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Geschrieben von ski am 16. April 2019
Aktuell

Positive Entwicklung bei den Bad Lauterberger Gästezahlen

Auch im vergangenen Jahr konnten die Übernachtungen nochmals gesteigert werden

Die Wetterprognose für Ostern sieht gut aus - das dürfte auch viele Gäste nach Bad Lauterberg locken
Die Wetterprognose für Ostern sieht gut aus - das dürfte auch viele Gäste nach Bad Lauterberg locken
Das Wandern ist stark im Trend. Foto: Marc Gilsdorf Fotografie / HTV
Das Wandern ist stark im Trend. Foto: Marc Gilsdorf Fotografie / HTV
Die Hotels, wie hier das Revita, bringen rund 82% der Gäste in die Stadt
Die Hotels, wie hier das Revita, bringen rund 82% der Gäste in die Stadt

Der Anstieg klingt zunächst einmal nicht so wahnsinnig beeindruckend: die Zahl der Gäste, die Bad Lauterberg besucht haben, wuchs im Jahr 2018 um knapp ein Prozent auf 109.936 Personen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 3.308 auf 507.768.

Aber die Zahlen zeigen, dass sich der positive Trend der letzten Jahre fortsetzt. In den letzten zehn Jahren ist ein deutlicher, stetiger Anstieg der Gästezahlen festzustellen (2009 waren es noch 94.541 Gäste gewesen). Dass die Übernachtungszahlen nicht ganz so stark angestiegen sind, liegt daran, dass sich die durchschnittliche Dauer des Aufenthalts verkürzt hat: die Verweildauer lag 2018 bei 4,6 Tagen – zehn Jahre zuvor waren die Gäste noch durchschnittlich 5,31 Tage geblieben.  „Bad Lauterberg ist eben eine typische Zweitdestination, wo man nach dem großen Urlaub noch zu einem Kurzurlaub hinfährt“ so Stadtmarketingleiter Frank Hartmann und Bürgermeister Dr. Thomas Gans beim kürzlichen Pressegespräch. Sie betonten: „Wir sind zufrieden mit den Zahlen und hoffen, dass wir diesen Anstieg weiter verstetigen können.“  Auch im neuen Jahr sieht es bislang sehr erfreulich aus, wozu vor allem ein starker Januar beigetragen hat. Auch über Ostern werden sicherlich wieder viele Gäste nach Bad Lauterberg kommen. Der touristisch stärkste Monat ist jedoch in der Regel der Oktober, wie ein Blick auf die Statistik beweist.

Wie Frank Hartmann erläuterte, bringen die neun Hotels der Stadt rund 82% der Gäste und zeichneten für 57% der Übernachtungen verantwortlich. Weitere 10% der Gäste, die rund 37% der Übernachtungen ausmachen, kommen durch die Kliniken bzw. Sanatorien nach Bad Lauterberg. Rund 3 % der Übernachtungen finden in Ferienwohnungen statt.
„Wir haben also ein Angebot für wirklich jeden Geldbeutel: von der Ferienwohnung über den Campingplatz bis zum Fünf-Sterne-Hotel“, so erklärt Hartmann.

Von der Zimmervermittlung zur Freizeitberatung

Die Arbeit, die die Tourist-Info leistet, hat sich dabei in den letzten Jahren verändert: „Heute wird viel übers Internet gebucht. Trotzdem wird die persönliche Beratung an der Tourist-Info viel nachgefragt – aber weniger für Zimmervermittlung, sondern vor allem für Veranstaltungen und Ausflugstipps in Bad Lauterberg und der Region“, sagt Hartmann. Nicht zuletzt deshalb ist das, was die Einheimischen immer noch die Kurverwaltung nennen, auch als Harz-Tourist-Info zertifiziert. „Man muss sich heute harzweit vermarkten“, betont der Bürgermeister: „Sonst kann man mit den Konkurrenzdestinationen nicht mithalten. Die Konkurrenz sind nämlich nicht die anderen Orte im Harz, sondern andere Urlaubsregionen – vom Bayerischen Wald bis Mallorca. Deshalb engagiert sich Bad Lauterberg auch stark im Harzer Tourismusverband HTV“.

Trend zum Wandern und zum Radfahren

Zum Glück gibt es in Bad Lauterberg und der Harzregion für die Gäste viel zu erleben. Besonders freut sich der Bürgermeister darüber, dass der Kurpark belebt werde konnte: „Mit dem Minigolfplatz, dem Traumspielplatz und den anderen Attraktionen ist er zu einem echten Treffpunkt für alle geworden – genau so hatten wir uns das gewünscht“. Auf dem Programm vieler Touristen steht aber auch das Wandern: „Das ist mittlerweile ein echter Familiensport – und die Harzer Wandernadel (externer Link) ist ein richtiger Trend“, berichtet Hartmann. Zunehmend wird der Harz auch von Fahrradtouristen entdeckt. Früher waren es hauptsächlich Mountainbiker, die den Harz besuchten. Doch durch die zunehmende Beliebtheit von E-Bikes wird es wohl künftig immer mehr Gäste geben, die auf zwei Rädern unterwegs sind. „Durch die E-Bikes haben die Berge für Radler ihren Schrecken verloren“, sagt Gans. Auch zukünftig will man auf solche neuen Trends im Tourismus reagieren, um den guten Verlauf, der sich insbesondere seit 2013 in der Statistik zeigt, beizubehalten.


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