Geschrieben von Uwe Bock (Feuerwehr Herzberg) am 28. Juni 2019
Drei Einsätze am selben Ort
Brennende Paletten mit Holzkohlebriketts haben Herzberger Feuerwehr mehrfach beschäftigt
Mehrere Paletten mit Holzkohlenbriketts sind am Donnerstag (27.06.2019) in Herzberg in Brand geraten und haben die örtliche Feuerwehr gleich drei Mal beschäftigt – und offenbar nicht nur diese.
Ein ortsansässiges Logistikunternehmen hatte gegen 10 Uhr eine Lkw-Ladung von insgesamt 16 Paletten mit in Kartons verpackten Holzkohlenbriketts geliefert bekommen. Gegen 12 Uhr bemerkten Mitarbeiter Rauch und Brandgeruch, die von den Paletten ausgingen. Per Telefon nahmen sie Kontakt zur Feuerwehr Herzberg auf, die dann mit drei Personen und dem Hilfeleistungslöschfahrzeug „HLF 20" die Schadenstelle begutachtete. Mit der Wärmebildkamera wurden in zwei der Paletten Glutnester lokalisiert, die dann mit einem C-Rohr abgelöscht wurden.
Es stellte sich dann heraus, dass die Ladung Holzkohlebriketts bereits auf der Autobahn einen Feuerwehreinsatz ausgelöst hatte. Den Ladepapieren war nämlich zu entnehmen, dass schon vorher zwei brennende Paletten abgeladen und entsorgt worden waren. Anschließend wurde der Lastwagen samt Ladung von der dortigen Feuerwehr und Polizei wohl zur Weiterfahrt freigegeben. Wo genau sich dieser Vorfall ereignet hatte, konnte vorerst nicht ermittelt werden, da der ukrainische Lkw seine Fahrt bereits fortgesetzt hatte. Hierzu hat die Polizei Herzberg Ermittlungen aufgenommen.
Am Nachmittag gegen 16.30 Uhr flammten erneut zwei Paletten-Stapel auf. Passanten bemerkten dies und alarmierten sofort die Feuerwehr Herzberg. Mit zwei Löschfahrzeugen, dem Einsatzleitwagen und insgesamt 18 Einsatzkräften war die Feuerwehr vor Ort. Die Kräfte packten den Großteil der Paletten ab, kontrollierten diese und löschten gegebenenfalls ab. Dieser Einsatz war gegen 18 Uhr beendet.
In der Nacht zu Freitag schließlich wurde die Feuerwehr gegen 1.05 Uhr ein weiteres Mal alarmiert. Die letzte verbliebene Palette hatte sich erneut entzündet und musste abgelöscht werden. Auch hier war die Feuerwehr mit 18 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort. Gegen 1.45 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

