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Dienstag, 20. Oktober 2026
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 Geschrieben von ski am 17. Juni 2024
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Snacks, Getränke, Vapes rund um die Uhr gibt es bei „Tante Lotti“

Ein Verkaufsautomat vor dem Eiscafé Venezia lockt mit außergewöhnlichen Waren

Thomas Lottig vor dem Verkaufsautomaten, der "Tante Lotti"
Thomas Lottig vor dem Verkaufsautomaten, der "Tante Lotti"
Die Gurkensnacks waren schon nach wenigen Tagen ausverkauft - aber keine Sorge: sie sind schon nachbestellt
Die Gurkensnacks waren schon nach wenigen Tagen ausverkauft - aber keine Sorge: sie sind schon nachbestellt
Trendsnacks und Trendgetränke sind auch dabei
Trendsnacks und Trendgetränke sind auch dabei
"Tante Lotti" ist rund um die Uhr verkaufsbereit und verfügt über Alterskontrolle und verschiedenste Bezahlmöglichkeiten
"Tante Lotti" ist rund um die Uhr verkaufsbereit und verfügt über Alterskontrolle und verschiedenste Bezahlmöglichkeiten
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Seit wenigen Tagen steht sie da, mitten in der Stadt: „Tante Lotti“ ist ein Warenverkaufsautomat, hochmodern, gekühlt, rund um die Uhr verkaufsbereit und voller interessanter Sachen. Hier gibt es nicht nur die immergleichen Süßwaren und Getränke, sondern auch ein ausgefallenes Warensortiment: trendige Geschmacksrichtungen an Soft- und Energydrinks, die sonst nur im Ausland zu bekommen sind, importierte Süßigkeiten, Gurkensnacks, asiatische Instantsuppe, Zahnstocher mit Minzgeschmack, Vapes in den neuesten Sorten…  - es sind Produkte aus aller Welt dabei. „Das macht mir am meisten Spaß dabei: auszuprobieren und zu überlegen, was man ins Sortiment nehmen könnte“, sagt Thomas Lottig, der Betreiber. Dabei lässt er sich auch von seinen Kindern im Teenager-Alter darüber beraten, was gerade angesagt ist. Auf jeden Fall soll es immer wieder etwas Anderes in dem Automaten geben: „Ich habe vor, dass alle zwei, drei Wochen etwas Neues reinkommt, damit es nicht langweilig wird“.  Übrigens können die Benutzer auch Produktwünsche äußern.

Das Preisniveau entspricht etwa dem, was man an einer Tankstelle auch bezahlen würde – die aus anderen Ländern importierten Spezialitäten sind natürlich etwas teurer. Dafür bekommt man hier Sachen, die man fast nirgends findet (Limonade mit Litchi-Geschmack! Blaubeer-Energy-Drink! Sweet Chili Chips!). Diese Dinge müssen vor dem Einstellen in den Verkaufsautomaten auch noch aufwändig mit deutschsprachigen Etiketten und gegebenenfalls Pfandaufklebern versehen werden – eine echte Fleißarbeit, sagt Thomas Lottig.

Idee entstand während des Lockdowns

Das Gerät selbst ist die neueste Generation eines deutschen Automatenherstellers und verfügt über eine Alterskontrolle, natürlich eine Kühlung, einen Bildschirm, der sogar Videos abspielen kann, hochmoderne Bezahltechnik (Bezahlen ist mit Bargeld, EC-Karte, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay möglich) – und der 500 Kilogramm schwere Automat ist fest im Boden verankert. „Man kann also nicht einfach dran rütteln, in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein Snickers rausfällt“, lacht Lottig.

Er kam übrigens mehr zufällig zu dieser Idee mit dem Verkaufsautomaten: seit vielen Jahren betrieb der Barbiser einen Handyladen in Nordhausen. „Während des ersten Corona-Lockdowns war ja einmal Zeit, durchzuatmen und sich grundsätzlich Gedanken zu machen. Da habe ich zufällig ein YouTube-Video von einem Pizzaautomaten gesehen“. Die ursprüngliche Idee eines solchen Pizzaautomaten wurde zwar bald verworfen, aber das Thema Verkaufsautomaten ließ ihn nicht mehr los, und seither überlegte, recherchierte und plante er. „Nach dreißig Jahren in der Telekommunikationsbranche war ein bisschen die Luft raus - ich wollte mich noch einmal verändern und etwas ganz Neues machen, was mir Spaß macht“. Und die Begeisterung für die Technik der hochmodernen Geräte bringt er ohnehin mit.  Von den vielen Vorschriften, die es diesbezüglich gibt – von der sachgerechten Lagerung der Lebensmittel in entsprechenden Räumen bis hin zu der Regelung, dass an dem Gerät ein Metallschild mit den Kontaktdaten des Betreibers angegeben sein muss – hat er sich dabei nicht abschrecken lassen. Nicht nur die Vorbereitung ist arbeitsintensiv: „Es ist nicht so, dass das Verkaufen am Automaten ganz von alleine geht“. Aber die Technik hilft: die Telemetrie informiert ihn online darüber, wieviel von welchen Waren er einpacken und nachfüllen muss.

Standortvorschläge und Produktwünsche können geäußert werden

Die erste „Tante Lotti“ steht jetzt also im Herzen von Bad Lauterberg vor dem (derzeit nicht betriebenen) Eiscafé Venezia. Besonders dankt Lottig der Familie Mangold dafür, dass sie ihm die Möglichkeit gegeben haben, den Automaten an diesem exponierten Ort aufzustellen.  Damit auch alles ordentlich bleibt, hat er übrigens einen neuen Mülleimer gleich daneben angebracht.
Diese „Tante Lotti“  soll aber nicht lange alleine bleiben: derzeit sucht Thomas Lottig noch nach geeigneten Standorten im Umkreis für weitere Automaten. „Gerne kann man mir auch Standortvorschläge machen!“

„Tante Lotti“ wird jedenfalls bereits gut frequentiert und sorgt immer wieder für regelrechte Trauben, die sich drumherum bilden und über die angebotenen Waren fachsimpeln. Die Trendsnacks und Trendgetränke kommen vor allem bei der jungen Generation gut an – aber auch alle anderen finden immer etwas für den kleinen Hunger oder Durst. Nur einen Wunsch kann der Automat (noch) nicht erfüllen: „So etwas richtig Gesundes ist nicht dabei“, sagt Thomas Lottig - „außer vielleicht die Gurkensnacks“. Aber möglicherweise kommt das ja noch - wenn es die Kunden wünschen.

Produktwünsche und Standortvorschläge kann man per Telefon oder WhatsApp an 0157-57761316 schicken oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 


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