Geschrieben von ski, Fotos: Karl-Heinz Bleß am 21. Mai 2019
Vom Schornsteinfeger zum Energieberater
Die Landesinnung der Schornsteinfeger tagte im Bad Lauterberger Hotel Revita




Am 16. und 17. Mai waren in Bad Lauterberg sehr, sehr viele Glücksbringer unterwegs. Das wäre aber sicherlich nur dann aufgefallen, wenn sie ihre Arbeitskleidung getragen hätten: die Landesinnung der Schornsteinfeger tagte im Hotel Revita. 860 Schornsteinfegerbetriebe sind darin organisiert, und diese nutzten die Gelegenheit, um nicht nur Innungspolitik zu betreiben, sondern auch eine kleine Fachmesse zu veranstalten. Eine Ausstellung zeigte die neueste Technik bis hin zur Software, die den Schornsteinfegern bei ihrer Arbeit helfen soll.
Und diese Arbeit wandelt sich in ganz großen Schritten, wie der Diplom-Physiker und Schornsteinfeger Klaus Lamprecht bei seinem Fachvortrag erklärte. Es wird in Zukunft immer weniger Schornsteine zu fegen geben – dank Wärmepumpe und anderen verbrennungsfreien Heiztechniken. Was dafür immer mehr in den Mittelpunkt rückt, ist die Immissionsmessung. Schornsteinfeger, so sein Rat an seine Berufskollegen, werden als vertrauenswürdige Berater in Sachen Energie- und Heiztechnik wahrgenommen, auch wenn es beispielsweise um Altbausanierungen gehe. Um als Energieberater ihre Kunden gut beraten zu können, müssen sich die Schornstein jedoch nicht nur mit Heizkesseln, sondern auch mit Förderprogrammen auseinandersetzen, so Lamprecht.
Bürgermeister Dr. Thomas Gans nutzte sein Grußwort, um bei den Glücksbringern für die schöne Stadt Bad Lauterberg zu werben, die von der Einkaufsmeile, den drei Kliniken über die Fertigung von U-Boot-Batterien bis hin zu den zwei Spirituosenfabriken allerhand zu bieten hat – denn vielleicht möchte ja der eine oder andere Schornsteinfeger einmal privat wiederkommen. Als Dankeschön erhielt er von Landesinnungsmeister Stephan Langer einen Original-Schornsteinfeger-Zylinder.