Geschrieben von ski am 03. Januar 2020
28. Neujahrsempfang am Wiesenbeker Teich
Viele Besucher vor außergewöhnlicher Kulisse
Es war das erste Mal, dass die Besucher des Neujahrsempfangs am Wiesenbeker Teich die Veranstaltung mit einer solchen Aussicht erlebten: der Teich ist bereits weitgehend leergelaufen. Reparaturarbeiten am Striegel (Abfluss) machten die Maßnahme der Harzwasserwerke nötig, die für Einblicke auf den Teichgrund sorgt, die sonst verborgen bleiben. Ansonsten blieb das bewährte Programm erhalten, mit Glühwein, Musik vom Südharzer Bläser-Quartett und einer Neujahrsansprache des stellvertretenden Bürgermeisters Erik Cziesla. "Silvester ist überstanden, damit haben Sie und wir schon einiges in diesem Jahr geschafft. Der eine oder andere vielleicht mit etwas Nachwehen, was sich aber weiter setzen wird – spätestens nach einem Glühwein."
Er erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte des Bergbaus in und um Lauterberg, wofür der Wiesenbeker Teich einst angelegt worden war. Er erklärte den Besuchern auch, dass der Titel des Weltkulturerbes der Familie Dombrowsky als Betreiber von Campingpark und Wasserskianlage nicht unbedingt Vorteile bringt, sondern auch Nachteile. An die Dombrowskys gerichtet, sagte er: "Ihr habt nie aufgegeben, bleibt weiter dran." In einem kurzen Jahresrückblick erinnerte er an die Großereignisse des vergangenen Jahres, vom Brand der Kathedrale Notre-Dame über die Fridays-for-Future-Bewegung bis zur Insolvenz von Thomas Cook - "und natürlich Brexit, Brexit, Brexit".
Natürlich vergaß der stellvertretende Bürgermeister auch nicht, für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Lauterbergs zu werben.
Ein Geschenk hatte Cziesla noch für Maik Dombrowsky: alte Ansichten des Wiesenbek um 1900, als man dort noch Schlittschuh gelaufen ist. Inzwischen ist er für ein anderes sportliches Vergnügen noch bekannter, nämlich das Wasserskilaufen. Wenn die Reparatur des Striegels nach Plan verläuft, soll der Teich bis Mai wieder komplett gefüllt sein, so dass dem Wasserskivergnügen nächsten Sommer nichts im Wege steht.
Die zahlreichen Besucher des Neujahrsempfangs genossen den Sonnenschein und ließen sich den Glühwein schmecken.