsten Städte weiter nach vorn zu arbeiten.

Der Hamburger Fischmarkt hielt uns den gesamten Nachmittag über in seinem Bann gefangen. Hier und da ein Alterwasser zur Erfrischung, immer wieder nette Gespräche und neue Leute kennen lernen. Und so ging es längs über  diese Traditionsmeile und die Erinnerungen an Zeiten, als hier noch nicht die Bürohochhäuser den Blick auf die Elbe verwehrten und noch ein Hauch Seemannsromantik zu spüren war, überkamen mich. Natürlich statteten wir auch dem, durch "Inas Nacht" berühmt gewordenen, "Schellfischposten" einen kleinen Besuch ab.

Zwei Schritte weiter steht man dann vor der Seemannsmission, die im Gegensatz zu früheren Zeiten heute auch von Frauen betreten werden darf. Ein sauberer, einfacher Hotelbetrieb lädt hier zur Übernachtung für Jedermann ein und es steht für uns jetzt schon fest, dass wir diese Möglichkeit, mitten im Hafen zu wohnen, so bald wie möglich einmal realisieren werden. Frank, der auf den Spitznamen "Rabauke" hört, Harley fährt und ehrenamtlich in der Mission hilft, ludt uns ein zum Kaffee und zur Besichtigung. Viele gemeinsame Interessen und eine gegenseitige Spontansympathie werden mich diesen Mann mit der rauhen Schale und dem großen Herzen so schnell nicht vergessen lassen.

Mit einem, von etwa 130.000 Menschen besuchten, Open-Air-Abschlussgottesdienst im Stadtpark ging am Sonntag der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel zu Ende. Der Kirchentag verdeutliche einmal mehr das existierende Bedürfnis der Menschen, sich einzumischen und Dinge ändern zu wollen, so die Bischöfin der gastgebenden Nordkirche, Kirsten Fehrs.

Hamburg war ein hervorragender Gastgeber - danke für die schöne Zeit.


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