.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Dienstag, 20. Oktober 2026
Login



Geschrieben von ski am 11. September 2013
Aktuell

Mit der Rauschbrille auf dem Kettcar

Verkehrssicherheitsaktion von Polizei und Verkehrswacht bei der KGS

Bälle fangen mit Promille - ein Ding der Unmöglichkeit
Bälle fangen mit Promille - ein Ding der Unmöglichkeit
Kettcarfahren mit Rauschbrille: so soll die Wirkung von Alkohol veranschaulicht werden
Kettcarfahren mit Rauschbrille: so soll die Wirkung von Alkohol veranschaulicht werden
Der tote Winkel ist riesig: davon konnten sich die Schüler selbst überzeugen
Der tote Winkel ist riesig: davon konnten sich die Schüler selbst überzeugen

Am Dienstag war die KGS der Schauplatz der gemeinsamen Aktion zur Verkehrssicherheit von Verkehrswacht und Polizei. Doch weil erneut Dauerregen herrschte, musste der eigentlich geplante Roller- und Mofaprüfstand ausfallen - bei dem Wetter war kaum jemand mit dem motorisierten Zweirad zur Schule gekommen.
Dafür gab es einen Rauschbrillenparcours für die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen. Die beiden Brillenmodelle simulieren einen Rauschzustand, der ungefähr 0,8 Promille am Tag beziehungsweise 1,5 Promille bei Nacht entspricht. Damit galt es, auf einer geschwungenen Linie entlangzulaufen, auch rückwärts, und sich dabei im Bällefangen zu versuchen - dabei konnten die Teilnehmer ganz praktisch erfahren, wie sehr die eigenen Sinne und Fähigkeiten von Alkohol beeinträchtigt werden. Dann ging es zum Autofahren unter Alkoholeinfluss - oder vielmehr, zum Kettcarfahren mit Rauschbrille. Denn damit war unter Aufsicht von Polizist Hergen Müller eine an sich recht einfache Strecke in der Sporthalle zu fahren - und anschließend rückwärts einzuparken. Doch die Strecke, die ohne Rauschbrille kein Problem ist, wird mit Alkohol plötzlich äußerst herausfordernd. Schließlich gilt es, die Hütchen alle stehen zu lassen. Und wie die vorsichtig tastenden Schüler bewiesen, kann mit einem Rausch schon der Gang zum Fahrzeug Schwierigkeiten bereiten.

Die schrecklichen Folgen, die Alkohol bzw. Drogen am Steuer haben können, demonstrierte die Verkehrswacht mit einem Unfallfahrzeug, das auf dem Schulhof zu sehen war. Darin hat ein junger Fahrer aus Bad Lauterberg sein Leben verloren, als er unter Drogeneinfluss einen Unfall baute. Volker Hahn von der Verkehrswacht hatte über diese Problematik einen Vortrag vor den zehnten Klassen gehalten.

Zur Sicherheit auf dem Schulweg sollen die Busscouts beitragen, die seit einiger Zeit wieder an der KGS ausgebildet werden, wie Lehrer Christoph Karpstein berichtet. Sie organisieren das Einsteigen, so dass gefährliche Drängeleien vermieden werden, und haben ein Auge auf das Verhalten der Schüler während der Busfahrt. Die Schüler der fünften und sechsten Klassen trainierten bei dem Aktionstag mit Busscouts und Fahrer das richtige Verhalten, und konnten sich auch selbst davon überzeugen, wie groß der tote Winkel des Fahrers ist - und wo sie sich nicht aufhalten sollten, um nicht übersehen zu werden.

Schon am Morgen gab es zudem Geschwindigkeitskontrollen in der Scharzfelder Straße und Zechenstraße - schließlich können auch die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und abholen, eine Gefahrenquelle darstellen.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche