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Geschrieben von PM am 28. Dezember 2019

Aktuell

Als die Lauterberger Stuhlarbeiter streikten

Aktuelle Harz-Zeitschrift 2019 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von mittelalterlichen Wegen über Oberharzer Münzen bis zu den Bad Lauterberger Stuhlfabriken

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Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 71. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2019, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde von Dr. Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868, dem Gründungsjahr des Vereins.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Sieben Beiträge zur Harzgeschichte enthält der Band. Über die Struktur eines mittelalterlichen Weges von Quedlinburg in den Harz berichtet Udo Münnich. Der Beitrag von Maik Hauf bearbeitet die Wüstung Tautenhain im Braunschwender Forst im Ostharz. In Bezug zur Grube „Lautenthals Glück“ publiziert Reinhard Kuhn anschließend Gedanken zur Symbolik zweier Oberharzer Münzen. Prof. Dr. Hermann Böttcher – ein Langelner schreibt die Geschichte Halberstadts – damit hat sich der Autor Hendrik Finger ausgiebig beschäftigt. Über ehemalige Stuhlfabriken in Bad Lauterberg und Barbis, ihren langsamen Aufstieg und das jähe Ende schreibt Hans-Heinrich Hillegeist. Es folgt eine Abhandlung über den Lauterberger Stuhlarbeiterstreik von 1896 von Klaus Wettig. Ein neues Nekrolog-Fragment aus dem Stift St. Johann in Halberstadt hat der Autor Klaus Naß bearbeitet.

Eine Literaturschau und Rezensionen sowie Berichte der Arbeitskreise des Harz-Vereins runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 139 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag (www.lukasverlag.com (externer Link)) bestellt werden.

 

Vereinsgeschichte des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde

Im April 1868 wurde in Wernigerode der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. gegründet. Schon von Anfang an sollte er die Geschichtsinteressen aller am Harz beteiligten Menschen und Orte bündeln. Seit 1868 erscheint auch die durch den Harz-Verein herausgegebene Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde, seit 1948 Harz-Zeitschrift genannt.

Der Harz-Verein hat eine wechselvolle Geschichte, die zunächst sehr stark mit seinen prägenden Vorstandsmitgliedern verknüpft war. Bedeutende Vorstandsmitglieder waren unter anderen der 1. Vorsitzende Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode, der gräfliche Bibliothekar und Archivar Eduard Jacobs, der Wernigeröder Amtsgerichtsrat Walter Grosse, der Ehrenvorsitzende Karl Wolfgang Sanders, der den Verein nach dem 2. Weltkrieg wieder ins Leben rief, der langjährige Kustos am Braunschweigischen Landesmuseum Christof Römer sowie viele weitere Persönlichkeiten, die weit über die Geschichte des Harzes hinaus von Bedeutung sind.

Der Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde arbeitet länderübergreifend in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen – konsequenterweise ist er denn auch beim Vereinsregister Braunschweig registriert und unterhält seine Geschäftsstelle seit 2000 bei der Schloß Wernigerode GmbH. Der Verein gibt eine Monografien-Reihe heraus – die Forschungen zur Geschichte des Harzgebietes (kurz Harz-Forschungen). Diese bündeln immer wieder besondere Fragestellungen und Interessen, die das Harzgebiet betreffen. Gegenwärtig unterhält der Harz-Verein mehrere Arbeitskreise:

  • zur Archäologie des Harzes, geleitet von Hans-Jürgen Grönke in Nordhausen,
  • zur Landesgeschichte mit Kirchen- und Klostergeschichte, geleitet von Dr. Monika Lücke in Naundorf bei Halle,
  • zur Montangeschichte, geleitet von Hans-Heinrich Hillegeist und Dr. Wilfried Ließmann in Göttingen,
  • zur Rechtsgeschichte, geleitet von Dr. Dieter Pötschke in Leest bei Potsdam
  • und zur Zeitgeschichte in der Verantwortung von Dr. Friedhart Knolle in Goslar in Verbindung mit dem Verein Spurensuche Harzregion

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