Geschrieben von Dieter Pfeiffer am 31. Januar 2020
Der Wiesenbek ist leer
Angelsportverein und Harzwasserwerke haben am Wochenende das Abfischen gemeistert – Erste Reparaturarbeiten haben begonnen
Der Wiesenbeker Teich ist leergefischt, der Angelsportverein Bad Lauterberg und die Harzwasserwerke haben gemeinsam kräftig angepackt, um die Aktion am Wochenende (24.-26.01.2020) über die Bühne bringen zu können. Was die Fischausbeute angeht sind die Erwartungen des Vereins erfüllt worden – abgefischt wurden Hechte und Aale, vor allem aber Karpfen, Schleien und eine Menge Zander mit einer Größe zwischen 70 und 80 Zentimeter. Zusätzlich fischten die fleißigen Helfer etliche Kleinfische wie Weißfische, Barsche und Kaulbarsche heraus.
Los ging die Aktion am Freitagmorgen gegen halb acht bei frostigen Temperaturen. Die etwa 20 helfenden Angler mussten sogar erst einmal Eis vom geschrumpften Teich entfernen, bevor das große Fischen beginnen konnte. Unten am Striegelablauf am Fuß des Dammes und oben im Teich per Netz wurde abgefischt, die Tiere wurden in Becken gesetzt und diese Becken hob ein Autokran zum Sortierplatz vor dem ehemaligen Hotel. Dort wiederum wurden die Fische nach Arten sortiert und dann per Auto mit Anhänger zu den jeweiligen Zwischenhälterteichen gefahren.
Rund neun Stunden dauerte der Arbeitseinsatz am Freitag und am Samstag wiederholte sich das Ganze noch einmal. Ab Sonntagmittag dann fanden die Angler allmählich immer weniger Großfische im Netz, dafür immer mehr Schlamm und Kleinfische. Am frühen Nachmittag schließlich sahen die Helfer bei einer Wassertiefe bis etwa 15 Zentimeter nichts Größeres mehr sich bewegen. Das große Abfischen war fertig.
Während sich die Angler um die Fische kümmerten, überwachten die Harzwasserwerke das komplette Wochenende die Anlage, steuerten die extra installierten Pumpen zur Wasserregulierung und standen bei Fragen zur Verfügung. Außerdem sorgten sie ständig für Frischwasser für die Auffang- und Transportbehälter. Und auch die Versorgung der Helfer war gewährleistet: Während der Verein Mettbrötchen, Kuchen, Kaffee und alkoholfreie Getränke stellte, spendierte Maik Dombrowsky von der Wiesenbek-Baude des Campingparks an allen drei Tagen zum Aufwärmen Suppe mit Brötchen – Freitag Rindersuppe, dann Köhler- und schließlich am Sonntag Rotkohlsuppe.
Inzwischen haben die Harzwasserwerke mit den ersten Arbeiten zur Reparatur der Striegelanlage begonnen. Deren Defekt ist Grund dafür, dass der zum Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft gehörende Teich leerlaufen und deswegen eben abgefischt werden musste.
