Geschrieben von ski am 04. Juli 2019
Neuer Geschäftsführer, neuer Trakt
Beim 22. Sommerfest der Klinik Dr. Muschinsky fehlte diesmal die Politprominenz



Auch beim zweiundzwanzigsten Sommerfest der Klinik Dr. Muschinsky herrschte wieder das beste Muschinsky-Wetter. Auch sonst war alles wie gewohnt: viele Gäste tummelten sich im Garten der Klinik, ließen sich die Spezialitäten schmecken und genossen die Sonne. Doch eines war in diesem Jahr anders: die politische Prominenz fehlte. Normalerweise waren immer politische Ehrengäste präsent - Landtags-, Bundestags- oder Europaabgeordnete. Diesmal jedoch sagten alle Eingeladenen kurz- oder längerfristig ab, wie Geschäftsführer Erik Cziesla berichtete. Ob dies den aktuellen politischen Entwicklungen oder vielleicht doch der Tatsache geschuldet war, dass weit und breit keine Wahlen anstehen, ist nicht sicher. Landrat und Kreistagsabgeordnete jedenfalls konnten aufgrund der Kreistagssitzung ebenfalls nicht anwesend sein, und so blieb Bürgermeister Dr. Thomas Gans der einzige politische Ehrengast.
Die Stimmung bei Erik Cziesla war dennoch gut - im Gegensatz zum Vorjahr: "Letztes Jahr war das traurigste Sommerfest, das ich je erlebt habe", scherzte er. Denn beim Public Viewing im Garten der Klinik war 2018 die deutsche Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft gegen Südkorea rausgeflogen und hatte die Feierlaune bei Mitarbeitern und Besuchern getrübt.
Der Bürgermeister lobte in seinem Grußwort die Klinik Dr. Muschinsky als "Hidden Champion": "Das ist eine der ersten Adressen in unserer Region, und wir sind als Stadt sehr stolz darauf". Er verriet aber auch, dass es sich um das letzte Sommerfest für Erik Cziesla als Geschäftsführer handle, der am Ende des Jahres in den Ruhestand gehen will. Cziesla hatte bei der Gelegenheit Benjamin Muschinsky der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Betriebswirt und Fachwirt im Gesundheitswesen ist bereits seit einiger Zeit im Haus tätig und seit 1. Juli ebenfalls zum Geschäftsführer bestellt.
Die zahlreichen Lauterberger und Hausgäste der orthopädischen Klinik konnten die Gelegenheit nutzen, um die neue Erweiterung in Augenschein zu nehmen: die Klinik erhält ein weiteres Stockwerk, das oben aufgesetzt wird. Bis zum Herbst, so Cziesla, soll der vordere Bereich fertiggestellt sein; die Gesamtmaßnahme soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Im Zuge des Umbaus werden bisherige Doppel- zu Einzelzimmern, es werden aber auch einige großzügige Doppelzimmer für Paare entstehen. Die ersten Musterzimmer konnten bereits besichtigt werden und lösten große Begeisterung bei den Gästen aus: "Wie in einem schicken Hotel", so die einhellige Meinung. Und das ist ja auch das Ziel: "Die Ansprüche der Patienten haben sich gewandelt", weiß man bei Muschinsky. Cziesla berichtete im Gespräch mit LauterNEUES aber auch von langwierigen Verzögerungen bei der Baußmaßnahme, die außerdem noch deutlich teurer wurde als geplant. Auch Handwerksfirmen seien derzeit sehr schwierig zu bekommen.
Die Besucher ließen es sich wieder gutgehen und musikalisch unterhalten und nahmen noch den ein oder anderen Tombolagewinn mit nach Hause. Der Erlös der Veranstaltung ging diesmal an den Schalmeienzug Osterhagen und das DRK.